Chinesisch Neujahr, der Tiger erwacht!

Ellen & Manuel befinden sich gerade auf einer Asien-Reise, dabei haben sie das Neujahr in China miterlebt. Ich bin sehr dankbar das sie Ihr Fotos und Erfahrungen mit uns hier auf der Wolke teilen. Es weckt zumindest in mir, die Fernsucht.

Über die Autoren: Dies ist ein Gastartikel von Ellen & Manuel. Die beiden sind selbstständige Webdesigner, Blogger, und leidenschaftliche Asienreisende :-) Mehr über die zwei, ihre Arbeit und Fotos erfahrt ihr bei elmastudio.de , bei Twitter  und Flickr .

Herzlich Willkommen im Jahr des Tigers! Letztes Wochenende war Chinesisch Neujahr, und wir hatten dank Zwischenstop in Singapur das Vergnügen, uns mitten ins lautstarke und rot getünchte Getümmel stürzen zu können. Natürlich haben wir diese beeindruckende Kulisse genutzt, um jede Menge Bilder vom chinesischen Event des Jahres zu machen. Fasziniert hat uns dabei besonders die extravagante Mischung aus Jahrtausende alten Traditionen und modernem Kitsch.

Hier einige Impressionen vom Fest des Tigers.

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Link: http://www.flickr.com/photos/elmastudio/4362723498/

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Link: http://www.flickr.com/photos/elmastudio/4362736324/

Chinatowns Läden, im wahrsten Sinne des Wortes voll gestopft mit Glücksbringern aller Art – da kann ja nichts mehr schief gehen ;-)

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Link: http://www.flickr.com/photos/elmastudio/4362021369/

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Die traditionellen roten Geldumschläge werden an Neujahr unter Freuden und Verwandten verschenkt, und versprechen viel Glück fürs neue Jahr.

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Link: http://www.flickr.com/photos/elmastudio/4362754104/

Auch an Neujahr winken die chinesischen »Moneycats«. Besonders beliebt bei Ladenbesitzern, für gute Geschäfte im neuen Jahr.

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Link: http://www.flickr.com/photos/elmastudio/4361999767/

Chinesische Papierschnitte zur Fensterdekoration sind ebenfalls sehr beliebt zum Neujahrsfest.

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Link: http://www.flickr.com/photos/elmastudio/4362793922/

Und natürlich dürfen jede Menge chinesischer Laternen nicht fehlen, hier vor einem kleinen Haustempel.

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Link: http://www.flickr.com/photos/elmastudio/4362030107/

Knallbunte und herrlich kitschige Papierschnitte werden an jeden Hauseingang aufgehängt, um das neue Jahr zu begrüßen.

Über ein Feedback zu den Bildern würden wir uns sehr freuen. Und natürlich wünschen wir euch allen ein ganz besonderes »Happy Chinese New Year«!

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iPhonography vs. Holgagraphy – André Duhme

Wir möchten mehr Gastartikel und testen jetzt ob evtl. einen weiterer Autor für uns vom Vorteil sein könnte. Da ich André schon lange über Twitter verfolge (und ich ihn hoffentlich bald mal REAL kennenlerne), hab ich ihn einfach mal gefragt ob er einen Test-Gastartikel schreiben möchte. Wie gefällt euch der Artikel? Würde mich sehr über Feedback freuen, los gehts.

Mein erster Gastartikel für die Farbwolke und dazu noch der erste nicht private, mal eben schnell dahin geschriebene Gedankenfetzen. Ich bin André Duhme, Student im kleinen Wernigerode und hungrig auf die Welt. Wenn ich nicht als Mediensöldner, oder Omis Liebling unterwegs bin, fotografiere ich manchmal. Analoges und digitaltes findet ihr auf meinem Fotoblog oder bei Flickr. Ihr könnt mir auch gern auf meiner bunten Reise durch das Universum auf Twitter folgen.

Vor ungefähr zwei Jahren kamen mir das erste mal sehr beeindruckende Fotos einer Holga unter. Holgagraphy war plötzlich in aller Munde und die dort aufgestellten Regeln gefielen mir, deckten sie sich doch mit Gedanken, die ich auf Spaziergängen, Autofahrten und hektischen Wegen zwischen zwei Terminen hatte. Ich bin oft Beobachter. Es gibt schöne, witzige, schreckliche, unangenehme und noch viele andere Momente, die es Wert wären, sie festzuhalten. Einiger dieser besagten Momente bannten Menschen auf dem Planeten plötzlich mit einer billigen Plastikkamera auf teurem 120er Rollfilm. Seit diesem Sommer besitze ich ebenfalls eine Holga. Dieses Szenespielzeug wollte ich mit zum Hurricane Festival nehmen, um meinen Drang nach Fotografie dort befriedigen zu können, ohne Angst um meine teuere digitale Ausrüstung zu haben. Das erste Mal analog, das erste Mal ohne jeglichen Hinweis wie denn Belichtung und Schärfe ausfallen würden. Der Moment, die entwickelten Bilder zusehen, war ein Moment der Überraschung, Freude, Spannung und Enttäuschung. Ich hielt Fotos mit Charakter vor mir. Herrlich unperfekt, Momenten wie aus der Sicht eines anderen, hatte ich doch keine Ahnung, wie Film und Kamera denn zusammenarbeiten würden. Der zweite Einsatz fiel dann schon routinierter aus. Die Kamera war halbwegs verstanden, aber wieder waren die Abzüge eine Überraschung. Für jemanden, der digital angefangen hat, Fotos durch Lightroom und Photoshop zog, war es wie ein Geschenk eines fremden, was der Film da mir in Form von Abzügen offenbarte. So ganz wurde mein ursprünglicher Ansatz jedoch nicht befriedigt. Die Kamera war statt immer, nur selten dabei. Ich überlegte gut, bevor ich eins von zwölf möglichen Bildern eines Films, verschoss. Über Twitter kam dann bald schon die Erleuchtung in Form eines Links. Es gab nun Menschen, die neben ihrer digitalen und analogen Ausrüstung einfach ihr iPhone benutzen. Haptik, Sensor und vor allem Linse sind eher nicht das, was sich jemand wünscht, der einiges an Geld für möglichst scharfe und lichtstarke Optiken ausgegeben hat. Zwei Megapixel gibt es am Ende auf die Festplatte als JPEG. Man kann durchaus Bilder finden, die erstaunen, wenn man über die technischen Vorraussetzungen nachdenkt. Mittlerweile gibt es einige Apps, die dem mobilen Gerät einiges an Möglichkeitengeben. Ich hab „CameraBag“ und „The best Camera“ ausprobiert. Beide sind gute Tools, wenn einem das langweilige zwei Megapixelbild nicht gefällt. Allein Farben und Kontraste sorgen für eine ganz andere Stimmung im Bild. Nicht die Überraschung des Films, schon lange keine Spannung, wie bei einem Abzug, den man nur vorm Bezahlen bei DM an der Kasse betrachtet, aber dafür die Möglichkeit fast immer ein Bild zu machen. Das iPhone ist immer dabei. Don't waste Balloons! Will man den Moment um jeden Preis greifen, behalten und sofort mit jedem Teilen, gibt es im Moment kein besseres Tool für mich. iPhone und Holga haben wir sehr deutlich gezeigt, dass Motiv und Fotograf sehr entscheidend für die Qualität des Fotos. Der Fotograf muss sein Werkzeug kennen, um die Möglichkeiten der Technik wissen und diese genau richtig nutzen, um das Motiv bestmöglich in Szene zu setzen. Hier hilft kein Geld, keine L-Linsen und kein Vollformat. In dem man sich zwingt sich auf neue, oder auch alte, Technologien einzulassen und nutzen zu lernen, sich zu beschränken, die mögliche technische Perfektion mal zur Seite zu legen, erreicht man eine neue Sicht auf die Dinge. Das Verständnis für das Motiv wächst, man öffnet sich dem nicht perfekten, alles bekommt einen spezielleren Charakter und am Ende steht wieder ein kleiner Hauch Erkenntnis.

Flickr-Gruppen
Holga
LOMO
Holgagraphy
Holga Germany
Iphone
iPhone Camera Shots
Photos taken with an Apple iPhone
iPhone-ToyCameraApps
iPhoneography

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Showcase von elektronischer Musik | Webdesign

Dies ist ein Gastbeitrag von Philipp Elzner. Philipp studiert Multimediatechnik und bringt derzeit seine Diplomarbeit zum Abschluss, betreibt einen Musik Blog (http://www.house2electro.de), twittert (http://twitter.com/philipp09) gern, mag die Fotografie (http://www.flickr.com/photos/phlp) und schreibt Fundstücke des Webs in seinen Posterous Blog (http://dasmultimediablog.posterous.com).

Da ich ein Freund der elektronischen Musik bin, im Speziellen House, Electro, Minimal und Techno, möchte ich einige ausgewählte Webseiten der elektronischen Musikszene vorstellen. Bei einer Webseite handelt es sich um einen DJ-Musik-Shop, bei den anderen um Künstler der besagten Musikrichtungen. Nein, ich möchte es auf keinen Fall mit Hörern anderer Musik Genres verscherzen, ich möchte auch keinen zwingen, hier Musik zu hören, die nicht gefällt. In diesem Beitrag soll es lediglich um Folgendes gehen: Die Gestaltung, die Technik und die Farbwahl.

Ich habe versucht originelle und interessante Webseiten zu finden. Am Ende ist es eine Mischung aus flashbasierten und (X)HTML/CSS basierten Webdesigns geworden. Die ausgewählten Webseiten sind nicht immer die nutzerfreundlichsten oder schönsten, da es hier einfach darum geht, aktuelle Webdesign-Trends in dieser Szene aufzuzeigen.

Ein Trend ist die Nutzung von großen, aber auch eher kleineren Bildern der Künstler. Entweder als Hintergrund, Header oder einfach als grafisches Element der Webseite. Viele der Webseiten haben einen Musikplayer integriert, der automatisch beim Besuch Musik abspielt. Aus Usability-Sicht ist das sehr störend, aber da es sich um Musikwebseiten handelt, sehe ich den Einsatz als netten Zusatz, wenn nicht sogar als Notwendigkeit.

Farblich gesehen bieten die gewählten Webseiten einen bunten Mix: Strahlende, helle, lebendige Farben und dann auch ziemlich dunkle Farben. Die Farbe des Designs beschreibt meist auch die Stimmung der Musik des Künstlers. Warme sowie helle Farben (blau, pink, orange, grün) stehen meist für fröhliche und stimmungsvolle Housemusik, wohingegen sehr dunkle Farben (schwarz, grau) für die eher mystische Technomusik stehen. Flash dominiert bei solchen Webseiten, wobei insgesamt mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde und auch viele ausgefallene Ideen dabei sind.

Flash

Beatport / http://www.beatport.com/de-DE

beatport

David Guetta / http://www.davidguetta.com

davidguetta

Axwell / http://www.axwell.co.uk

axwell

Dirty South / http://www.dirtysouth.com.au

dirtysouth

Oliver Huntemann / http://www.huntemann.co.uk

oliverhuntemann

Flashelemente

deadmau5 / http://www.deadmau5.com

deadmau5

Fedde Le Grand / http://feddelegrand.com

feddelegrand

Verzicht auf Flash

Moguai / http://www.moguai.com

moguai

Stephan Bodzin / http://www.bodzin.de

stephanbodzin

Lexy & K-Paul / http://www.lexykpaul.eu

lexyandk-paul

Fazit

Der Trend geht leider in der Musikszene noch immer Richtung Flash. Doch warum eigentlich? Das kann ich auch nicht erklären, da in der heutigen Zeit doch fast alle Flashfunktionen (z.B. Musikplayer, Slideshow) mit anderen Techniken wie jQuery oder ähnlichem realisiert werden können. Flash sieht oft richtig schick aus, es macht bling bling, es bewegt sich etwas, Musik spielt im Hintergrund, vieles ist animiert. Der Einsatz von Flash ist aber sehr oft nicht zu Gunsten des Nutzers, da die Lade- und Reaktionszeiten dementsprechend lang sind.

Die Webexperten streiten sich schon seit Jahren über die Verwendung von Flash oder nicht. Der Streit wird mit Sicherheit auch noch viele Jahre andauern. Es wird empfohlen Flash wirklich nur zu verwenden, wenn es einen Mehrwert für eine Webseite bietet. Hier sei als Beispiel der Audioplayer, die Schrifteinbettung (sIFR http://de.wikipedia.org/wiki/Scalable_Inman_Flash_Replacement) oder die Videoeinbindung genannt. Dass es wirklich teilweise mit Flash oder sogar ohne geht, zeigen die letztgenannten Webseiten. Ich bin gespannt, wo der Trend in dieser Szene noch hingeht und was man webdesigntechnisch erwarten kann.

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Kanzlerduell Merkel vs. Steinmeier im Design-Check

Dies ist ein Gastbeitrag von Marcel Rableski der den Blog Visionpixel.de betreibt (im übrigen ein schöner Augenschmaus diese Webseite) . Er vergleicht heute für euch die beiden Kanzlerkanidaten-Webseiten.

Nachdem farbwolke.de bereits die Parteien begutachtet hat, widme ich mich hier jetzt den beiden Hauptakteuren im Kampf um das Kanzleramt. Beginnen werde ich mit dem Herausforderer.

Frank-Walter Steinmeier
Frank-Walter Steinmeier - Kanzlerkandidat der SPD_1249820978162

Beim ersten Blick auf die Internetseite http://www.frankwaltersteinmeier.de wird man quasi von Herrn Steinmeier begrüßt. Zusammen mit dem eigens für ihn entworfenen Logos bilden diese beiden Teile den Eyecatcher der Seite. Das Bild wird durch das schwarze-weiße  Farbspiel dezent im Hintergrund gehalten. Das Logo spiegelt die Parteifarben wieder, aber durch die runde Form möchte man sicherlich dem Logo einen eigenen Touch verleihen. Die Konzentration soll ja auch auf dem Kandidaten liegen und nicht auf der Partei. Daher finde ich die Idee mit dem Logo gelungen, aber ob diese in Zukunft jeder Kanzlerkandidat braucht, sei mal dahingestellt. Der Aufbau ist klar strukturiert und schnell zu überblicken. Falls doch noch Unklarheiten offen bleiben lohnt sich ein Klick auf die Sitemap, da dort eine ordentliche Übersicht präsentiert wird. Ein Manko beim Webseitenaufbau ist mehr oder weniger der Eyecatcher. Die Idee der Eyecatcher ist zwar gut, aber diesen auf jeder Seite zu wiederholen wirkt doch langweilig und erschwert das Lesen gerade auf den Unterseiten. Während des Leseflusses springt das Auge immer wieder auf das Bild. Wobei ich fast denke das dieser Efffekt gewollt ist, um sich das Gesicht des Herrn Steinmeier besser einzuprägen. Ein besonderes Highlight bietet die Seite im Unterpunkt „Mein Weg“. Hier werden mit Flash herrliche Effekte erzielt. So macht das Anschauen von Inhalten besonders Spaß.

Zum Schluss noch ein Wort zur Programmierung. Laut der beiden W3C Validatoren ist die Seite fehlerfrei programmiert. Eigentlich sollte man auch meinen das heutzutage auf standardkonformes Webdesign geachtet wird, aber man wird immer eines besseren belehrt.

Angela Merkel

Angela Merkel - Homepage_1249821011275

Und nun begutachten wir mal die Webseite unserer aktuellen Bundeskanzlerin an. Was gleich auf www.angela-merkel.de auffällt, ist diese riesige Facebook Info. Zum Einen ist diese Infobox viel zu groß und lenkt vom eigentlich Inhalt ab und zum Anderen passt diese nicht ins „Farbschema“ der Seite. Ansonsten kommt bei der restlichen Seite auch keine Freude auf. Der Aufbau ist zwar noch gut strukturiert und auch hier kann man anhand einer Sitemap einen Überblick über die gesamte Seite bekommen, aber dieses langweile Grau auf weißem Hintergrund bringt keinen Kontrast in die Seite. Es fehlt einfach Farbe. Die einzigen farbigen Elemente und ansehnlichen Höhepunkte der Seite wurden ans Ende gesetzt. Insgesamt wirkt die Seite doch recht langweilig und wenn unsere Bundeskanzlerin vom „grauen Maus“ Image wegkommen möchte, sollte Sie nicht nur farbige
Kleidung tragen, sondern auch mal ihrer Internetseite etwas Farbe verpassen.Viel Schlimmer als die Farblosigkeit finde ich die Programmierung. Laut der W3C Validatoren sind ganze 76 Fehler im HTML Code enthalten und im CSS Code werden nochmal 10 Fehler angezeigt. Bei einer Internetseite mit so prominenten Inhalt sollt man eigentlich etwas mehr drauf achten. Und zum Schlusspunkt noch etwas aus der Sparte „Kuriositäten“. Wieso werden die Texte in der Navigation klein geschrieben? Eine logische Erklärung habe ich dafür nicht wirklich.

Fazit
Sowohl in der Programmierung als auch im Design haben die Macher von www.frankwaltersteinmeier.de die Nase vorn. Etwas fürs Auge kann man nur auf der Seite des Herausforderers finden. Erschreckend dagegen ist, wie unsere Kanzlerin präsentiert wird. Man kann nur hoffen das die Politik endlich erkennt, wie wichtig es ist „trockene“ Inhalte anschaulich zu verpacken, sodass die Breite Masse daran Interesse zeigt. Mit der Seite von Herrn Steinmeier ist man da auf dem richtigen Weg, aber bekanntlich ist der Weg lang und steinig …

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Der Weg zum Mediengestalter – Gastbeitrag

Wir Autoren von der Farbwolke haben uns dazu entschieden, immer öfters Gastbeiträge von anderen kreativen zu veröffentlichen. Somit erweitern wir unsere Ansichten und unser Spektrum. Der Anfang wird von Lars gemacht der einen relativ frischen Blog zum Thema “Mediengestalter Traumjob?” führt. Möchtest du auch einen passenden Beitrag bei uns veröffentlichen? Dann schreib uns einfach eine E-Mail, wir sind für fast alles offen.

Über den Gastautor: Ich bin ein Auszubildender (Mediengestalter Digital und Print) im zweiten Lehrjahr in einer kleinen Druckerei. In meinem Blog “Traumjob Mediengestalter?” erzähle ich in kleinen Episoden, was mir in meiner täglichen Arbeit und in der Ausbildung für Probleme begegnen und möchte damit anderen Menschen den Job des Mediengestalters etwas näher bringen.

Früher oder später trifft ein Großteil der Ausbildungssuchenden einmal auf den Beruf des Mediengestalters Digital und Print und denkt dabei “Boah, das hört sich aber cool an, das möchte ich gerne werden”. Was hinter diesem Beruf steckt und wie schwierig der Einstieg ist, können leider die wenigsten erahnen. Auch ich habe einmal in dieser Situation gesteckt und möchte allen, die sich für die Ausbildung zum Mediengestalter interessieren meine Erfahrungen mit auf den Weg geben. Leute, die bereits wie ich in der Ausbildung stecken oder diese bereits abgeschlossen haben, werden sicherlich an einigen Stellen schmunzeln und sich selbst wieder erkennen.

Als ich vor knapp zwei Jahren auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz war, habe ich mich nur auf den Beruf “Mediengestalter Digital und Print” versteift, eben auch in der Vision “Wow, ist das ein cooler Job”. Leider hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Praktika in der Medienbranche absolviert und auch nur eine mit einem einfachen Textverarbeitungsprogramm gestaltete Bewerbung an die Firmen verschickt – natürlich ein Fehler im Nachhinein gesehen. Die Firmen, die eine gute Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print anbieten, bekommen in der Regel sehr viele Zuschriften. Hier muss man gleich mit einer kreativen Bewerbung hervorstechen, in der man beweist, dass man die nötigen Grundvoraussetzungen für eine solche Ausbildung mitbringt.

Nach meiner zunächst erfolglosen Suche nach einem Ausbildungsplatz bin ich dann im Sommer 2007 auf eine Maßnahme eines Bildungsinstituts der Handwerkskammer gestoßen, die ausbildungsvorbereitend Grundkenntnisse der Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print vermitteln sollte. Leider musste diese Maßnahme von den Teilnehmern komplett selbst finanziert werden. Rückblickend gesehen war dies allerdings ein Bilderbucheinstieg in die Ausbildung, denn in dieser Maßnahme habe ich sämtliche Grundlagen der Ausbildung sehr ausführlich gelernt und auch wie man sich erfolgreich um eine Ausbildungsstelle in diesem Job bewirbt.

Letztlich habe ich doch noch eine Ausbildungsstelle in diesem Beruf gefunden und war froh, dass ich vorher in einem Zeitraum von 10 Monaten so viele Kenntnisse erworben habe. Durch diese Maßnahme, die den Stoff des ersten Lehrjahrs locker beinhaltet hat, war es mir dann auch möglich direkt in das zweite Ausbildungsjahr einzusteigen (wenn auch offiziell durch mein Abitur begründet).

Doch innerhalb der ausbildungsvorbereitenden Maßnahme und auch während der richtigen Ausbildung ist mir eigentlich erst das Berufsbild des Mediengestalters Digital und Print richtig klar geworden. Ein Mediengestalter gestaltet nicht den ganzen Tag locker vor sich hin, auch wenn das die Berufsbezeichnung vermuten lässt, oder kann sich selbst verwirklichen. Die Kreativität und das Gestalten stehen teilweise oft im Hintergrund. Kunden haben ihre eigene Vorstellung von Gestaltung, Firmen haben eigene Corporate Designs und die gestalteten Produkte können nicht immer nach dem eigenen Geschmack konzipiert und gestaltet werden, sondern müssen auf die Zielgruppe abgestimmt sein. Hinzu kommt, dass man zwar vielleicht von Natur aus ein gewisses Talent für Gestaltung mit sich bringen kann, die professionelle Gestaltung aber auf Grundregeln der Gestaltung, Typografie etc. basiert. Und letztlich muss man sich im Klaren sein, dass man auch ein ausgeprägtes Verständnis und Interesse für EDV-technische Dinge haben muss. Im Alltag eines Mediengestalters hat man mit vielen Problemen zu kämpfen, deren Ursachen einfach in der Technik liegen und die man mit Logik und technischem Verständnis lösen muss. Außerdem werden die Strukturen der Programme immer komplexer, weswegen ein gutes Verständnis für Computer-Logik und Programmstrukturen sehr wichtig ist. Je nach dem, in welchem Betrieb man die Ausbildung macht, kommt noch das Wissen über Drucktechnik dazu, dessen Grundlagen generell im Berufsschulunterricht behandelt werden.

Wie man sehen kann steckt hinter der Ausbildung und dem Berufsbild des Mediengestalters Digital und Print eine ganze Menge, die man allein von der Berufsbezeichnung her nicht ersehen kann. Bevor sich jemand für eine solche Ausbildung entscheidet sollte er oder sie sich wirklich ausführlich informieren, z.B. durch ein Praktikum in einem entsprechenden Betrieb. Leider eignen sich auch nicht unbedingt alle Betriebe für eine solche Ausbildung, da sie zu spezialisiert auf die Herstellung eines Produkts sind und trotzdem diesen Beruf ausbilden dürfen. Daher sollte man bei der Suche auch genau vergleichen und abwägen, auch wenn man froh ist überhaupt eine Ausbildung zu bekommen.

Abschließend möchte ich allen Interessierten sagen, dass dieser Beruf durchaus spannend ist, und ich letztlich auch froh bin diesen Weg gegangen zu sein, dass es jedoch auch viele Dinge gibt die man bei der Wahl dieses Berufes beachten muss.

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