die Sucht: Fotografie!
Ich breche für sie in verlassene Häuser ein. Ich klettere über Zäune und Wände. Suhle mich in Glasscherben, mache mir für sie die Hose kaputt. Schmeiße mein Körper und Mütze in den Dreck. Spreche wegen ihr wildfremde Menschen an. Streite mich wegen ihr, mit meiner Freundin. Ich ordne ihr –fast- alles unter. Ich bin von dem Geräusch des Auslösers abhängig. Diese liebe zur Kamera, die Gänsehaut die mein Gehirn flutet bei einem genialen Motiv.
10 Jahre, benutze ich dich, sehe ich durch dich die Welt anders. Egal ob ich meine tanzenden Freunde, einen kubanischen Tänzer oder eine Seifenblase im Wind fotografiert habe.
Du schaffst es, mich nicht verrückt werden zu lassen. Du bildest mit mir die Realität ab.
Du schaffst es, meinem Leben einen Sinn zu geben.





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Du sprichst mir aus der Seele, Martin!
Du spinnst! ;D
Aber passt scho…
So isses und so soll es bleiben
Großartige Worte. Die ersten Sätze kommen mir sehr bekannt vor, danach wirds bissl kitschig, dennoch schön.
Der erste Absatz trifft es genau auf den Punkt!
Schöne Grüße nach Leipzig
Carsten
Kann man echt nicht besser ausdrücken, es gibt wohl kaum ein schöneres Geräusch als das “Kalunk” des klappenden Spiegels einer alten analogen Spiegelreflexkamera.
Oh ja, dem kann man nur zustimmen!
Wann kommt endlich der Postbengel mit meiner 7D, ahhhhh!
tja gegen eine solch große liebe, kann man als freundin auch nicht ankommen
Kenne ich.
Ich würde es zwar nicht so dramatisch ausdrücken, aber…
… man wird nervös, wenn “gutes Licht” ist.. man aber nicht losziehen kann.
… wahnsinning, wenn Frau und Kind drängeln.
… trübsinnig, wenn man von einem Event hört, das gute Motive verspricht.. man aber weiß, dass man nicht hin kann.
… traurig, wenn sich die Fotos zu Hause nicht so entpuppen, wie man sie sich vorgestellt hatte.
… triumphierend, wenn sich ein Foto, mit dem man gar nicht gerechnet hatte, als eines mit Potential entpuppt.
Und das verrückteste:
Man sieht die Welt GANZ anders. Der Blick wird aufmerksamer. Das Licht, seine Farben, seine Intensität, die Schatten… alles.. Nichts, nicht mal der ordinärste Alltagsgegenstand, bleibt ununtersucht.. das kranke Fotografenhirn scannt laufend die Umgebung ab, ob irgendwo ein Motiv lauert….. es muss sich hier doch eins finden lassen?
Ein bisschen “crazy”, aber so muss das schon sein. ;D
Man sollte nur nie vergessen: die Fotografie ist nicht alles im Leben.
PS: Gerade beim Streit mit der Freundin
@ dogwatcher: das hat du klasse formuliert, dem kann ich nur zustimmen!!!
LG Chris