Inspiration finden, aber richtig..

Kommen wir zu einem schwierigen Thema, Inspiration. Ich glaube fast jeder von uns kennt dieses Gefühl, vor einer weißen Oberfläche in einem Bildbearbeitungsprogramm zu sitzen und nicht so richtig zu wissen, wie man ein gewisses Projekt anfängt. Heute möchte ich euch ein paar Tipps geben wie man ein paar Denkanstöße bekommen kann.

  1. Sagt “ja” zu Flickr, aber gefiltert!

    Man kann ja von Flickr halten was man möchte, aber es ist nun mal eine der größten Bilddatenbanken im Netz. Da führt kein Weg dran vorbei. Ein Problem was es bei Flickr gibt ist die Informationsflut. Es gibt aber Tools wie man diese in den Griff bekommt. Ich bin vor ein paar Monaten auf die Webseite “Multicolr Search Lab” gestossen. Diese sortiert ca. 10.000.0000 Flickr-Bilder mit Creativ Commons Lizenz nach Farben. Dies ist natürlich Ideal, sobald man schon eine Farbe vorgegeben hat und man möchte einfach mal “schauen”. Man kann bis zu 10 verschiedene Farben gleichzeitig auswählen, die Ergebnisse sind verblüffend.
  2. Bildersuche mit Cooliris

    Die Google Bildersuche kennt jeder, Flickr kennen auch noch ein paar. Man begibt sich in die Abhänigkeit der Seitenbetreiber. Sie bestimmen wie du das jeweilige Bild siehst, da die Betreiber ja die Macht über das Seitendesign haben. Nun gibt es aber für den Browser Firefox eine intelligente Erweiterung die sich Cooliris nennt. Dieses Programm macht die Bildersuche zum Erlebnis. Es werden die Bilder in einer Art 3D Wand dargestellt in der man Problemlos herumstöbern kann. Es werden Bilderdienste, wie Google, Flickr, Deviantart und einige andere Unterstützt. Dabei kann jeder Webmaster, diese Bildersuche für die eigene Webseite einfügen. Für Leute mit einem I-Phone gibt es auch eine Application. Ein sehr ausgereifter Service.
  3. Nutze DeviantArt!

    Eigentlich genau das gleiche Problem, wie bei Flickr, es gibt Millionen von Artworks und man verliert sehr schnell den Überblick. Bei Deviantart gibt es aber die “Daily Deviations“, dies ist eine Auswahl die von diversen Channel Moderatoren getroffen wird. Jeder Tag wird genutzt um ein gutes Artwork der jeweiligen Kategorie vorzustellen. Darunter sind echte Schätze und so lernt man auch gleich die “Stars der Community” kennen. Im übrigen ist DeviantArt auch eine gute Quelle für diverse Stock Fotos oder Pinselspitzen.
  4. Ungarische Stock Fotos.

    Manchmal hilft es ein Stock Foto verwenden zu können. Man schaut sich ein Bild an und bekommt dann dazu eine Idee. Natürlich möchte man nicht, nur um eine Idee zu bekommen, gleich eine Menge Geld in die Hand nehmen. Auf der Seite http://sxc.hu gibt es kostenlose Stock Fotos, die meisten darf man frei verwenden. Die Suche ist angenehm leider muss man sich für diesen Dienst mit einem Nicknamen anmelden. Dafür gibt es eine riesige Auswahl und echt einige besondere Fotografie-Perlen.
  5. Kreativ Blogs abonnieren

    Haltet die Augen offen nach diversen Grafik Blogs, schaut auch über den Tellerrand, die Amis sind meist schneller mit diversen Themen. Ein paar Blogs die ich sehr  empfehlen kann: yayeveryday.com noquedanblogs.com flashgordon.ch & designyoutrust.com . Natürlich ist es auch ratsam immer mal bei ffffound.com vorbeizuschauen um dort die geballte Bilderflut zu verarbeiten. Manche Blogs haben einen enormen Output, vielleicht lohnt sich auch einen eigenen Feed-Ordner “Inspiration” zu erstellen. Damit man die Übersicht behält.
  6. Schaut euch Top-Listen an

    Klar, müsste eigentlich jeder wissen. Aber viele Blogger geben sich extrem Mühe um Listen von diversen Webseiten / Portfolios zu erstellen. Diese sind natürlich Ideal um kreative Gedanken entwickeln zu können. Hier 5 Top Listen die euch vielleicht den Einstieg erleichtern:
    - 15 Schriften für Designer

    - 50 Excellent Corporate Website Designs
    - 25 Links zum Thema Visitenkarten
    - 15 Webseiten die herausstechen
    - 40 captivating photos that depict human emotion

    Der Standard für solche Listen ist das Smashing Magazine. Dort werden sehr oft große und ausführliche Top-Listen gebloggt.

  7. Wochenende / Feierabend mit der Kamera nutzen.

    Hier spreche ich aus eigener Erfahrung, manchmal ist nichts befreiender als mit der eigenen Kamera loszuziehen. Situationen in der Innenstadt zu beobachten, einfach mal drauf los zu knipsen. Habt ihr jemand im Freundeskreis der gerne Fotos von sich hätte? Dann geht doch mit dieser Person raus und fotografiert sie. Meiner Meinung nach beflügelt die Realität mehr als diverse Grafik-Seiten. Geht auch mal in alte Abrissreife Gebäude hinein und schaut euch um. Die Strukturen der Tapete, die verblasste Farbe, solche Räume sorgen für Kreativschübe.

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Dieser Artikel wurde von geschrieben.

Gründer & Ideengeber von der Farbwolke. Ist ein Twitter-Fan und mag es Fotos zu machen. Man kann seine gesammelten Werke auf martin-neuhof.com anschauen. Wer mit dem Autor reden möchte kann auch gerne über Facebook Kontakt aufnehmen. Gefallen dir diese Beiträge und du möchtest dem Autor vielleicht eine kleine Überraschung machen? Dann schau doch mal bei seinem Amazon.de Wunschzettel vorbei.

12 Kommentare:

  • pixey sagt:

    danke für die erwähnung! und auch sonst klasse artikel in dem nützliche dinge ethalten sind.

  • bulldrinker sagt:

    Sehr schöne Zusammenstellung, gleich mal bei Mr. Wong gebookmarkt!

  • Lennart sagt:

    Danke für den Link :) Du stellst hier gute Wege vor, um Inspiration zu finden. Etwas wesentliches hast du meiner Meinung nach aber vergessen (vielleicht bin ich gerade auch einfach blind und du hast es erwähnt): Online Galerien. Davon gibt es wirklich hunderte und dort findet man häufig super Inspiration.

  • Flash Gordon sagt:

    Danke! You made my day.

    Flash Gordon

  • barbara sagt:

    schöner Artikel und danke für die Flut an Anregungen

  • Benni sagt:

    Also abgesehen vom letzten Punkt steht da oben doch nur: “Surf rum”, oder versteh ich was falsch?

  • Martin sagt:

    @Benni

    Nunja, ich erkläre Tools die man hauptsächlich im Internet findet. Ja. ;)

  • Malte sagt:

    Ein toller Artikel für Menschen, die sich fragen woher du immer die ganzen Links holst.

    Bei mir ist das mittlerweile schon so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich mir darüber lange keine Gedanken mehr gemacht habe.

    Allerdings bleibt die Frage, ob einem die ganzen Quellen auch wirklich etwas bringen. Wer macht schon aus soviel input, den das Web täglich bietet etwas.

    Letztendlich hab ich manchmal das Gefühl, dass viele Kreative zu Konsumenten mutieren, weil es einfach zu leicht ist. Kommt es doch darauf an was dabei herauskommt, oder?

  • Martin sagt:

    @Malte

    Ich glaub man muss gleichzeitig Creator und Konsument sein um kreativ sein zu können. Man schaut sich um und bekommt dann die zündende Idee.

    Manchmal bekommt man eben die Ideen auch komplett spontan, die Idee für dieses Posting hatte ich mitten in der Nacht, während meines Einschlafstadium. Oder für ein anderes Projekt kam mir die Idee beim Bad putzen. Manchmal ist es eben so, das man eben zu Zielorientiert denkt und keine frischen klaren Gedanken in den Kopf lässt.

    Deswegen hab ich auch den letzten Punkt ausgewählt.

  • Manu sagt:

    Themeforest’s Blog hat kürzlich auch das heikle Thema Inspiration angesprochen und das ganze etwas praxisnaher verdeutlicht. Die Grenzen der Inspiration sind manchesmal sehr verschwommen und sollte keinesfalls in einer regelrechten Kopie verschwinden. http://tr.im/j76g

    @Lennart: CSS-Gallerien sind meiner Meinung nach das Non-Plus-Ultra der Inspirationsquellen. Natürlich jetzt auf das Thema WebDesign bezogen. Einmal abonniert, kann man der täglichen Inspirationsdosis nicht widerstehen! Zumindest ist das bei mir so.

    Auch dazu kürzlich gebookmarkt: Graphic-Exchange.com. Inspiration wie ich sie noch nie zuvor gesehen habe und das reichlich!

  • Zsolt sagt:

    Deviantart gehört zu einer der besten Inspiration Resources meiner Meinung nach, vielen Dank für die Liste mit den zuzüglichen Links!

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