Kreativlinks vom 25. September 2012

Ich belebe mal eine etwas ältere Kategorie wieder… Da mir in letzter Zeit wieder etwas coolere Links auffallen die man nicht außer acht lassen sollte.

  • Die Deutsche Vogue shootet Fashion Fotos im obdachlosen Style… Wie man das finden soll? Ich empfinde es als mutig und äußerst provokant. Ob ich es gut finde? Darüber muss ich mir erst noch eine Meinung bilden.
  • Achtung: Wer ein Samsung Galaxy SIII besitzt sollte sich vor der Fernlöschung in acht nehmen… Mehr Infos gibt es bei Caschy
  • André schreibt einen Text über den Arbeitsverdruss und wie man diesen entgegen könnte. Ich selbst hab diesen Beitrag jetzt schon 3 mal gelesen und empfinde seine Gedanken als faszinierend.
  • Ein DJ Set, was mich das letzte Wochenende begleitet hat, gibt euch sicher einen guten Vibe beim Arbeiten.
  • Früher (während des Krieges) sahen die Gruppenfotos noch etwas anders aus… 60 Menschen pro Hochzeit? Lächerlich.

Video des Tages:

Mit einer GoPro-Kamera durch Afrika fahren. Wahnsinn.

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Der Wert eines Fotos…

Es nimmt überhand. Ich fotografiere viel, viel mehr, seitdem ich selbstständig bin. Ich setze mich dadurch aber auch viel mehr mit der Kreativität eines Fotos auseinander. Die Angst sich zu wiederholen, die Angst nur die Blaupause von jemanden zu benutzen. Der Wert eines von mir gemachten Fotos ist eigentlich nicht bezifferbar. Für das Brautpaar wird das Foto in 20 Jahren unbezahlbar sein, gerade wenn sie für die eigenen Enkel die Bilder hervorkramen.  Für jemand der das Foto nur mal kurz auf meinem Portfolio oder auf Facebook sieht ist entweder ein Like oder eine Sehverschwendung von maximal 2 Sekunden.


Wie kommt man aber als Fotograf dahin, einen Mehrwert für viele Menschen zu schaffen? Nicht nur für mich oder des Auftraggebers? Ich glaube es hat was mit den Instinkten der Menschen zu tun. Bilde ich ein Foto von meiner Heimat “Leipzig” ab, kann ich mir fast sicher sein das Es besser ankommt als ein normales Porträtfoto, weil die meisten Menschen die sich meine Fotos anschauen, nun einmal aus dieser Stadt kommen. Vielleicht waren sie selbst schon an der Ecke und erkennen sich auf diesen Foto wieder. Andersherum ist es genauso, fahre ich an einen vollkommen fremden Ort für viele Einheimische (z.B. Kuba) dann macht der Reiz des fremden die Bildgewalt aus.  Entweder wir als Fotoheinis wecken Emotionen oder man entführt in eine neuartige Welt.

Klar gibt es auch die andere Seite, die dunkle Seite der “Macht”. Wo es um große Auftragsproduktionen geht, wo es darum mit möglich wenig Aufwand viel Geld zu verdienen. Sind diese Leute noch mit dem Herz in der Fotografie dabei? Kann man ein guter Fotograf sein, wenn man die Fotografie nur als Gelderwerb sieht? Meiner Meinung nach gibt es ein Problem von mir, von vielen, irgendwann merkt man, was gut ankommt, was den Leuten da draußen gefällt. Ein für mich enorm gefährlicher Moment, ein Moment, wo man anfängt, sich ständig selbst zu wiederholen, dass zu machen was immer funktioniert, funktioniert vielleicht für diesen Moment, bringt dich nur in deiner eigenen Entwicklung leider nicht weiter.

Ein Kunststück im Jahr 2012:  Sich frei von allen zu machen. Mal die Augen schließen und diese Bilder vor dem geistigen Auge umsetzen, ohne Inspiration. Nicht schaffbar? Ich probiere es.

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LE.View mit Eric Kemnitz

LE.View ist eine Interviewreihe aus der Stadt Leipzig. Ich möchte euch in unregelmäßigen Abständen Menschen aus meiner Heimatstadt Leipzig vorstellen, die für mich Kreativ und Interessant erscheinen. Eric beobachte ich bestimmt schon 8 Jahre… Er ein unkomplizierter kreativer Typ, den man in Leipzig auf dem Zettel haben sollte. 

Hey Eric, stell Dich doch bitte kurz vor.

Hallo Martin,deine Anfrage für ein Interview hat mich ein wenig überrascht und ich freue mich sehr darüber. Jetzt muss ich erst einmal die richtigen Worte finden, also wo fang ich an…Seit 2004 betreibe ich meine Seite sk-picture.com. Davor war es mal sk-designz. Ach.  ist das lang her.Auf meiner Seite habe ich schon immer hauptsächlich meine Fotografien präsentiert, aber auch andere Projekte, die zum Großteil mit guten Freunden realisiert wurden, wie zum Beispiel  aus dem Bereich Graffiti. Gerade arbeite ich an ein paar grundlegenden Änderungen an meiner Seite, aber das wird noch ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.Was man auf der Seite sehen kann, gibt einen Einblick in das, was ich so den ganzen Tag treibe. Denn, so wie du, verdiene ich mit Fotografie und Werbung meine Brötchen und bin damit aktuell auch sehr zufrieden.

 
Was begeistert Dich zurzeit?
Musik begeistert mich immer und so tanze ich gern mal auf meinem Stuhl im Büro oder singe wild irgendwelche Lieder vor mich hin. Natürlich kann ich weder singen noch kenne ich den Text ;) und wenn du Namen hören willst, ich freue mich gerade auf die neue Scheibe von Max Herre und das Live-Album von Philipp Poisel. Ansonsten plane ich gerade ein paar Ausstellungen für diesen Herbst/Winter. Ständig ergibt sich da gerade etwas Neues und das begeistert mich.


Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Dazu habe ich eben erst einmal meine Eltern angerufen. Irgendwann habe ich mir eine analoge Spiegelreflex gewünscht und zum Geburtstag und zu Weihnachten auch bekommen. Es muss wohl zu meinem 11. oder 12. gewesen sein. So fing alles an, auch wenn die Kamera zunächst viele Phasen nur rumlag.

 

Du scheinst deine Bilder ja öfters zu bearbeiten, was für Software benutzt du und wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?
Ja, ohne geht bei mir irgendwie nicht. Ein bisschen dran drehen will ich immer! Ich glaube ich habe mit 13 mal mit PaintshopPro erste Erfahrungen gesammelt, aber nach meinem ersten Praktikum in einem Grafikbüro war klar, dass das neue Spielzeug Photoshop 7 heißt. Einen eigenen Stil? Ja sicher, aber ich glaube er ist für den Betrachter besser erkennbar, als ihn selber zu beschreiben. Allerdings probiere ich gern und viel aus, somit sollte es kein Einheitsbrei sein.

 
 Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Ich muss gestehen, dass ich dieser Kategorie bei dir noch nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt habe.- So habe es mir angeschaut. Na genau auf solchen Seiten! Wenn ich ein bisschen abschalten möchte, blättere ich oft wahllos durch Fotoforen oder Blogs und erfreue mich an schönen Dingen, ob dabei wirklich was hängen bleibt halte ich allerdings für fraglich. In meinem Chrome habe ich unzählige Favoriten gesetzt von super Fotografen und Designern, aber wirklich ein zweites Mal schaue ich es kaum an.

 

Wenn du Fotos machst, auf was achtest du? Dein inneres Gefühl oder ob technisches alles perfekt ist?
Technisch perfekt war für mich noch nie eine Maßgabe. Ich lege los wie es mir gefällt. Natürlich änderte sich im Laufe der Zeit mit neuen technischen Erkenntnissen auch die Herangehensweise.

 
Was verbindest du mit Leipzig und wie würdest du die Fotografie-Szene in deiner Stadt beschreiben?
Ach, ich bin auch so ein Leipzig-Liebender, der nie hier weg will. Die Verbindung ist klar: Geburtsort, Heimat und noch vieles mehr. Was in der Fotografie-Szene so passiert, lässt mich eigentlich weitestgehend unberührt. Ich freue mich, wenn ich mal wieder ein schönes Bild von altbekannten Fotografen finde oder mir ein “neuer” Fotograf positiv auffällt, den es am Ende schon ewig gibt und das einfach wieder an mir vorbei gegangen ist. Natürlich gibt es auch die andere Seite, wo man sich immer wieder fragt WTF? Aber auch diese brauchen wir sicherlich und da wird der Markt das schon regeln.


Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Momentan stehen für dieses Jahr so viele Sachen an Da ist schon viel dabei von dem, was ich schon immer mal machen wollte. Einfach mal überraschen lassen.

 
Hast du dich auf einen Style festgelegt? Würdest du sagen du bist ein Portrait-Fotograf oder begrenzt du dich nicht?
Einerseits denke ich, dass es immer wieder verwerflich oder billig klingt sich nicht zu spezialisieren, aber andererseits ist doch gerade die Herausforderung an neuen Projekten und Bereichen das, was Spaß macht!


Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie?
Was zählt ist nur das Projekt =) Nein, ich erfreue mich gern an einzelnen Bildern, aber wenn ich eins schon immer hatte, dann meine Website als Online-Galerie. Natürlich nicht immer ordentlich gepflegt, aber sie war da und hat den Leuten einen Einblick gegeben in das, was ich mache. Das war mir schon immer wichtiger.

 

Was war bisher dein schönstes Projekt?
Da möchte ich mich jetzt gar nicht auf ein bestimmtes festlegen. Schön finde ich es immer, wenn ich meine Kunden von Anfang an komplett betreue und miterleben kann, wie sie wachsen. Ein kleines Highlight zuletzt war der Auftrag in 24h zwei Festivals zu fotografieren und dabei 1000 km zurück zulegen. Am Ende ist das Projekt an dem man gerade arbeitet immer das schönste Projekt, sonst würde man sich nicht so darauf freuen.

Was möchtest du fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?
 Ach, ich bleibe hier einfach auf meinem Balkon liegen und fotografiere, wie schön es hier ist.
Nebenbei erobere ich von hier aus die Welt. Nein, also momentan zieht es mich fotografisch ein bisschen in die Welt. Dazu muss ich nur einfach mal losgehen. Momentan wachse ich von Projekt zu Projekt. Das finde ich gut und bin glücklich, dass ich davon leben kann.

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Hochzeiten fotografieren…

Da gab es diesen einen Moment, ich sitze mit der Braut, alleine im Vorbereitungsraum. Ich als fast fremder Mensch und die Braut in ihrem intimsten Moment. Wir reden kurz, ich sprech ihr Mut zu. Vor uns ein Spiegel, sie sitzt auf einen Drehhocker. Sie atmet schwer, noch 5 Minuten, dann wird der zukünftige Ehemann sie das erste Mal im Brautkleid sehen.

Ein Schritt, der Angst macht, ein Schritt, der das Herz hüpfen lässt.Dann fährt ein Auto vor, die beste Freundin schaut aus dem Fenster. Die Gewissheit, die “Männer” sind da. Nun kommt der Brautzeuge des baldigen Ehemannes die Treppe hinauf, er sieht zum ersten Mal die Braut – bei ihm gibt es kaum ein Halten. Jetzt vermischt sich bei mir alles, die eigenen Gedanken, der Job, die Nähe des Brautpaares, die Gedanken an die eigene Freundin.

Es ist eine Ehre, Menschen bei solchen Momenten zu begleiten. Das sind Momente, die mir selbst kurz dem Atem nehmen, in diesem Augenblick, gibt es für mich nur eine Devise: Selbst ruhig bleiben, die Kamera im Anschlag haben, abwarten, abdrücken. Nur so kann ich mir sicher sein, gute Momente abzufassen. Nach einer fotografierten Hochzeit fällt meine innere Abspannung komplett ab.

Hochzeiten in Leipzig fotografieren

Es ist eben nicht nur ein Job, es ist mit das Wichtigste, was ein Fotograf im “Alltag” fotografieren kann. Die Paare überlegen sich Monate im Voraus, wie alles ablaufen soll. Ich hab in dem Moment, wo ich die Ringübergabe fotografiere, eine enorme Verantwortung, versaue ich die Fotos, hat das Paar für ihr ganzes Leben von diesen hoffentlich einzigartigen Augenblick kein Foto. Also sollte man sich der Verantwortung bewusst sein und trotzdem mit genügend Hingabe arbeiten.

 

Vielleicht sollte man als Fotograf auch nicht 30 Hochzeiten im Jahr fotografieren, vielleicht nur 10 oder 15, sonst stumpft man ab, man geht nach seinem eigenen Schema vor, durchbricht es nicht mehr und bleibt stehen. Ja ich weiß, mit Hochzeiten verdient man das meiste Geld, aber nur des Geldes willen Qualitätseinbußen hinnehmen?

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Ein Like auf Facebook ist nicht die Welt…

Ich bin sehr auf Facebook fixiert, wenn ich meine Aktivitäten gewichten müsse, würde ich zuerst Facebook und dann mein Online-Portfolio für Foto-Uploads wählen. Trotzdem fällt mir in letzter Zeit auf, dass Bilder, die mir sehr gefallen, weniger “likes” bekommen, als andere Bilder. Daher bin ich meist überrascht, warum ein Bild durch die Decke schießt und andere eher weniger gemocht werden.
Über Geschmack lässt sich ja streiten. Aber vielleicht entwickelt sich mein eigener Geschmack von dem Massengeschmack weg. Ich schau mir sehr viel an, lass mich von anderen Fotografen inspirieren ohne mir auch nur einen Namen zu merken.

Ich muss von dem verdammten Gedanken weggekommen, dass wenn ein Bild nur ein paar Klicks hat, es gleich schlecht ist. Gerade wenn man probiert sich weiterzuentwickeln klingt ein “Dies ist aber nicht dein Stil! Da gibt es Besseres von dir.” etwas hart für einen selbst. Es trifft vielleicht nicht den Massengeschmack, aber solange es mir gefällt, ist es ok.

Wie soll man sich sonst weiterentwickeln? Hört man ständig auf andere, wird man nur eine Kopie von etwas, ohne eigenständig zu sein. Kritik also weiterhin annehmen, ohne dabei zu sehr auf Zahlen und Statistiken zu schauen.

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Zukunftsmusik

Seit dem April bin ich nun selbstständig mit der Fotografie. Es ist eigenartig, man teilt sich seine Zeit frei ein, bekommt den ein oder anderen Auftrag. Dabei unterscheidet man immer etwas. Ich würde nicht sagen, dass ich weniger freie Arbeiten mache als vorher. Ich fotografiere insgesamt viel mehr. Ob es nun normale Businessfotos sind oder aber eine Reportage über Wassersportler. Es ist enorm vielseitig. Daher finde ich wird es auch Zeit mal eine Lanze für die Vielseitigkeit zu brechen.

Es ist für mich der schiere Wahnsinn, wohin mich die Fotografie bringt. Ich lerne ecken von Leipzig ganz anders kennen, bereise Deutschland für Fotos und das verrückteste ist, Leute bezahlen mich, damit ich sie ablichte. Verrückt.

Erst vor 2 Tagen hatte ich wieder so ein Schlüsselerlebnis. Ich wollte unbedingt eine Idee von einer Frau im Großstadtlicht umsetzen. Das Model fand sich sehr spontan und wir zogen im strömenden Regen los. Es war mir einfach komplett egal, ob ich Nass werde oder ob ich mich beim ersten Foto schon in eine 4Meter lange Pfütze lege. Ich hatte unglaublichen Bock auf die Fotos und es zahlte sich meiner Meinung nach aus. Meine Kamera, mein Motiv und ich. Manchmal ist pures Glück doch sehr einfach gestrickt.

Die größte Aufgabe steht mir für 2012 aber noch bevor… Im Oktober geht es nach Uganda, eine Reportage über ein Waisenhaus.

Fotos treiben mich an, sie sind mein innerer Motor.

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Ein Jahr als Tattoo – Genial!

Genial was da das Münchener Tattoo Studio Chaos Crew da gezaubert hat. Ein Tattoo was die Ereignisse eines Jahres beschreibt. Ob nun NBA, Fußball oder der Zerfall Griechenlands, alles wurde gut ausgearbeitet und miteinander verbunden. Bin schon auf die Variante des Jahres 2012 gespannt.

(via Nerdcore)

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