LE.View mit Eric Kemnitz

LE.View ist eine Interviewreihe aus der Stadt Leipzig. Ich möchte euch in unregelmäßigen Abständen Menschen aus meiner Heimatstadt Leipzig vorstellen, die für mich Kreativ und Interessant erscheinen. Eric beobachte ich bestimmt schon 8 Jahre… Er ein unkomplizierter kreativer Typ, den man in Leipzig auf dem Zettel haben sollte. 

Hey Eric, stell Dich doch bitte kurz vor.

Hallo Martin,deine Anfrage für ein Interview hat mich ein wenig überrascht und ich freue mich sehr darüber. Jetzt muss ich erst einmal die richtigen Worte finden, also wo fang ich an…Seit 2004 betreibe ich meine Seite sk-picture.com. Davor war es mal sk-designz. Ach.  ist das lang her.Auf meiner Seite habe ich schon immer hauptsächlich meine Fotografien präsentiert, aber auch andere Projekte, die zum Großteil mit guten Freunden realisiert wurden, wie zum Beispiel  aus dem Bereich Graffiti. Gerade arbeite ich an ein paar grundlegenden Änderungen an meiner Seite, aber das wird noch ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.Was man auf der Seite sehen kann, gibt einen Einblick in das, was ich so den ganzen Tag treibe. Denn, so wie du, verdiene ich mit Fotografie und Werbung meine Brötchen und bin damit aktuell auch sehr zufrieden.

 
Was begeistert Dich zurzeit?
Musik begeistert mich immer und so tanze ich gern mal auf meinem Stuhl im Büro oder singe wild irgendwelche Lieder vor mich hin. Natürlich kann ich weder singen noch kenne ich den Text ;) und wenn du Namen hören willst, ich freue mich gerade auf die neue Scheibe von Max Herre und das Live-Album von Philipp Poisel. Ansonsten plane ich gerade ein paar Ausstellungen für diesen Herbst/Winter. Ständig ergibt sich da gerade etwas Neues und das begeistert mich.


Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Dazu habe ich eben erst einmal meine Eltern angerufen. Irgendwann habe ich mir eine analoge Spiegelreflex gewünscht und zum Geburtstag und zu Weihnachten auch bekommen. Es muss wohl zu meinem 11. oder 12. gewesen sein. So fing alles an, auch wenn die Kamera zunächst viele Phasen nur rumlag.

 

Du scheinst deine Bilder ja öfters zu bearbeiten, was für Software benutzt du und wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?
Ja, ohne geht bei mir irgendwie nicht. Ein bisschen dran drehen will ich immer! Ich glaube ich habe mit 13 mal mit PaintshopPro erste Erfahrungen gesammelt, aber nach meinem ersten Praktikum in einem Grafikbüro war klar, dass das neue Spielzeug Photoshop 7 heißt. Einen eigenen Stil? Ja sicher, aber ich glaube er ist für den Betrachter besser erkennbar, als ihn selber zu beschreiben. Allerdings probiere ich gern und viel aus, somit sollte es kein Einheitsbrei sein.

 
 Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Ich muss gestehen, dass ich dieser Kategorie bei dir noch nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt habe.- So habe es mir angeschaut. Na genau auf solchen Seiten! Wenn ich ein bisschen abschalten möchte, blättere ich oft wahllos durch Fotoforen oder Blogs und erfreue mich an schönen Dingen, ob dabei wirklich was hängen bleibt halte ich allerdings für fraglich. In meinem Chrome habe ich unzählige Favoriten gesetzt von super Fotografen und Designern, aber wirklich ein zweites Mal schaue ich es kaum an.

 

Wenn du Fotos machst, auf was achtest du? Dein inneres Gefühl oder ob technisches alles perfekt ist?
Technisch perfekt war für mich noch nie eine Maßgabe. Ich lege los wie es mir gefällt. Natürlich änderte sich im Laufe der Zeit mit neuen technischen Erkenntnissen auch die Herangehensweise.

 
Was verbindest du mit Leipzig und wie würdest du die Fotografie-Szene in deiner Stadt beschreiben?
Ach, ich bin auch so ein Leipzig-Liebender, der nie hier weg will. Die Verbindung ist klar: Geburtsort, Heimat und noch vieles mehr. Was in der Fotografie-Szene so passiert, lässt mich eigentlich weitestgehend unberührt. Ich freue mich, wenn ich mal wieder ein schönes Bild von altbekannten Fotografen finde oder mir ein “neuer” Fotograf positiv auffällt, den es am Ende schon ewig gibt und das einfach wieder an mir vorbei gegangen ist. Natürlich gibt es auch die andere Seite, wo man sich immer wieder fragt WTF? Aber auch diese brauchen wir sicherlich und da wird der Markt das schon regeln.


Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Momentan stehen für dieses Jahr so viele Sachen an Da ist schon viel dabei von dem, was ich schon immer mal machen wollte. Einfach mal überraschen lassen.

 
Hast du dich auf einen Style festgelegt? Würdest du sagen du bist ein Portrait-Fotograf oder begrenzt du dich nicht?
Einerseits denke ich, dass es immer wieder verwerflich oder billig klingt sich nicht zu spezialisieren, aber andererseits ist doch gerade die Herausforderung an neuen Projekten und Bereichen das, was Spaß macht!


Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie?
Was zählt ist nur das Projekt =) Nein, ich erfreue mich gern an einzelnen Bildern, aber wenn ich eins schon immer hatte, dann meine Website als Online-Galerie. Natürlich nicht immer ordentlich gepflegt, aber sie war da und hat den Leuten einen Einblick gegeben in das, was ich mache. Das war mir schon immer wichtiger.

 

Was war bisher dein schönstes Projekt?
Da möchte ich mich jetzt gar nicht auf ein bestimmtes festlegen. Schön finde ich es immer, wenn ich meine Kunden von Anfang an komplett betreue und miterleben kann, wie sie wachsen. Ein kleines Highlight zuletzt war der Auftrag in 24h zwei Festivals zu fotografieren und dabei 1000 km zurück zulegen. Am Ende ist das Projekt an dem man gerade arbeitet immer das schönste Projekt, sonst würde man sich nicht so darauf freuen.

Was möchtest du fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?
 Ach, ich bleibe hier einfach auf meinem Balkon liegen und fotografiere, wie schön es hier ist.
Nebenbei erobere ich von hier aus die Welt. Nein, also momentan zieht es mich fotografisch ein bisschen in die Welt. Dazu muss ich nur einfach mal losgehen. Momentan wachse ich von Projekt zu Projekt. Das finde ich gut und bin glücklich, dass ich davon leben kann.

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Dieser Artikel wurde von geschrieben.

Gründer & Ideengeber von der Farbwolke. Ist ein Fotograf aus Leipzig. Man kann seine gesammelten Werke auf martin-neuhof.com anschauen. Wer mit dem Autor reden möchte kann auch gerne über Facebook Kontakt aufnehmen.

1 Kommentar:

  • Micha sagt:

    Mhhh, von ihm habe ich eine ganz andere Meinung. Ich war mal Gast auf einer Hochzeit, wo Eric fotografiert hat. Als ich dann die Bilder von ihm sah, war ich… naja… enttäuscht, schockiert? Ich als Brautpaar wäre jedenfalls ziemlich unzufrieden gewesen. Auch bei der Arbeit wirkte er sehr demotiviert, ohne Feuer für seinen Job, … Besonders war das beim (furchtbaren) Gruppenbild zu spüren. Die Gäste wurden nicht animiert, nicht gut arangiert, …

    Ich kannte ihn damals nicht. Habe ihn jetzt erst durch seine Webseite zuordnen können. Ich hatte auch kein Wort mit ihm gewechselt.

    Aber so ist das manchmal. Einer lernt ihn so kennen, der andere so.

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