Gedanken-Wolke mit Kilian Schönberger

Hey Kilian, stell Dich doch bitte kurz vor. 

Hallo zusammen, meine Name ist Kilian Schönberger und ich möchte heute auf Farbwolke ein bisschen was zu meinem fotografischen Schaffen erzählen. Mit meinen 26 Jahren schreibe ich gerade an meiner Diplomarbeit im Fach Geographie an der Universität Bonn. Die Wissenschaft vom Raum versuche ich mit der den Raum abbildenden Fotografie zu verbinden. Sprich Landschaften und zunehmend auch Stadträume sind meine fotografischen Hauptthemen. Meine Bilder veröffentliche ich unter Kilian Schoenberger Photography oder auf bildraum, meinem Fotografie & Musik Blog.

Kannst du mir ein bisschen von Dir erzählen, wo bist Du aufgewachsen und was hat Dich beeinflusst?
Aufgewachsen bin ich in der Peripherie: Im bayerischen Hinterland – mehr oder weniger direkt an der tschechischen Grenze. Die nächste größere Stadt war damals Regensburg. Heute bin ich ganz froh darüber und möchte die Erfahrungen die ich dort gemacht habe nicht mehr missen. Meine Kindheit zwischen Wald und Fluss hat mich natürlich in meiner Umweltwahrnehmung geprägt. Das ging einher mit frühem Engagement im Naturschutz und Interesse an Flora, Fauna und Naturräumen aber auch für die Geschichte bzw. regionale gesellschaftliche Veränderungen (z.B. Auswirkungen durch den Fall des Eisernen Vorhangs). Wobei ich schon damals über die Grenzen hinausgeschaut hab und Stadträume wie Prag zu schätzen gelernt habe.  Das Studium im Rheinland ist letztendlich die logische Konsequenz aus dem Leben in zwei Welten: Einerseits bewusstes Erleben urbaner Lebenskultur, andererseits das Interesse an Landschaftsräumen, in denen der Lebenswandel noch Naturbezug aufweist. Diese Dichotomie zwischen Stadt und Natur zieht sich eigentlich durch all meine Lebensbereiche.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Die ersten Versuche machte ich mit der “legendären” Ricoh Caplio RR30 ab 2003. Nachdem diese 2006 unfreiwillig schwimmen ging, war eine Canon 400D mein Einstieg in die DSLR-Fotografie. Das Interesse an der Fotografie hat sich erst nach und nach entwickelt. Zuvor hab ich mehr gezeichnet. Aber irgendwie war Fotografie das geeignetere Medium um meine Eindrücke in unwegsamem Gelände festzuhalten.

Du bist ein wahnsinnig guter Landschaftfotograf, woher kommt diese Passion und was fasziniert dich selber daran?
Danke für das Lob. Manchmal wunder ich mich selbst, woher die Passion kommt. Ich habe viel darüber nachgedacht, was Landschaft oder Räume allgemein “schön” erscheinen lässt. Welche Bilder sind in unserem Unterbewusstsein verankert, dass strukturreiche Orte in der Natur (z.B. ein alter Baumbestand oder ein Wasserfall) ästhetischer und ursprünglicher empfunden werden als monotone Agrarflächen. Anscheinend sind es genau diese “strukturreichen” Szenarien, die vom Betrachter als attraktiv angesehen werden. Als Fotograf bedient man demnach entweder diese Erwartungshaltung, oder man verfolgt einen gegensätzlichen Kurs: Minimalistische Naturdarstellung in Geometrien geordnet (sprich Spannungsaufbau durch Widerlegung der vorher genannten unbewussten Erwartungshaltung). Beides funktioniert, letzteres möchte ich weiter intensivieren in Zukunft.

Auf welchen Fleck der Erde würdest du gerne mal fotografieren?
Tsja, das ist das Leiden eines Fotografen der gern mal Landschaften als Motiv nimmt. Es gibt zu viele spannende Länder und Orte. Teilweise liegen diese direkt vor der Haustür, aber wenn es exotischer sein darf: Die Antarktis oder Vulkane auf Kamtschatka…

Gib doch unseren Lesern doch mal 1-2 Tipps wie man zu so guten Aufnahmen kommt…
Eine wichtige Grundvoraussetzung ist, dass man die Szene im Sucher als zweidimensional-plane Ebene versteht, obwohl man einen dreidimensionalen Raum fotografiert. Das Auge spielt einem da öfter einen Streich und bei manchen Elementen, insbesondere wenn sie hohes optisches Gewicht im Bild haben, können ein paar Zentimeter Unterschied bei der Aufnahme entscheidend sein. Daher darauf achten, wo Linien in das Bild oder aus dem Bild heraus führen und ob z.B. aus menschlichen Köpfen Bäume erwachsen etc. In der Theorie erscheint das alles immer sehr logisch, vor Ort ist es dann oft gar nicht so einfach alle Elemente vor dem geistigen Auge auf eine Ebene reduzieren zu können. Aber spätestens wenn man es mit Wald oder Kieselsteinen an einem Ostseestrand zu tun hat, kann ein kleines angeschnittenes oder nicht angeschnittenes Nebendetail über die Qualität des Bildes entscheiden.

Eine weitere wichtige Faustregel ist: Je weiter weg vom Parkplatz man fotografiert, desto weniger tot fotografiert sind die Motive. Auch bekannte Motive kann man aus einer ungewöhnlichen Perspektive spannend für den Betrachter inszenieren. Wobei es nicht schadet ab und an mal auch bei Google etc. zu schauen wie andere Fotografen einen bestimmten Ort aufgenommen haben. Wer es riskant mag verlässt einfach öfter mal die markierten Wege…

Eine Landkarte lesen zu können hilft auch weiter, oft kann man anhand der Höhenlinien etc. spannende Fotoziele identifizieren. Scouting ist ein wichtiger Bestandteil der Landschaftsfotografie: Locations erkunden und dabei verstehen wie sie zu anderen Jahreszeiten / Licht- oder Wetterbedingungen wirken würden. Dann kann man bei optimalen Bedingungen die Bilder in den Kasten bringen! Leider ist man so mehr vom Wetter abhängig als ein Studiofotograf. Dafür gibt es aber auch überraschende Momente: Bei richtiger Licht- und Wetterstimmung kann auch ein banales Motiv wie ein abgeerntetes Maisfeld plötzlich spannend werden… andererseits mach ich viele meiner Bilder bei fahlem Licht. Prinzipiell muss man aber nicht unbedingt gleich in den Yosemite Nationalpark um gute Landschaftsfotos zu machen.

Mit was bearbeitest du deine Bilder? Kannst du uns ein wenig in deinen Workflow entführen?
Natürlich fotografiere ich im RAW-Modus: Wegen der größeren Datendichte und um im Nachhinein schon im Converter ein paar Einstellungen vornehmen zu können. Der Großteil der Arbeit am Rechner erfolgt in Photoshop. Dabei verwende ich keine externen Plugins, habe aber eine Sammlung selbst geschriebener Aktionen, die verschiedene Aufgaben erfüllen und dann lokal ausmaskiert werden. Für mich der wichtigste Schritt ist es, die einzelnen Bildelemente in ein ausgewogenes Verhältnis an Belichtung und Sättigung zu bringen. Ist dies erreicht, fällt es leichter den natürlichen Eindruck zu rekonstruieren. Ich versuche also eine authentische mögliche Realität aus dem Bild herauszuholen. Was für mich zum Beispiel nicht so gut funktioniert sind zu harte künstliche Kontraste, sehr auffällige Halos und durch Verlaufsfilter abgedunkelte Baum- und Bergspitzen.

Fotografierst du auch andere Dinge? Wenn ja was und warum?
Relativ häufig fotografiere ich Architektur. Gelegentlich auch Menschen… langfristig hab ich vor, in diesen beiden Motivbereichen intensiver zu arbeiten. Manchmal ermöglicht erst die Kombination von Architektur, Menschen und Landschaft eine tiefer gehende Darstellung eines bestimmten Ortes.

Wie stellst du dir diese Kombination vor? Was sind für dich Bindeglieder zwischen Mensch & Architektur?
Für mich besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Mensch, Architektur und umgebender Natur. Natur jetzt nicht im Sinne eines unberührten Idealzustandes, sondern mehr als Gesamtheit der äußeren Einflüsse wie Witterung, Relief, Naturgefahren etc. Was ich sehr spannend finde ist, dass man z.B. in der traditionellen Bauweise in verschiedenen Regionen mit ähnlichem Klima, ähnliche Baustile findet. Sprich, die dort lebenden Menschen haben die Architektur an die dort vorherrschenden Verhältnisse angepasst. Weiter wurden diejenigen Rohstoffe verwendet, die in der unmittelbaren Umgebung zu finden waren… in Regionen mit eher wenig Holzvorkommen wie Schottland dominieren Steinhäuser, im Alpenraum finden sich unterschiedlichste Beispiele von Holzarchitektur und in Island hat man sogar Häuser aus Torf und Grassoden gebaut. Spätestens seit der Industrialisierung findet man auch in der Architektur eine “Überwindung” der Natur – sprich die Baustile lösen sich oft aus ihrem traditionellen lokalen Kontext. Die Frage ist: Wird auch der diese Gebäude bewohnende Mensch aus diesem Kontext gelöst? Marc Augé berichtet in seinem Buch “Nicht-Orte” von der (globalen) Austauschbarkeit künstlicher Räume und den mangelnden Möglichkeiten zur Identifikation mit diesen. Ich denke Architektur bietet sich an, Veränderungen im Sozialgefüge fotografisch zu dokumentieren. Man denke nur an die spannenden Fotoserien aus asiatischen Megacities oder die Bildbände über Relikte der Sowjetarchitektur in Russland. Immer mehr wird einem bewusst, dass wir den Großteil unserer Zeit in künstlichen Räumen verbringen. Selbst wer ursprüngliche Natur erleben will, erwarten einen idealisierten und mitunter auch romantischen Urzustand der Umwelt. Wir leben in künstlichen Lebensräumen, die Städte breiten sich immer weiter aus und selbst wenn wir den Städten den Rücken kehren, ist unsere Erwartung an die Natur an sich eine konstruierte Vorstellung (Das Naturbild wird heute meist mehr durch Werbung und Medien etc. beeinflusst als durch Eigenerfahrung). Diese Vorstellung kann man sich zunutze machen indem man die und per Landschaftsfotografie natürlich effizient bedienen bzw. auch manipulieren.

Was sagst du zum derzeitigen Trend “zurück in die analoge Fotografie” ? Reizt dich das Thema?

Analoge Fotografie könnt ich mir als separates Hobby vorstellen. Das ganze dann weniger auf die Bildergebnisse ausgerichtet, als auf das Fotografieren an sich. Analoge Fotografie ist für mich gelebte Entschleunigung. Eine Art meditative Beschäftigung. Bereits mit Digitalkamera ist es für mich ungemein entspannend im Herbststurm draußen zu sein und ein Motiv zu finden – ich denke dieser Entspannungseffekt würde sich mit analoger Technik noch verstärken lassen.

Was war bisher dein größter fotografischer Erfolg?
Im Rahmen der Buchmesse in Frankfurt letztes Jahr hat Arte für ein größeres Feature über das Gastland Island auf meine Fotos zurückgegriffen und sie so einem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Mit welcher Person würdest du gerne einmal ein Bier trinken gehen und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?

Jetzt gerade: Mit einem Hubschrauberpiloten, der seine Freizeit gern in der Luft verbringt. Ich glaube da oben könnte man einen guten Job machen was die Visualisierung der Welt angeht. In diesem Fall aber dann aber vielleicht doch erst die Arbeit und danach das ein oder andere Bier.

Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie?
Eindeutig die Serie. Online-Portfolios sind eher ein notwendiges Übel, am liebsten hätte ich meine Bilder in großem Format ausbelichtet in einer Halle an Roh-Beton hängen. Ich glaube das wäre ein schöner Kontrast.

Diese Idee könnte man ja auch ins Web tragen – ich stelle mir gerade eine Betonportfolio-Webseite vor… Wäre doch denkbar oder?
Das ist sicher leichter realisierbar als die Betongalerie in der Realität. Aber dann hätte man ja nur die Materialoptik und die physischen Eigenschaften, welche für mich einen großen Teil des Reizes ausmachen, würden verloren gehen. Aber natürlich ist es ebenfalls eine interessante Thematik wie man Bilder im Internet am besten präsentiert. Was kommt nach horizontalen Scrollbars, Tumblr und Onlinemagazinen? Ich bin gespannt.

Hast du ein Onlineportfolio was du unseren Lesern empfehlen würdest? Fotografen, die dich beeinflusst haben?
Ich schaue eigentlich eher Portfolios von Fotografen die nicht so viel mit Landschaftsfotografie zu tun haben. Konzeptionelle Fashionserien mit guten Ideen können mich begeistern. Aber da es hier ja um Naturfotografie im weiteren Sinne geht, empfehle ich ein Portfolio von einem Fotografen den ich sehr schätze: Vincent Munier – ein französischer Naturfotograf aus den Vogesen. Ich mag seinen sachlich aufgeräumten Stil ohne große Effekte sehr. Ebenso wie ich scheint er eine Vorliebe für die Gebiete der höheren Breiten zu haben… interessanterweise gefallen mir bei ihm auch Tierfotografien. Sein Portfolio erreicht man unter vincentmunier.com

Was möchtest du Fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?
Ich hoffe, dass ich auch in Zukunft der Fotografie beruflich treu bleiben kann. Digitale Fotografie bietet Möglichkeiten, die über Bilder machen und präsentieren hinausgehen. Da liegt durchaus Potenzial für Kombinationen mit anderen Berufsdisziplinen. Ebenso arbeite ich daran, dass meine Fotos nicht nur virtuell zu betrachten sind: Eine eigene Ausstellung mit großformatigen Abzügen wäre sicher ein Höhepunkt. Darüber hinaus gibt es ja noch einige Ziele für Fotoexkursionen die noch abgehakt werden wollen.

 

Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Meine Inspiration ziehe ich oft aus kleinen alltäglichen Dingen. Das kann ein allein stehender Baum sein, den ich beim Zug fahren aus dem Fenster betrachte, ebenso wie ein schöner Bildband oder ein Lied, das den Soundtrack zu einer aktuellen Lebenssituation bildet. Musik ist wichtig. Wenn ich irgendwo draußen – ob Stadt oder Natur – unterwegs bin, dauert es oft nicht lange, bis mich einfach die Umgebung an sich inspiriert und der Zeigefinger möglichst schnell einen Auslöser betätigen will.

Noch ein paar abschließende Worte an unsere Leser?
Wer sich mit Fotografie beschäftigt sollte immer versuchen, sich von den Regeln und Gepflogenheiten virtueller Communities zu emanzipieren. Die ästhetischen Ideale, Motivtrends und Bearbeitungskonventionen wirken oft wie ein Korsett, dem sich leider nur zu gern unterworfen wird. Einfach die ausgetretenen Pfade verlassen und versuchen einen eigenen Stil zu finden.

 

Kontaktdaten :
Facebook | Lebensstil-Blog: bildraum.wordpress.com | Portfolio : www.kilianschoenberger.de

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Gedanken-Wolke mit Paupi

Paupi ist ein guter Mensch. Ich durfte ihn schon persönlich kennen lernen und wir haben auch schon einmal zusammen Fotos gemacht. Wir stehen fast täglich im Kontakt. Ich hab euch auch schon mal sein Portfolio hier auf der Farbwolke vorgestellt. Wir teilen oft die gleiche Einstellung und endlich konnten wir ein gemeinsames Interview durchführen.

Facebook:  https://www.facebook.com/fotopaupi
Webseite: http://www.paupi.net 

Hey Paupi, stell Dich doch bitte kurz vor. 

Moinsen – ich bin Paupi. :)  Hihi, 38 jahre alt,  komme aus ner schwäbischen Kleinstadt, verheiratet (ja glücklich sonst wär ich‘s nicht), keine Kinder,  Mietwohnung,  kein Hund.

Foto: Björn Lexius (http://www.bjoernlexius.de/)

Was begeistert Dich zur Zeit? (Musik/Ausstellung/Buch/…)

Musikalisch bin ich irgendwo hängen geblieben. :) Ich bin auch was Musik angeht ziemlich intolerant. Ich bin Punkrocker und mag alles, was sich da drum herum so tummelt. Wobei ich zugeben muss, dass ich so manch‘ Elektro- und Hiphopzeug ganz gut finde. Ich will da aber gar nicht über meinen beschränkten Tellerrand gucken. Länger als 10 Minuten ertrag ich das aber nicht. :) Motown hat sich auch bei mir eingenistet – total angenehm in der Kneipe und beim Autofahren.

Ausstellungen finde ich meist langweilig und ein aktuelles Lieblingsbuch kann ich dir gerade auch nicht sagen. Fernsehtechnisch kriegst du mich mit den Simpsons und ins Kino geh ich nicht.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?

So richtig bewusst, also mit ner Spiegelreflex, seit 2007, glaube ich. Fotografiert hab ich schon immer, allerdings mit ner Hosentaschenknipse. Einfach immer und überall draufgehalten. Sind viele wirklich lustige Fotos entstanden. :) Irgendwann hab ich mich dann durchgerungen ne DSLR zu kaufen. Dann viel gelesen –  ausprobiert – nicht verstanden – sein gelassen. :) Ich hab mich relativ schnell dazu entschieden nur Festbrennweiten zu verwenden. Wegen der Lichtstärke und weil du,  glaube ich, ein anderes Gefühl für‘s Motiv bekommst, als nur dazustehen und den Zoomring zu drehen.


Du scheinst deine Bilder ja öfters zu bearbeiten, was für Software benutzt du und wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?

Naja, bearbeiten ist da vielleicht der falsche Ausdruck. Ich mache relativ wenig an meinen Bildern, manchmal auch zu wenig. Die Raws entwickle ich mit Aperture. Damit mache ich eigentlich fast alles. Da habe ich meine Lieblingspresets zur Verfügung. Retouche – außer es ist ein Mörderpickel auf der Nase – gibbet bei mir nicht. Augen nachschärfen und das war‘s auch schon. Irgendwann werd‘ ich auch da mehr machen (müssen) – ich will aber immer weit weg sein von glattgebügelter Haut. Menschen haben ihre Dellen, Hautunreinheiten, krumme Nasen, abstehende Ohren. Das gehört zu ihnen und das muss auch auf den Bildern transportiert werden. Es will doch niemand ernsthaft so aussehen wie die Cretins aus der Werbung?! ich will auch grundsätzlich das derjenige der fotografiert werden will/soll – sich so kleidet und evtl. schminkt wie er das sonst auch macht.
Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?Puh, klar zieht man seine Ideen auch durch das anschauen von anderen Bilder. Jeder der sagt, dass er das nicht macht, lügt glaube ich. Da sind wir aber schnell in der Diskussion: Inspiriert oder geklaut? Schwieriges Thema. Ist glaube ich wie in der Musik. Jedes Riff gab es schon mal. Ich suche aber nicht vor einem Shooting passende Bilder von anderen Fotografen und stell die dann nach.

Inspiration ziehe ich sonst aus Musik,  dem Beobachten auf der Straße,  irgendwelchen kranken Gedanken, Germanys next Topmodel, whatever! Einfach mit offenen Augen rumtigern.

Was ist deine fotografische Lieblingsstadt? Auf welchen Fleck der Erde würdest du gerne mal fotografieren?

Natürlich das Viertel! :) Und nachdem wir 2011 in New York waren,  ich bin immer noch geflasht, glaube ich,  dass dir New York auch noch nach 10 Jahren interessante Motive bietet. So viele verschiedene Menschen, Plätze, Dinge und jeden Tag ist es anders. Irgendwann will ich dort auch mal ein Fotodings machen, ansonsten würde ich gerne mal,  nicht nur zum Fotodingsen, nach Tokio.

Wenn du Fotos machst, auf was achtest du? Dein inneres Gefühl oder ob technisch alles Perfekt ist?

Da ich mit der Technik oftmals auf Kriegsfuß stehe – inneres Gefühl. Ich finde ein Bild muss wirken. Da ist es mir erst mal egal, ob das jetzt 100% scharf ist, irgendeinem goldenen Schnitt oder sonst was entspricht. Leute die auch bei Feedback sich nur auf solche Sachen stürzen kann ich leiden wie den HSV. Auch aus dem Grund treibe ich mich überhaupt nicht mehr in irgendwelchen Fotoforen oder der Fotocommunity rum. Klar will man besser werden und auch technisch bessere Bilder machen. Ich habe zum Glück viele professionelle Fotografen im Freundeskreis und einer meiner ältesten Sankt Pauli Freunde Stefan (www.stefangroenveld) versucht mich immer nen Level höher zu schieben. Das klappt glaube ich auch ganz gut.

Du bist sehr in der Fußballszene von St. Pauli verankert, was genau machst du dort und probierst du auch diesen Szene Kult fotografisch zu verarbeiten?

Puh, mach mal schnell das Kult weg. Ich bin jetzt seit fast 20 Jahren dabei, aber irgendwie ist der von den Medien beschriebene Kult noch nicht an mir vorbeigelaufen. Ernst: ist tatsächlich eine Erfindung der Medien und wird aber tatsächlich von vielen Fans so gesehen und versucht zu leben. Die lustigen immer feiernden Party-Paulis waren wir aber noch nie.

Ich bin seit etwa 10-12 Jahren in der Fanszene aktiv. In verschiedenen Gruppen und Gremien. Zusätzlich bin ich seit 2008 gewähltes Mitglied im Fanclubsprecherrat – der offiziellen Vertretung der eingetragenen Fanclubs.

Fotografisch bin ich zumindest im Viertel zu Hause und auch viele/die meisten der Menschen die ich fotografiere sind eher in der aktiven Fanszene anzutreffen. Natürlich wird bei solchen Fotos immer irgendwie versucht der Vereins/Viertelbezug zum Thema zu machen. Macht ja auch einen Großteil unseres Lebens aus. Ich mein: Ich hab keinen Freund ohne Fussballbezug – Urlaube und Hochzeiten werden nach dem Spielplan terminiert und am Spieltag kann man leider nicht auf ne Beerdigung gehen.

Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?

In meinem erweiterten Freundeskreis treiben sich ja so einige “Musikgrößen” rum – da gibt es schon interessante Typen mit denen es sicher spaßig wäre und die auch bereit wären sich von nem Typen wie mir ablichten zu lassen. Hat sich halt bisher nicht ergeben. Ein bestimmtes Projekt/Plan hab ich da nicht im Kopf – hab ich eh selten. :) Ich hab keine Ahnung, irgendwas wird sich da mal durch Zufall ergeben – darauf hinarbeiten eher nicht. Ich bin eh nicht so der Typ, der guckt wer was ist oder erreicht hat, ein Star ist. Ich kann nur mit Menschen was machen, die auch auf meinem Level sind, menschlich und politisch.

Man sieht von dir fast nur Portraitfotos, würdest du dich als Portraitfotograf bezeichnen oder wie stehst du z.B. zur Architekturfotografie?

Schwieriges Thema – mir hat es die Menschenfotografie angetan. Wenn ich Gebäude und/oder Landschaft fotografiere sieht das irgendwie immer naja aus. Ich krieg da einfach den Zugang nicht. Bei Menschen hast du viel mehr Möglichkeiten zu experimentieren und kannst mit Emotionen und/oder Launen spielen und davon profitieren. Ich mag‘s auch total Menschen in ihrer Umgebung abzubilden. Dort wo sie wohnen, sie sich wohl fühlen,  wo sie verwurzelt sind. Ich habe vor einem Shooting (doofes Wort) selten wirklich die Bilder im Kopf. Immer ein paar Ideen,  aber das meiste ergibt sich dann wenn man unterwegs ist. Ich treff mich mit den Leuten immer irgendwo in der Stadt und dann gehen wir los und gucken wie es sich entwickelt – probieren zusammen aus. Zwischendrin setzt man sich irgendwo zusammen hin quatscht, trinkt ein Kaffee oder Bierchen, raucht ne Zigarette und macht weiter. Ich hab die Erfahrung gemacht das die Leute sich dann deutlich wohler fühlen und sich auch öffnen. Entspannte Menschen sind auf Fotos irgendwie cooler. :)

Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie?

Ich denke beides ist wichtig. Zuallererst muss natürlich die Serie gut sein,  sonst biste ja selbst nicht zufrieden und der/diejenige, die du stundenlang gequält hast auch nicht. Wenn du Fotos veröffentlichen darfst,  finde ich,  muss auch dein Online-Portfolio / Website / whatever, vor allem zu dir und zu deinem Style passen.

Was möchtest du Fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?

Puh! Ich möchte meinen Weg weiter gehen, meinen Style (sofern ich den habe) weiterentwickeln und mehr Technik(en) lernen. Ich will das auch immer nur hobbymäßig machen und nur dann wenn ich Bock drauf habe.


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Gedanken-Wolke Mit Björn Lexius

Björns arbeiten habe ich vor ein paar Monaten entdeckt. Ich mag die Menschen die er fotografiert. Er stellt die “Marke”-Mensch in einen urbanen Kontext dar. Da war es für mich doch mal an der Zeit ein paar Fragen zu stellen.      

1. Hey Björn, stell Dich doch bitte kurz vor.
Hey Martin, mein Name ist Björn Lexius, bin 33 und lebe seit einigen Jahren in Hamburg. Gebürtig komm ich aus einer kleinen Stadt, welche sich im Niemandsland zwischen Ruhrpott und Münsterland befindet. Ist nicht weiter der Rede wert, sie war nur sehr prägend, wenn es darum ging ob man sein Leben eher konservativ oder alternativ auslegt. Wie das halt so ist, wenn eine Stadt zu gefühlten 90% aus Rentnern besteht, irgendwie schon immer CDU-regiert war und man selbst im Alter von 12 oder 13 Jahren Punkrock für sich entdeckt.
2. Was begeistert Dich zur Zeit?
Hm, gute Frage. Wirklich gute Frage. Ich lese zur Zeit "42×12 – The Cult of Fixed", ein Buch was sich mit Fixed-Gear Bikes und dem drumherum beschäftigt. Das ist sehr interessant, ansonsten tu ich mich grad wirklich schwer etwas zu finden wo ich sagen "ja, das begeistert mich total". Es gibt einige nette Platten, die ich mir zur Zeit gerne anhöre, Filme, die ich gucke, sowas halt.

3. Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Also ich hab vor vielen Jahren mit einer Point & Shoot Kamera mal angefangen Konzerte zu fotografieren in kleinen Clubs, eigentlich kam das dadurch, dass ich seit ich 16 oder so war immer in Bands gespielt habe und es auch interessant fand Momente festzuhalten. Ernsthaft würde ich sagen fotografiere ich nun seit ca. 2 Jahren. Ein guter Freund hat mir für einen Kurztrip nach London seine DSLR geliehen und kurz darauf habe ich mir dann meine erste eigene DSLR gekauft (welche ich noch immer nutze aber hoffentlich bald mal austauschen kann.) Ich habe dann auch wieder grösstenteils Konzerte fotografiert, etwas Street und halt so rumprobiert, was mir Spass macht. Nach einigen Wochen wurde ich eingeladen Teil des Team von http://www.facetheshow.com zu werden, wohl die bekannteste Fotowebsite, wenn es um Hardcore/Punk-Konzertfotografie in Europa geht.

4. Du scheinst deine Bilder ja öfters zu bearbeiten, was für Software benutzt du und wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?
Ich komme aus der Grafik-Ecke, habe einige Erfahrung in Agenturen sammeln können und bin auch seit einigen Jahren für Bands und kleine Plattenfirmen als Grafiker tätig. Daher ist natürlich eine Affinität auch zur Bildbearbeitung da. Ich arbeite mit einer Kombination aus Lightroom und Photoshop. Ich mags allerdings nicht Fotos zu sehr auf Hochglanz zu bügeln, evtl. weil ichs zu lang machen musste. Ist aber auch nicht mein Stil. Wo wir bei der Frage nach dem Stil wären… Kann ich dir leider nicht wirklich beantworten. Zum einen befinde ich mich natürlich noch immer in der Weiterentwicklung und probiere vieles aus. Ob man dort schon eine Handschrift erkennen kann müsstest du mir sagen oder jemand anderes, der oder die meine Arbeiten betrachtet. Es kommt aber auch dazu, dass ich z.b. meine 365Faces Serie, an der ich gerade arbeite, anders bearbeite als meine übrigen Bilder, einfach weil die natürlicher sein sollen und ich da nicht mit Cross-Processing oder so arbeite.

5. Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Da gibt es so einiges. Ich schaue mir sehr viele Filme an, wodurch ich auch versuche mal andere Blickwinkel zu entdecken. Natürlich stöber ich sehr viel auf Flickr, in Blogs, Büchern, Magazinen und schaue mir an, was andere Leute so machen. Die grösste Inspiration, auch wenn es total nach einem Klischee klingt, bringt das Leben mit sich. Rausgehen und Menschen und die Umgebung beobachten. Momente wahrnehmen… 6. Welche Fotografie-Webseiten kannst du unseren Lesern empfehlen?
Also ich klicke mich sehr sehr häufig durch Flickr, meine Freundin würde sagen, dass ich dort zu viel Zeit verbringe. Ich gucke mir dort die Bilder meiner Kontakte an oder suche nach neuen, interessanten und mir bis dahin unbekannten Fotografen. Sehr klasse finde ich 1x.com, wobei ich da oft aus Frust meine Kamera verkaufen möchte, einfach weil dort so viele unglaublich gute Fotos zu sehen sind. Dann kommen die Websites einiger Fotografen dazu und ein paar Blogs, die sich in meinem RSS-Reader befinden.

7. Wenn du Fotos machst, auf was achtest du? Dein inneres Gefühl oder ob technisches alles Perfekt ist?

Definitiv auf mein inneres Gefühl, wobei ich immer mehr merke, dass ich mich auch mehr um den technischen Aspekt kümmere. Ich glaube dadurch, dass ich eher von der Grafikbearbeitung und dem "den Moment einfangen" zur Fotografie gekommen bin, habe ich eine andere Herangehensweise, als jemand, der oder die eine klassische Ausbildung in dem Bereich genossen hat. Bei mir ist dann oft ein "naja, ist halt nicht ganz scharf aber die Stimmung kommt gut rüber" wichtiger gewesen. Anfangs und auch jetzt noch denke ich mir auch, passt nicht zu 100% mit der Belichtung aber lässt sich ja am Rechner regeln. Zur Zeit ärger ich mich dann doch aber mehr über kleine Schärfeverschiebungen. Aber am Ende zählt das fertige Bild und wenns mir gefällt ists mir dann eher unwichtig ob ich das nun durch die Nachbearbeitung oder schon durch ein perfektes Ausgangsbild erreicht habe. Dafür werden mich mit ziemlicher Sicherheit viele verdammen, aber da hat jeder einen anderen Anspruch denke ich, und das ist gut und wichtig.

8. Du fotografierst genau wie ich, die Menschen spontan auf der Straße ( 365faces.bjoernlexiusphotography.com ) wie gehst du auf dich Menschen zu? Was möchtest du mit deinem Projekt erreichen und findest du Markus Schwarze hat ein Patent auf diese "Art" der Fotografie?
Hauptsächlich möchte ich damit mein Auge für Menschen verbessern, auch was das Finden des besten Winkels für die Person angeht oder schnell mit der Lichtsituation umgehen zu können. Natürlich möchte ich auch Kontakte knüpfen. Dazu ist so ein Projekt ja sehr geeignet, da es mehr Leute auf deine Bilder aufmerksam werden lässt. Ich hatte erst vor wenigen Tagen das Erlebnis, dass ich jemanden auf der Strasse anspreche ob ich ein Foto von ihm machen dürfe und er schon davon gehört hatte, da ich einen Bekannten von ihm vor der Linse hatte. Sowas ist natürlich ein cooles Gefühl. Am Ende des Projektes möchte ich gerne eine Ausstellung mit den besten Bildern auf die Beine stellen.
Auf die Leute gehe ich sehr locker, zwanglos und offen zu, ich frage sie ob kurz einen Moment Zeit haben, stelle mich vor bzw mein Projekt und frage ob sie nicht Lust hätten ein Teil des Ganzen zu werden. Sehr viel hilft auch den Personen gleich eine Visitenkarte in die Hand drücken zu können.

Da Markus und ich ja beide in Hamburg unterwegs sind, habe ich mir die Frage auch schon gestellt. Ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich durch Markus’ Serie unter anderem auf die Idee kam auch so etwas durchzuziehen. Allerdings ist er ja nicht der Erste, der spontane Strassenporträts macht. Ich bin aber bekennender Fan, denn ich mag seine Art der Bearbeitung sehr gerne. War auch schon vor seiner Linse, allerdings hat mir dann ein kleines Mädchen den Rangabgelaufen und somit wurde mein Bild nicht veröffentlicht. Aber zurück zur Frage: da ja jeder Mensch irgendwie seine Umwelt anders wahrnimmt hat ja auch jeder einen andern Menschentyp, der auffällt und somit ist es trotzallem doch immer wieder interessant zu sehen, was z.b. dir bei deiner Serie 101 Helden auffällt an einer Person oder sonstwem an einem anderen Menschen interessant vorkommt.

9. Du selbst trägst einige Tattoos, kannst du sie uns erläutern? Jedes Tattoo hat doch eine Geschichte.
Oh, da habe ich einige und es werden stetig mehr. Generell lässt sich sagen, dass alle Tattoos, die ich habe, eine Geschichte haben und keins als reiner Körperschmuck da ist. Viele entstehen um gewisse Erlebnisse oder auch Lebensabschnitte zu dokumentieren, abzuschliessen oder sowas in der Art. Wiederum andere sind ein Tribut an z.b. Songs / Bands, die ich sehr gern mag oder sind Symbole für gewisse Einstellungen. Jetzt jedes Einzelne zu erklären würde zum Einen sehr lang dauern, zum Anderen auch sehr privat und persönlich werden. Ich würde ja sagen, guck dir Fotos von ihnen an, aber das würde hier den Rahmen sprengen, denk ich.

10. Was verbindest du mit Hamburg und wie würdest du die Fotografie-Szene in deiner Stadt beschreiben?
Hamburg, das ist für mich die Stadt meiner Wahl, die schönste Stadt Deutschlands. Das ist der FC St. Pauli, das ist Punkrock, das ist Lebensgefühl, das ist der Hafen. Ich verbinde viel mit Hamburg und ich kann sagen, dass es in Deutschland keine Stadt gibt wo ich lieber wohnen wollen würde. Zu der Fotografie-Szene kann ich nicht wirklich viel sagen, da ich mich nicht so sehr damit beschäftige zugebenermassen.

11.Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Kann ich dir leider auch nach langem Überlegen gerade nicht so beantworten. Ich glaube das ist eine Sache, die sich spontan ergeben muss. Es gibt Personen, die ich so interessant finde, dass ich sie gerne mal ablichten würde. Jacob Bannon z.b. wäre so eine Person. Er ist Sänger der Band CONVERGE (http://www.convergecult.com) und auch Künstler (http://www.jacobbannon.com) und er hat mich vor allem im grafischen Bereich sehr inspiriert.
12.  Hast du dich auf einen Style festgelegt? Würdest du sagen du bist ein Portrait-Fotograf oder begrenzt du dich nicht?
Ich glaube ich tendiere so langsam auf jeden Fall zur People-Fotografie. Ich merke, dass ich immer weniger Konzerte fotografiere, wobei ich das wieder ändern möchte. Meine Ideen bezüglich neuer Ideen für Serien drehen sich aber alle irgendwie um Menschen oder deren Lifestyle. Trotzallem werde ich aber auch immer wieder mal einen Photowalk machen und Architektur, Natur, Street fotografieren. Aufgrund der Rechtslage in Deutschland ist aber Street Photography einfach nicht so reizvoll, wie sie z.b. in London oder New York ist.

13. Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie? 
Ich würde sagen beides. Das Portfolio ist halt das Gesamte, in welchem sich aus einer Serie nicht all zu viele Bilder befinden sollten, damit es nicht zu langweilig wird. Eine interessante Serie mit einem Festen Thema hat aber sehr viele Reize. Ich plane zur Zeit an 2 weiteren Serien (neben dem 365 Faces Langzeitprojekt). Die eine dreht sich um tätowierte Menschen und die andere um Menschen und ihre Fahrräder.

14. Was möchtest du Fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?
Schwierige Frage. Ich denke man sollte Ambitionen haben und bloss nicht stagnieren. Ob ich nun mehr aus meiner Fotografie mache und vielleicht irgendwann mal Hobby zum Beruf machen möchte, darüber denke ich nach, denn, machen wir uns nichts vor, mit Anfang/Mitte 30 sollte man sowas eher machen als mit Mitte 40 aber ich bin ja auch noch sehr frisch in dem gesamten Metier. Ich kann bereits auf einige Veröffentlichungen meiner Konzertfotos zurückblicken und auch die ein oder andere Leinwand wurde verkauft, also sollte es schon irgendwie in die Richtung weitergehen.
15. Was hältst du von der Farbwolke und was würdest du evtl. verbessern wollen?Ich mag die Idee der Farbwolke, da ich ja nunmal auch den Grafik-Background habe und somit die Verbindung interessant finde. Ich mag es den Blog zu lesen und freue mich jetzt schon mehrfach Teil der Farbwolke gewesen zu sein. So ad hoc fällt mir keine Verbesserung ein, ich denke das Konzept ist schon gut, wie es ist. Da es nicht rein auf Fotografie reduziert ist, oder wie andere Blogs nur auf Technik finde ich es spannend.

Danke Björn für die tollen Antworten.

Wer mehr über Björn erfahren möchte kann sich folgendes anschauen:

Portfolio: http://www.bjoernlexiusphotography.com/portfolio/
365 Faces: http://365faces.bjoernlexiusphotography.com/
Blog: http://www.bjoernlexiusphotography.com/blog/
Twitter: http://twitter.com/bjoern_lexius

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Gedanken-wolke mit Valentina

Valentina hab ich über Twitter “entdeckt”. Mir gefällt ihre Bildsprache und ihr eigener Stil. Empfinde einige Ähnlichkeiten mit mir selbst. Eine sehr sympathisch wirkende 21 jährige Hessin. Bitte schaut euch auch ihren Blog an – sehr empfehlenswert.  

1. Hey Valentina, stell Dich doch bitte kurz vor.
Hey ;) Also mein Name ist Valentina und ich bin 21 Jahre jung und lebe zur Zeit in Hessen. Im Januar habe ich meine Ausbildung zur Mediengestalterin beendet und gehe seit neustem in Frankfurt am Main auf die Fachschule für Gestaltung. Dort mache ich zur Zeit meinen staatlich geprüften Gestalter und meine Fachhochschulreife inkl. meinen Ausbilderschein :) In meiner Freizeit unternehme ich wie viele andere auch, sehr gerne was mit meinen Freunden und meinem Freund. Meine größte Leidenschaft neben der Mode ist natürlich auch die Fotografie.

2. Was begeistert Dich zur Zeit? (Musik/Ausstellung/Buch/…)
Hm… sehr gute Frage! Da ich erst seit kurzem wieder in der Schule bin, habe ich wieder meine Lust am gestalten und am zeichnen gefunden. Vereinfacht kann man sagen, dass mich im Moment alles was meinen Kreativenimpuls steigern kann auch begeistert, dass heißt: Fotografie, Mode, Kunst und Mediengestaltung.
3. Du hast einen sehr "romantischen" Stil, bist du selbst eine Romantikerin? Wie hast du dir diese sehr selbständige Bildsprache angeeignet?
Dankeschön! Ich würde nicht sagen, dass ich eine typische Romantikerin bin. Ich kleide mich oft selbst recht romantisch, mit viel rosa und auch Rüschen und den ganzen Schnickschnack. Jedoch habe ich auch meine "Phasen" in denen ich mich gerne etwas rockiger kleide. Ganz nach meiner Stimmung eben. Und genauso ist es auch mit der Fotografie. Da ich sowieso eher Frauen als Männer vor der Linse habe, übertrage ich meinen Kleidungsstil auch gerne auf die Models. Dabei überwiegt natürlich der "romantische" Teil, klar! Ich weiss zudem nicht, ob ich mir wirklich irgendwas bewusst angeeignet habe, ich denke einfach das in jedem von uns etwas steckt was einfach mit der Zeit (und nach mehrfachem probieren, auf die Fresse fallen und wieder aufstehen) immer ein kleines bisschen aus uns rausgekitzelt werden muss :)

4. Wie empfindest du die gesamte fotografische Entwicklung von Digital zu Analog, wärst du ohne die digitale Technologie überhaupt zur Fotografie gekommen? 
Ich denke ja! Mein Vater hat früher in seiner Freizeit oft fotografiert und wir hatten bei uns zu Hause im Keller auch ein eigenes Fotolabor. Dort hat er seine Filme entwickelt und auch zum trockenen gehängt. Somit kann man sich eigentlich denken was nun kommt: Ich kam sehr schnell mit der analogen Fotografie in Berührung und hatte sofort von meinem Vater die analoge Kamera in die Hände gedrückt bekommen. Grade dadurch kam ich erst zum fotografieren, obwohl es natürlich als Kind eher als kinpsen durchgehen sollte.

5. Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Sehr schöne Idee! Viele Menschen, oder Fotografen/Mediengestalter im Allgemeinen machen meiner Meinung nach einen Fehler: Sie versuchen das Rad immer wieder neu zu erfinden. Jeder hat hat schonmal etwas in irgendeiner Weise so gemacht, wie man es selbst sich vielleicht auch vorstellt. Deswegen schaue ich mir zur Inspiration gerne Zeitschriften, Sedcards von Models und natürlich andere Bilder von Fotografen an. Es ist nichts dabei irgendwoher seiner Inspiration zu holen oder auch: etwas ähnlich zu fotografieren. Jedoch sollte man dabei beachten, wirklich auch seinen eigenen Stil reinzubringen, Sachen zu verändern und nicht 1:1 kopieren. Dies könnte nämlich recht unangenehm werden ;)

6. Welche Fotografie-Webseiten kannst du unseren Lesern empfehlen?
Leider keine direkten Fotografie Webseiten, nur ein Forum für Fotografen: www.dslr-forum.de

7. Wenn du Fotos machst, auf was achtest du? Dein inneres Gefühl oder ob technisches alles Perfekt ist? 
Ich finde technisch perfekte Fotos nicht PERFEKT. In dem Sinne, dass das Bild für mich dann ideal ist. Ich finde das der technische Aspekt gerne auch mal kreativ sein muss. Viele verbinden mit der Technik gleich das ideale Bild: perfekte Belichtung und perfekte Schärfe. Ein Bild muss Emotionen haben, es muss was ausdrücken und auch etwas wiederspiegeln. Das kann ein über bzw. unterbelichtetes Bild genau wie ein verschwommenes Bild. Deswegen gehe ich immer nach meinem inneren Gefühl, es muss einfach optisch passen.

8. Du führst deinen Blog http://alwayslikeafeather.blogspot.com  was hast du für Ziele / Visionen mit diesem Webseiten Projekt?
Ja, seit einiger Zeit führe ich den Blog. Nach der Schließung eines gemeinsamen Blogs mit einer Freundin, habe ich lange hin und her überlegt. Baust du einen neuen Blog auf und lässt du es ganz bleiben? Doch die Leidenschaft zu Mode und auch das schreiben ansich, haben dazu geführt das ich neue Energie gefasst habe und meinen eigenen Blog erstellt habe. Nach meinen Visionen, nach meinen Ideen. Ich verfolge keine besonderen Ziele mit meinem Blog, ich möchte nicht damit Geld verdienen und richtig "groß rauskommen". Es geht einfach darum: andere zu Inspirieren, sich selbst immer wieder neu zu entdecken und natürlich den Spaß am bloggen zu behalten. Ich bin so unglaublich froh darüber, dass ich damals meinen Blog neu eröffnet habe und jeder einzelne Besucher und jeder einzelne Kommentar ist die Bestätigung und die Entlohnung dafür, sich Nachmittags hinzustellen Bilder zu bearbeiten und sich vor den Laptop zu hocken und eine halbe Stunde an einem Blogeintrag zu hängen :)

9. Mit welchen Alter hast du Angefangen, kreativ zu werden? Und wann hast du es bewusst wahrgenommen?
Schon in der Schule, als alle anderen Kinder beim Ausmalen die Schmetterlinge oder andere Tiere exakt nach den Linien die vorgegeben waren ausgemalt hatten und alle die selben Farben rot blau,grün,gelb verwendet haben, habe ich in diese Flächen immer noch mit anderen Farben irgendwelche Muster reingemalt :) Ich habe meine Kinderzimmer immer anders gestaltet als andere Kinder, ich hatte nie Poster an der Wand hängen von irgendwelchen Bands oder Stars. Ich habe meine Wände immer bemalt oder hatte Fotografien hängen. So bekommt man das immer mal Stück für Stück mit, dass man selbst immer irgendwie auf etwas kommt auf die andere vielleicht garnicht erst kommen :)

10. Welche 3 Seiten besuchst Du regelmäßig?
Morgens sitze ich meistens mit einer Tasse Kaffe oder Tee in der Hand und checke erstmal alles auf FACEBOOK.COM, TWITTER.COM und BLOGLOVIN.COM ab :)

11.Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Ganz ehrlich? Ich habe keinen Künstler oder Fotografen den ich verehre und dessen Bilder ich ausnahmslos beeindrucken und superdupi finde :) Aber der Stil von Lara Jade gefällt mir ausgesprochen gut, weil eben wie meiner oft sehr romantisch ist. Ich wüsste nun kein bestimmtes Projekt an dem ich mit ihr arbeiten wollen würde, aber was ich mir richtig gut mit ihr Vorstellen könnte, wär Hochzeitkleider oder Trauungen zu fotografieren ;)

12.  Hast du dich auf einen Style festgelegt? Würdest du sagen du bist ein Portrait-Fotograf oder begrenzt du dich nicht?
Nein, ich begrenze mich nicht. Ich fotografiere neben Menschen auch sehr gerne Pflanzen. Die Natur ist das Schönste was wir haben und die Natur schafft unglaublich schöne Eindrücke mit Licht, Farben und Stoffen die einfach gerne von uns übersehen werden. Die Details wenn zum Beispiel eine Blume vom Morgentau umgeben ist. So was halte ich auch unglaublich gerne fest.

13. Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie?
Hm… beides ist wichtig. Aber mir persönlich ist eine Foto Serie wichtiger :)

14. Du twitterst ja sehr Aktiv, warum gefällt dir Twitter und was für andere Kommunikationswege benutzt du noch?
Ohja! Also ich das erste mal von twitter gehört habe, dachte ich mir nur: "Ohje! So ein Blödsinn wieder!" Aber es macht einfach unglaublichen Spaß aus der Schule/Arbeit oder aus dem Zug raus einfach etwas zu schreiben, was einem gerade durch den Kopf geht. Interessant zu lesen ist es auch, was Menschen genau in dem selben Augenblick auch denken/machen :) Neben twitter bin ich zur Zeit noch sehr aktiv in Facebook :)


15. Was hältst du von der Farbwolke und was würdest du evtl. verbessern wollen?

Ich mag die seite. ich mag es auch, dass so viele verschiedene Themen aufgegriffen werden wie Fotografie, Webdesign und Print :) Super Inspirationen und wunderbare Künstler die ihr da vorstellt. Jetzt auf Anhieb wüsste ich nicht, was ich genau an der Website verändern würde. Ist alles übersichtlich und gut gestaltet, top! :)

Dank dir für dieses tolle Interview.

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Im Chat mit Stilpirat

Hey Steffen, was gab es heute zum Mittag bei dir?
Fisch Galore! Meine Frau macht gerade so ne Diät mit leckerem Essen… ich profitiere also in mehrfacher Hinsicht…

Wie bist du eigentlich zur fotografie gekommen?
Mein Vater ist Fotograf. Sagen wir es mal so: Es ergab sich!
06_Brautpaarshooting_2_022
Was machst du derzeit beruflich?

Noch vor einem Jahr hätte ich Dir ne Latte Skills um die Ohren gehauen. Heute kann ich mit einem Wort antworten: Fotograf.
just_married
Was ist passiert? Was hat dich zu dieser Veränderung bewogen?
Ich hab 15 Jahre im Grafik- und Webdesignbereich gearbeitet… Ein Stück weit bin ich sicherlich “ausgebrannt”. Meine Toleranz sank mit jedem Job. Ich hatte keine Lust mehr, schwafelige Briefings von Wäregern-Grafikern zu bekommen und am Ende der Gestaltungs-Sklave zu sein. Nach so langer Zeit entwickelst Du ein Gefühl dafür, wie Gestaltungselemente platziert werden. Der Kunde jedoch will permanent sein Logo größer und verliert die Botschaft komplett aus den Augen. Dabei sind die meisten Kunden komplett “beratungsresistent”,. Ich kam mir immer vor wie auf dem Schlachtfeld: Ein paar Winkelzüge hier – einen Haken da – etwas Schach dort. Am Ende ist das Ergebnis oft ein einziger Kompromiss von beiden Seiten… und das sieht man dem Ergebnis dann auch an. Die meisten meiner “Wow”-Arbeiten sind komplett ohne zu tun des Kunden entstanden… Ein Foto hingegen ist gemacht. Ende der Geschichte!
Vanessa-Auto4
Wie schwer ist dir dieser Schritt gefallen? Was für ein Risiko bist du dabei eingangen? Gerade auch finanziell? Ist jetzt eine Last von dir abgefallen?
Es gehört sicherlich Mut dazu, dass Ruder komplett herumzureissen. Fotografiert hab ich ja schon immer… nur eben nicht als Haupterwerb. Ich hab in den Weihnachtsferien letzten Jahres einfach mal eine Business-Seite als Fotograf (www.heidefotograf.de) ins Netz gestellt und eine Google Adword Kampagne geschaltet. Ich hatte gleich in der ersten Woche 4 Anfragen… Insofern bin ich relativ weich gefallen…  Den schönsten Moment hatte ich übrigens in diesem Jahr als ich einen Supergroßen und lukrativen Job für einen namhaften Kunden abgelehnt habe. Ich fühlte mich plötzlich so verdammt frei…
bubbles
Auf was in der Fotografie hast du dich spezialisiert? Was fotografierst du am liebsten?
Die Arbeit als Hochzeitsfotograf hat sich relativ schnell von selbst “spezialisiert”. Hier bin ich eigentlich fast jedes Wochenende unterwegs. Einfach weil es sich so ergab und hier die meisten Anfragen kamen. Mittlerweile mache ich das total gern. Am Liebsten ganze Hochzeitsreportagen. Ich begleite die Paare vom morgendlichen Aufstehen bis tief in die Nacht. Diese Art des Storytelling ist megaspannend! Du lernst einen Haufen netter Leute kennen und kriegst ne Menge Geschichten mit…  Und es schult das eigene Auge ungemein!
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Hast du eigene Regeln die du während so eines anstrengenden Tages verfolgst? Kann mir gut vorstellen das man auch vor Langweile vom Stuhl kippen kann.
Langeweile? Du hast sowas noch nie gemacht oder? Du bist 14 Stunden komplett unter Strom! So eine Hochzeit ist komplett durchgeplant meist Monate und Jahre im voraus. Dir knallen die Events an solch einem Tag nur so um die Ohren. Du bist froh, wenn mal 10 Minuten nichts passiert, daß Du mal auf´s Klo kommst…
svenwiesner
Vielleicht ist Langeweile falsch ausgedrückt. Meinte eher Regeln ala “ich fasse gar keinen Alkohol” an. Gibt es Fettnäpfchen in die du schon getreten bist?
Alkohol verbietet sich von selbst. Fettnäpfchen lagen auch noch nicht im Weg. Ich hab meinen Tag eigentlich genauso minutiös geplant wie das Brautpaar. Ich schreibe mir im Vorgespräch den Ablauf genauestens auf und nutze jede freie Minute mit der Vorbereitung auf den nächsten Programmpunkt. Ich reise mittlerweile auch schon mit allerhand Geraffel, den ich ohne Assistenz teilweise gar nicht mehr wuppen könnte.hochzeit-hamburg
Stehst du lieber komplett unter Strom oder lässt du dir am liebsten für ein Motiv länger Zeit?
Ich stehe am Liebsten komplett unter Strom. Das hält wach und schärft die Sinne. Für ein Motiv nehme ich mir eigentlich gar keine Zeit… ich sammle Momente ein… die sind so schnell vorbei…
oliverwnuk
Also lässt du es auch lieber laufen?
Ja absolut! Hin- und wieder hab ich zwar auch mal Gelegenheit zu inszenieren, was auch tierisch Spaß macht. Allerdings ist in dieser Situation ein völlig anderes Ziel im Fokus. Bei Hochzeiten kannst Du beim Brautpaarshooting manchmal ein bisschen inszenieren. Aber nur bis zu einem gewissen Maß… Du hast in der Regel ja auch nur eine halbe Stunde… Portraet-Foto-schwarz-weiss

Du hast zur WM ein Fotoprojekt mit dem Namen “Schlaaand.net” vorgestellt. Wie ist die Resonanz? Bist du zufrieden?
Ja sehr! Ich hätte nie im Traum daran gedacht, daß das Projekt so einen Haufen Arbeit macht! Jeden Tag die Einsendung posten und Texte dazu schreiben, alle Fotos und Texte so sichern, dass man sie wiederfindet… Und am Ende das Fotobuch gestalten… Hat auch noch mal einen ganzen Tag verschlungen. Aber es ist supergeil geworden! Neulich war ich auf einer Werkschau von Paul Ripke als ein mir unbekannter Typ vor mir steht und mich ganz aufgeregt mit Namen begrüsst… Es war der Gewinner des Schlaaand-Wettbewerbs, der sich tausendmal bedankt hat! Nette Begegnung!
Golferhochzeit005
Planst du weitere Projekte  dieser Art? in welche Richtung soll sich dein Blog stilpirat.de entwickeln?
Klar! Sobald mir wieder eine spinnerte Idee kommt, leg ich wieder los! Mein Stilpir.at Blog ist hierfür genau die richtige Plattform. Die Portfolio Seite www.Stilpirat.de will ich trotzdem weiterführen. Allerdings nur noch als Fotograf. Ich hab so eine 2-Marken Strategie: Die Heidefotograf.de ist meine Plattform für das Alltagsgeschäft. Die Stilpirat.de soll vor allem an jene fotografisch interessierte gerichtet sein, bei denen es gern auch mal ein wenig punkig zugehen darf.

Wenn du die Wahl hättest: Welche berühmten Persönlichkeit würdest du gerne ein mal ablichten? Und bei was?
Auch wenn es Dich enttäuscht: Berühmte Persönlichkeiten sind mir komplett schnuppe! ich würde lieber die unbekannte Oma aus dem dritten Stock porträtieren, oder jemand Fremdes spontan auf der Straße.

Und mit jemanden bekannten zusammenarbeiten? Inspiriert dich ein anderer Fotograf / Künstler?
Oh ja! Ich würd gern mal für ne Zeit beim Duckduck Collective(http://duckduckcollective.com/blog/) unterkommen oder bei Paul Ripke (http://www.paulripke.de/) – ich wollte mich immer mal bei seiner Aktion “Assi für einen Tag” bewerben…

Ich wurde im Gegenzug auch von Steffen interviewt – könnt ihr gerne hier lesen.

Steffen im Web:

-> stilpir.at Weblog
-> stilpirat.de
-> Heidefotograf.de
-> Flickr Stream
-> Twitter

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Gedanken-Wolke mit Ken Knoll (Younghill)

Ken habe ich durch die Arbeit als Jury-Mitglied des “Schlaands Fotowettbewerbs” entdeckt. Dabei hab ich mir sein Portfolio und seine Fotos einmal näher betrachtet. Dabei kam mir die Idee zu diesen Interview.

1. Stell Dich doch bitte kurz vor.
warnemuendeHallo zusammen! Ich heiße Ken Knoll, bin mit Leib und Seele Fotografie-Begeisterter und Student (dieser Leidenschaft gehe ich in Darmstadt nach). Ich fotografiere schwerpunktmäßig Menschen, lege mich aber ungerne darauf fest. Ich schieße, was mir kurios oder "besonders" erscheint.

Seit nicht allzu langer Zeit habe ich angefangen, auf meinem Blog über meine Bilder zu erzählen und freue mich über den Austausch, der so zustande kommt.

2. Was begeistert Dich zur Zeit?

Da gibt es zum Beispiel Markus Schwarze (day.fotowusel.de), der in Hamburg tolle Bilder von Passanten macht. Er ist eine Rieseninspiration und hat mir überhaupt den Mut gegeben, einfach mal irgendwelche Leute für Straßenportraits anzusprechen. Meine noch recht neue große Leidenschaft gilt strobist.blogspot.com. Ich habe früher fast ausschließlich natural-light fotografiert und tauche dank David Hobby, der eine unglaublich interessante und lesenswerte Seite unterhält, immer tiefer in die Welt der "Strobisten" ab. Ansonsten lese ich zur Zeit begeistert Bücher von Joe McNally (The Moment it  Clicks) und Michael Grecco (Lighting and the Dramatic Portrait). Von diesen Büchern lerne ich, dass ein gutes Foto zwar oft auch eine Glückskomponente beinhalten kann, aber meist das Ergebnis einer sehr guten Vorbereitung ist.

3. Laut deinem Blog fotografierst du viele WM-Fans, hat dir die 
Weltmeisterschaft bisher gut gefallen? Für welches Team bist du? Und  was reizt dich diese Fans zu fotografieren?
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Die Weltmeisterschaft scheint sich wieder zu einem Sommermärchen zu entwickeln! Ich habe großes Spaß, dem deutschen Team beim schönen Spiel zuzusehen und genieße die gelöste Stimmung bei uns in der Stadt. Die Fans sind ausgelassen, fröhlich und strahlen von innen heraus. Diese Zutaten alleine machen für mich schon die halbe Miete für ein gutes Foto aus – ich muss eigentlich nur noch draufhalten und abdrücken. Die Bilder sollen ein Dokument für diese wahnsinnig tolle Stimmung sein und der Welt zeigen, wie in Deut schland gefeiert wird.

Insbesondere finde ich den Aspekt der Diversität interessant: Ich wohne in einer Studentenstadt, es gibt Menschen in allen Farben und Formen – und dennoch tragen die meisten ein Deutschland-Trikot, haben eine Deutschland-Flagge umhängen oder ins Gesicht gemalt… Fußball verbindet die Menschen, und das finde ich toll!

4. Du führst deine Webseite auf Englisch. Gibt es dafür einen speziellen Grund oder magst du es einfach nur ein wenig Internationaler gestalten?image006

Ich lese sehr viel in englischsprachigen Blogs und Büchern und denke in vielen Situationen tatsächlich intuitiv an die englischen Begriffe des Fotografierens. Dazu habe ich einige Freunde auf der ganzen Welt und hatte diese Seite ursprünglich als Foto-Zeig-Seite für meine Freunde gedacht. Das ganze ist dann natürlich etwas darüber hinaus gewachsen, weil ich die Fotos auch anderen zeigen und die Geschichten hinter meinen Bildern erzählen wollte. Ich finde die Entstehungsgeschichten hinter Fotos unglaublich spannend – und meine eigenen Geschichten zu erzählen, hilft mir auch, etwas darüber zu reflektieren – und es für später mal festzuhalten.
 
5. Wie empfindest du die gesamte fotografische Entwicklung von Digital  zu Analog, wärst du ohne die digitale Technologie überhaupt zur Fotografie gekommen?

Ich habe wie so viele mit der alten Spiegelreflex meines Vaters angefangen, einer Asahi Pentax. Ich habe etwas über Blende, Brennweite, Belichtung und Filme gelernt – aber als armer Student nie wirklich das Geld gehabt, die Fotos im großen Umfang zu verballern, was aber nötig ist, wenn man besser werden will. Daher ist sehr schnell der Wunsch nach etwas digitalem gereift – ich habe aber nie eine "Knipse" besessen, sondern habe direkt mein Geld zusammengekratzt und mir eine gebrauchte EOS 300D gekauft. Diese Entscheidung war die beste, die ich je getroffen habe! Die digitale Fotografie ist eine riesige Spielwiese, ich habe lange bevor ich selbst fotografiert habe schon in Photoshop rumgebastelt und konnte so meine Interessen verbinden. Momenten ist ja der Retro-Analog-Look sehr gefragt und jedes alte, analoge, körnige Bild wird sehr gelobt – ein bisschen Nostalgie ist auch was schönes, ich "entwickle" meine Bilder auch ganz gerne mal etwas "cross" – und mit den digitalen Daten ist das eben sehr einfach.

6. Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf  Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?

Ich habe ja oben die Bücher und Blogs erwähnt – da kommen die meisten meiner Ideen her. Ansonsten browse ich eigentlich täglich durch VIEW (und hatte mich riesig gefreut, dass mich die Jungs dort gefeatured hatten) und sammle teilweise sehr konkret Inspirationen für geplante Shootings. Die Bilder schmeiße ich in einen Inspirations-Stream, das geht mit Snipi (dringend mal angucken) mit einem Klick. Seiten wie farbwolke sind für mich Schatzkisten, auf denen ich tagelang rumbrowsen könnte. Seltsamerweise ist meine Online-Aktivität eigentlich erst später erwacht, ich habe relativ isoliert angefangen zu fotografieren und stelle heute rückblickend fest, dass ich früher die gleichen "Fehler" wie die meisten Anfänger gemacht habe – und das ist wohl auch gut so! Auch ich bin einst in das HDR-Loch gefallen…

;)

7. Mit was für Equipment fotografierst du?image006 (1)

Früher hätte ich mich wohl ausschließlich als Available-Light-Photographer bezeichnet. Heute eher als Low-Budget-Photographer. Ich habe die die meisten meiner Fotos mit besagter 300D gemacht und bin seit neuestem stolzer Besitzer einer alten 5D. Ich habe schon recht früh von dieser Kamera geträumt und bin nun sehr glücklich mit dem schönen Stück. Ich habe im Prinzip keine tollen Linsen, abgesehen von meiner 50 f/1,8, die ich sehr liebe. Ich habe früher einfach mal blind "hauptsache Brennweite" irgendwelche sogenannten Flaschenböden gekauft (wie das 35-135 f/4-5.6), die nicht toll sind, aber die ich nunmal benutze, solange ich mir keine besseren Gläser mit rotem Ring leisten kann. Ansonsten bin ich überzeugter Selbstbastler: Mein neues Strobist-Hobby hat mich zumindest dazu geformt. Eine selbstgenähte Schirm-Softbox, drei umgebaute alte Aufsteckblitze von Metz und Minolta, ein paar Ebay-Fernzünder und jede Menge Krimskrams wie Farbfolien, Reflektoren, Klammern, Schirmneiger… es nimmt immer weiter zu.

8. Was würdest du als einer deiner besten Arbeiten bezeichnen?

Ich glaube, das ist aus der eigenen Sicht immer sehr schwierig zu beurteilen. Meine Bilder beinhalten immer auch eine emotionale Komponente, die mich in die Situation zurücktransportiert. Daher habe ich zum Beispiel eine innige Verbindung zu dem Kornfeld-Foto, das die Erinnerung an einen wunderschönen Urlaub auf Usedom wachruft. Oder das Auto, das ich auf einem Roadtrip in den USA irgendwo in der Wüste Arizonas mitten in der Nacht fotografiert habe. Das gleiche gilt für die Lombard Street in San Francisco oder die freundliche alte Frau aus Argentinien. Meine aktuelle Serie macht mir sehr viel Spaß, obwohl die Bilder spontan, und "einfach" sind. Sie sind ein bisschen back-to-the-roots, kein Licht, einfache und schnelle Portraits, die aber eine Stimmung festhalten. Es gibt auf der anderen Seite auch Bilder, die technisch eine Herausforderung darstellen – aber unabhängig von der Frage, wieviele Lichtquellen, welche Blende oder welche sonstigen Dinge berücksichtigt wurden, ist die emotionale Verknüpfung für mich das wichtigste.

9. Mit welchen Alter hast du Angefangen, kreativ zu werden? Und wann > hast du es bewusst wahrgenommen?
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Das ist sehr relativ: Ich habe schon als kleines Kind mit analogen Kameras "geknipst" – natürlich ohne künstlerischen Anspruch. Ich habe spät angefangen, mir über  Gestaltungselemente wie Blende, Schärfentiefe, etc. Gedanken zu machen. Lange vorher, vielleicht mit 15 oder 16, habe ich allerdings schon in Photoshop rumgespielt und mich an Webseiten-Designs probiert.

10. Welche 3 Seiten besuchst Du regelmäßig?

Eigentlich immer alle beschriebenen Blogs rauf und runter. Strobist gehört dabei aber zur ersten Adresse. Ich schaue auch gerne ins DSLR-Forum und auf VIEW.

11.Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und  an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?

Ich würde gerne mit Joe McNally und David Hobby ein paar "spektakuläre" Shoots an geilen Locations machen. Ansonsten gibt’s da einen gewissen ONDRO, der spektakuläre Bilder von "bösen Jungs"(Rapper, etc) macht. Ihm würde ich gerne mal über die Schulter gucken.

12.  Für welche Firma würdest du gerne einmal arbeiten?

Die Standard-Antwort müsste nun eigentlich Google heißen, aber am liebsten würde ich für meine eigene Firma arbeiten :) Ich habe mit meinem besten Freund einiges in Planung und wir sind dabei, Fuß im Bereich des "Crowdsourcings" zu fassen.

13. Was ist dir wichtiger, ein schönes eigenes Online-Portfolio oder  eine perfekt abgegeben Arbeit?image020

Mir ist die Präsentation des Portfolios zwar schon wichtig, aber ich habe nicht die Zeit, es perfekt zu machen. Daher konzentriere ich mich meistens auf die Fotos.

14. Du benutzt ja ein Blog-System für deine Webseite und sicher andere  Social-Network Plattformen, wo siehst du den Sinn in solchen  Online-Tools, und was bringen sie dir?

Ohne WordPress wäre mein Leben traurig und grau! Ich benutze Facebook und solche Netzwerke, um immer mal wieder meinen Freunden ein Update zu geben über neue Projekte, Fotos, etc – und bekomme so schnelles und einfaches Feedback. Ohne geht’s nicht (mehr)!

15. Was hältst du von der Farbwolke und was würdest du evtl.  verbessern wollen?

Farbwolke finde ich einfach klasse! Ihr präsentiert sehr geschmackvoll und stilsicher tolle Portfolios und Bilder, die Aufmachung ist klasse.

Wenn ihr die Künstler noch mehr zu Wort kommen lasst, und mal konkret Entstehungsgeschichten zu bestimmten Bildern nachfragt, wird es vielleicht sogar noch interessanter. Aber ich kann nur sagen: Bitte so weitermachen!

Infos zum Interviewpartner:
>> Porfolio >> http://younghill.net

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Gedanken-Wolke mit André Duhme

Heute mit André den ich nun schon etwas länger über das Internet kenne. Ein guter Fotograf und derzeitiger Student. Folgt seinem Twitter-Account oder schaut auf seinem Foto-Blog vorbei.

1. Stell Dich doch bitte kurz vor.
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Hallo, ich bin André und mit meinen 25 Jahren gerade in der Phase meines Lebens, in der sich viele Wege auftun und sich einiges entscheiden wird. Zur Zeit bin ich noch Student, aber mit meinen Gedanken schon mehr im Morgen, als im Heute.

2. Was begeistert Dich zur Zeit? (Musik/Ausstellung/Buch/…)

Es sind oft die kleinen Dinge, die gerade um Ecke kommen, wenn man gerade mit etwas ganz anderem beschäftigt. Oft sind es Musikvideos, Kurzfilme, oder was auch immer das Internet mir vor die Füße schmeißt. In den letzten Wochen waren es:

http://vimeo.com/6540668

http://vimeo.com/7640196

http://vimeo.com/5020497

3. Du studierst in Wernigerode, was genau und warum genau dieser Studiengang?

Ich studiere hier Medieninformatik, was zunächst einmal nach einer guten Wahl aussah. Ich stamme aus der Nähe, es gibt keine Studiengebühren und der Designanteil ist sehr hoch, wenn man mit anderen Studiengängen dieser Art vergleicht. Anfangs hat mich auch die Kombination von Design und Informatik gereizt, sah ich doch hier die Zukunft. Computergrafik, Animation oder Webentwicklung waren Bereiche in denen ich mich bisher kaum versucht hatte. Jetzt im 5. von 7 Semestern habe ich meine Neigungen noch weiter ausgebaut, auch neues gelernt, aber ich blicke oft etwas neidvoll und wehmütig auf die Projekte und Inhalte an anderen Hochschulen. An der HS Harz wird leider viel Potential verschenkt.

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4. Wie empfindest du die gesamte fotografische Entwicklung von Digital zu Analog, wärst du ohne die digitale Technologie überhaupt zur Fotografie gekommen?

Ich besitze mittlerweile auch einige analoge Kameras und taste mich seit ein paar Monaten hier voran. Es ist puristischer, ein Handwerk. Ich denke früher oder später wäre ich in jedem Fall bei der Fotografie gelandet, jedoch lernt man mit dem digitalen Werkzeug viel schneller. Die ersten Erfolge kommen schnell und die Nachbearbeitung lässt viel Raum sich kreativ auszuleben, jedoch begreife ich die Beschränkung, welche dem Fotografen mit einer analogen Kamera auferlegt werden, als Motor für die eigene Kreativität. Statt einfach darauf zu halten, statt Vorsprung durch Technik, lernt der Fotograf seine Vorstellungskraft viel intensiver einzusetzen.

5. Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Das Internet hält eine schier unendliche Fülle an Inspiration bereit. Wenn jemanden mich mit einer Arbeit erstaunt, verspüre ich immer den Wunsch es nachzumachen.

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6. Welche Fotografie-Webseiten kannst du unseren Lesern empfehlen?

Jedes Portfolio, jeder Flickr-Stream, einfach alles von den Leuten, deren Bilder euch gefallen. Wenn man nicht weiß, um wem es sich dabei handelt, hilft http://www.tineye.com/.


7. Wenn du Fotos machst, auf was achtest du? Dein inneres Gefühl oder ob technisches alles Perfekt ist?

Ich fotografiere, gestalte und filme um die Zeit festzuhalten, wenn man so will, die Emotionen greifbar zu machen. Es kann also nur eine Antwort auf diese Frage geben. Wenn der Betrachter des Fotos etwas von dem fühlt, was ich empfunden habe, als ich das Foto schoss, habe ich alles richtig gemacht. Manchmal braucht es dafür technische Perfektion, oft genau das Gegenteil. Ein Gespür für den Moment kann also nicht schaden.

8. Was hältst du von Lightwriting billige Effekthascherei oder aufwendige Kunst ?
Ich wollte vor kurzem erst selbst Lightwriting für ein Typografieprojekt verwenden. Leider ließ es die Zeit und auch die Aufgabenstellung nicht ganz zu. Für Experimentelles keines falls Effekthascherei und ich bin mir sicher, dass man da auch früher oder später etwas in einigen der bekannten Museen finden kann.

9. Mit welchen Alter hast du Angefangen, kreativ zu werden? Und wann hast du es bewusst wahrgenommen?
Die Frage lässt sich schwer beantworten. Als Kind habe ich gern gezeichnet, später viel ausprobiert. Ich werde mich immer verändern und ich versuche auf keinen Fall stehen zu bleiben.

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10. Welche 3 Seiten besuchst Du regelmäßig?

1. http://stylespion.de/

2. http://fffflckr.com/

3. http://freundevonfreunden.com/



11.Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?

Ich verfolge seit einiger Zeit das Schaffen von Mike Piscitelli ( http://www.mikepiscitelli.com/ ). Seine Regiearbeiten bei einigen Musikvideos hat sehr meinen Geschmack getroffen und auch seine Fotografien sprechen mich an. Er inszeniert einfach mit manchmal geringen Mitteln schöne und ehrliche Werke, welche sich von vielen anderen Produktionen deutlich abheben. Ich glaube bei einem solchen Projekt könnte ich mich durchaus wohl fühlen.

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12.  Hast du dich auf einen Style festgelegt? Würdest du sagen du bist ein Portrait-Fotograf oder begrenzt du dich nicht?
Für Landschaft und Architektur muss man viel Reisen. Vor der Haustür spazieren dafür viele interessante Menschen auf und ab. Selbst festgelegt habe ich das nicht, was ich nun machen möchte. Ich probiere aus und versuche aus Defiziten und Neigungen eine Balance herzustellen.

13. Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie?

Bei einer Bewerbung würde ich immer auf ein ansprechendes und individuelles Design auf hochwertigem Papier setzen. Ebenso verhält es sich mit einem Online-Portfolio. Wer jedoch nur beim Portfolio Qualität liefern kann, sollte eventuell lieber als Webdesigner aktiv werden.

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14. Du twitterst ja sehr Aktiv, warum gefällt dir Twitter und was für andere Kommunikationswege benutzt du noch?

Ich begann Twitter zu nutzen, als ich sehr eingespannt war und bemerkte, wie die Kommunikation mit Freunden und Bekannten einbrach. Dank Twitter weiß trotzdem jeder bescheid und bekommt etwas von meinem Leben mit. Dazu bietet Twitter eine gute Möglichkeit sich zu vernetzen und neuen Input zu erlangen. Wenn du die richtigen Leute kennst, kommst du auch weit. Eine Konstante die als Regel verstanden werden sollte.


15. Was hältst du von der Farbwolke und was würdest du evtl. verbessern wollen?

Die Farbwolke tastet sich ja schon munter zum Bewegtbild vor. Sicherlich eines meiner persönlichen Interessen, wenn ich mir da mehr wünsche.

Danke André für das tolle Interview.

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