Fotoprojekt: WE ARE TRAFFIC

In Hamburg wird gerade ein sehr schönes frisches Fotoprojekt etabliert. Es geht darum die “Liebe zum Fahrrad” zu zeigen und auch darzustellen. Die Grundthese: Wir Fahrradfahrer haben auch Rechte! Es muss nicht immer das eigene Auto sein, um von A nach B zu kommen. Ein sehr schönes Fotoprojekt von Björn Lexius und Till Gläser, dem man definitiv Beachtung schenken sollte.

 

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Gedanken-Wolke mit Paupi

Paupi ist ein guter Mensch. Ich durfte ihn schon persönlich kennen lernen und wir haben auch schon einmal zusammen Fotos gemacht. Wir stehen fast täglich im Kontakt. Ich hab euch auch schon mal sein Portfolio hier auf der Farbwolke vorgestellt. Wir teilen oft die gleiche Einstellung und endlich konnten wir ein gemeinsames Interview durchführen.

Facebook:  https://www.facebook.com/fotopaupi
Webseite: http://www.paupi.net 

Hey Paupi, stell Dich doch bitte kurz vor. 

Moinsen – ich bin Paupi. :)  Hihi, 38 jahre alt,  komme aus ner schwäbischen Kleinstadt, verheiratet (ja glücklich sonst wär ich‘s nicht), keine Kinder,  Mietwohnung,  kein Hund.

Foto: Björn Lexius (http://www.bjoernlexius.de/)

Was begeistert Dich zur Zeit? (Musik/Ausstellung/Buch/…)

Musikalisch bin ich irgendwo hängen geblieben. :) Ich bin auch was Musik angeht ziemlich intolerant. Ich bin Punkrocker und mag alles, was sich da drum herum so tummelt. Wobei ich zugeben muss, dass ich so manch‘ Elektro- und Hiphopzeug ganz gut finde. Ich will da aber gar nicht über meinen beschränkten Tellerrand gucken. Länger als 10 Minuten ertrag ich das aber nicht. :) Motown hat sich auch bei mir eingenistet – total angenehm in der Kneipe und beim Autofahren.

Ausstellungen finde ich meist langweilig und ein aktuelles Lieblingsbuch kann ich dir gerade auch nicht sagen. Fernsehtechnisch kriegst du mich mit den Simpsons und ins Kino geh ich nicht.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?

So richtig bewusst, also mit ner Spiegelreflex, seit 2007, glaube ich. Fotografiert hab ich schon immer, allerdings mit ner Hosentaschenknipse. Einfach immer und überall draufgehalten. Sind viele wirklich lustige Fotos entstanden. :) Irgendwann hab ich mich dann durchgerungen ne DSLR zu kaufen. Dann viel gelesen –  ausprobiert – nicht verstanden – sein gelassen. :) Ich hab mich relativ schnell dazu entschieden nur Festbrennweiten zu verwenden. Wegen der Lichtstärke und weil du,  glaube ich, ein anderes Gefühl für‘s Motiv bekommst, als nur dazustehen und den Zoomring zu drehen.


Du scheinst deine Bilder ja öfters zu bearbeiten, was für Software benutzt du und wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?

Naja, bearbeiten ist da vielleicht der falsche Ausdruck. Ich mache relativ wenig an meinen Bildern, manchmal auch zu wenig. Die Raws entwickle ich mit Aperture. Damit mache ich eigentlich fast alles. Da habe ich meine Lieblingspresets zur Verfügung. Retouche – außer es ist ein Mörderpickel auf der Nase – gibbet bei mir nicht. Augen nachschärfen und das war‘s auch schon. Irgendwann werd‘ ich auch da mehr machen (müssen) – ich will aber immer weit weg sein von glattgebügelter Haut. Menschen haben ihre Dellen, Hautunreinheiten, krumme Nasen, abstehende Ohren. Das gehört zu ihnen und das muss auch auf den Bildern transportiert werden. Es will doch niemand ernsthaft so aussehen wie die Cretins aus der Werbung?! ich will auch grundsätzlich das derjenige der fotografiert werden will/soll – sich so kleidet und evtl. schminkt wie er das sonst auch macht.
Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?Puh, klar zieht man seine Ideen auch durch das anschauen von anderen Bilder. Jeder der sagt, dass er das nicht macht, lügt glaube ich. Da sind wir aber schnell in der Diskussion: Inspiriert oder geklaut? Schwieriges Thema. Ist glaube ich wie in der Musik. Jedes Riff gab es schon mal. Ich suche aber nicht vor einem Shooting passende Bilder von anderen Fotografen und stell die dann nach.

Inspiration ziehe ich sonst aus Musik,  dem Beobachten auf der Straße,  irgendwelchen kranken Gedanken, Germanys next Topmodel, whatever! Einfach mit offenen Augen rumtigern.

Was ist deine fotografische Lieblingsstadt? Auf welchen Fleck der Erde würdest du gerne mal fotografieren?

Natürlich das Viertel! :) Und nachdem wir 2011 in New York waren,  ich bin immer noch geflasht, glaube ich,  dass dir New York auch noch nach 10 Jahren interessante Motive bietet. So viele verschiedene Menschen, Plätze, Dinge und jeden Tag ist es anders. Irgendwann will ich dort auch mal ein Fotodings machen, ansonsten würde ich gerne mal,  nicht nur zum Fotodingsen, nach Tokio.

Wenn du Fotos machst, auf was achtest du? Dein inneres Gefühl oder ob technisch alles Perfekt ist?

Da ich mit der Technik oftmals auf Kriegsfuß stehe – inneres Gefühl. Ich finde ein Bild muss wirken. Da ist es mir erst mal egal, ob das jetzt 100% scharf ist, irgendeinem goldenen Schnitt oder sonst was entspricht. Leute die auch bei Feedback sich nur auf solche Sachen stürzen kann ich leiden wie den HSV. Auch aus dem Grund treibe ich mich überhaupt nicht mehr in irgendwelchen Fotoforen oder der Fotocommunity rum. Klar will man besser werden und auch technisch bessere Bilder machen. Ich habe zum Glück viele professionelle Fotografen im Freundeskreis und einer meiner ältesten Sankt Pauli Freunde Stefan (www.stefangroenveld) versucht mich immer nen Level höher zu schieben. Das klappt glaube ich auch ganz gut.

Du bist sehr in der Fußballszene von St. Pauli verankert, was genau machst du dort und probierst du auch diesen Szene Kult fotografisch zu verarbeiten?

Puh, mach mal schnell das Kult weg. Ich bin jetzt seit fast 20 Jahren dabei, aber irgendwie ist der von den Medien beschriebene Kult noch nicht an mir vorbeigelaufen. Ernst: ist tatsächlich eine Erfindung der Medien und wird aber tatsächlich von vielen Fans so gesehen und versucht zu leben. Die lustigen immer feiernden Party-Paulis waren wir aber noch nie.

Ich bin seit etwa 10-12 Jahren in der Fanszene aktiv. In verschiedenen Gruppen und Gremien. Zusätzlich bin ich seit 2008 gewähltes Mitglied im Fanclubsprecherrat – der offiziellen Vertretung der eingetragenen Fanclubs.

Fotografisch bin ich zumindest im Viertel zu Hause und auch viele/die meisten der Menschen die ich fotografiere sind eher in der aktiven Fanszene anzutreffen. Natürlich wird bei solchen Fotos immer irgendwie versucht der Vereins/Viertelbezug zum Thema zu machen. Macht ja auch einen Großteil unseres Lebens aus. Ich mein: Ich hab keinen Freund ohne Fussballbezug – Urlaube und Hochzeiten werden nach dem Spielplan terminiert und am Spieltag kann man leider nicht auf ne Beerdigung gehen.

Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?

In meinem erweiterten Freundeskreis treiben sich ja so einige “Musikgrößen” rum – da gibt es schon interessante Typen mit denen es sicher spaßig wäre und die auch bereit wären sich von nem Typen wie mir ablichten zu lassen. Hat sich halt bisher nicht ergeben. Ein bestimmtes Projekt/Plan hab ich da nicht im Kopf – hab ich eh selten. :) Ich hab keine Ahnung, irgendwas wird sich da mal durch Zufall ergeben – darauf hinarbeiten eher nicht. Ich bin eh nicht so der Typ, der guckt wer was ist oder erreicht hat, ein Star ist. Ich kann nur mit Menschen was machen, die auch auf meinem Level sind, menschlich und politisch.

Man sieht von dir fast nur Portraitfotos, würdest du dich als Portraitfotograf bezeichnen oder wie stehst du z.B. zur Architekturfotografie?

Schwieriges Thema – mir hat es die Menschenfotografie angetan. Wenn ich Gebäude und/oder Landschaft fotografiere sieht das irgendwie immer naja aus. Ich krieg da einfach den Zugang nicht. Bei Menschen hast du viel mehr Möglichkeiten zu experimentieren und kannst mit Emotionen und/oder Launen spielen und davon profitieren. Ich mag‘s auch total Menschen in ihrer Umgebung abzubilden. Dort wo sie wohnen, sie sich wohl fühlen,  wo sie verwurzelt sind. Ich habe vor einem Shooting (doofes Wort) selten wirklich die Bilder im Kopf. Immer ein paar Ideen,  aber das meiste ergibt sich dann wenn man unterwegs ist. Ich treff mich mit den Leuten immer irgendwo in der Stadt und dann gehen wir los und gucken wie es sich entwickelt – probieren zusammen aus. Zwischendrin setzt man sich irgendwo zusammen hin quatscht, trinkt ein Kaffee oder Bierchen, raucht ne Zigarette und macht weiter. Ich hab die Erfahrung gemacht das die Leute sich dann deutlich wohler fühlen und sich auch öffnen. Entspannte Menschen sind auf Fotos irgendwie cooler. :)

Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie?

Ich denke beides ist wichtig. Zuallererst muss natürlich die Serie gut sein,  sonst biste ja selbst nicht zufrieden und der/diejenige, die du stundenlang gequält hast auch nicht. Wenn du Fotos veröffentlichen darfst,  finde ich,  muss auch dein Online-Portfolio / Website / whatever, vor allem zu dir und zu deinem Style passen.

Was möchtest du Fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?

Puh! Ich möchte meinen Weg weiter gehen, meinen Style (sofern ich den habe) weiterentwickeln und mehr Technik(en) lernen. Ich will das auch immer nur hobbymäßig machen und nur dann wenn ich Bock drauf habe.


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Stefan Bäsmann Fotografie

Von Stefan bin ich beeindruckt, er fotografiert erst seit 1 1/2 Jahren und schafft es, mich mit seinen Bildern zu verzaubern. Ich beobachte ihn jetzt schon ein paar Monate und in der Geschwindigkeit wie er das “Handwerk” Fotografie erlernt hat, da kann ich einfach nur staunen.Der Hamburger fotografiert mit einer Nikon D700 und sein Lieblingsobjektiv ist das 85mm 1.4er.  Er selbst hat mittlerweile ein eigenes Fotostudio und schreibt auch einen Blog.  Ich glaube wenn Stefan noch ein paar Jahre so weiter macht wie bisher, dann wird er ein richtig großer Fotograf.


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Strangers – Fotoserie von Adde

In Hamburg scheinen sie gerne Menschen auf der Straße zu fotografieren. Ob Björn Lexius oder Markus Schwarze. Hamburg scheint ein großes Potenzial an interessanten Menschen zu bieten. Vor ein paar Tagen bin ich auf die Fotos von Adde gestoßen (der nicht nur Fotos in Hamburg macht). Er teilt seine Fotos in 3 Teile und hat damit meine Aufmerksamkeit erregt.  Das obere Foto  zeigt meist den Kopf der Person und das untere die Füße. In der Mitte wird dann meist ein Accessoire oder ähnliches dargestellt. Eine sehr schöne Art – Portraits darzustellen!

Mehr von Adde findet ihr auf Flickr.

Stranger #10, France got talent - Paris Stranger #9, The ColorMatched - Hamburg Stranger #5: The Leg-Stretcher, Paris Stranger #7: The Cyclist, Paris Stranger #6 (Part II): The way too honest Parisian, Montmartre - Paris

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Wenn Russen heiraten…

Da schau ich seit Wochen mal wieder in meinen RSS-Reader und entdecke eine wunderschöne kleine Hochzeitsgeschichte von meinem Blogkollegen Stilpirat. Er hat spontan ein Brautpaar fotografiert.. Im HOSTEL! Nur er und das Pärchen, waren im Standesamt. Liebe brauch kein großes drum herum, es reicht einfach zu 2. glücklich zu sein. Aber lest die ganze Story auf Stilpir.at.   Ein kleines Video gibt es dazu auch noch.

Anna & Roman from Steffen Boettcher on Vimeo.

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Martina Cyman

Name: Martina Cyman

Herkunftsland: Hamburg /Deutschland

Farben der Seite: Grau / Schwarz

Beschreibung: Eine aufstrebende Fotografin aus Hamburg die schon für diverse Hip Hop Projekte gearbeitet hat (Deluxe Records, Mixery Raw Deluxe etc.) man merkt ihren Urbanen Einfluss in ihren Bilder die sich auf Street-Art und Konzerte konzentrieren. Die Webseite an sich wirkt am Anfang gerade in der Fotografie – Kategorie ein wenig chaotisch aber wer scrollen kann, wird damit kein Problem haben. Die Bilder sprechen eine ganz eigene Sprache die das raue aber auch schöne Hamburg zeigen. Diese Frau sollte man im Auge behalten.

Twitter: @maddina4

Link: http://cymanmartina.wordpress.com/

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Michael Jackson Flashmob in Hamburg

Der Flashmob in Stockholm sorgte schon für Aufregung, wir haben auch darüber berichtet. Nun war es also auch in Hamburg so weit. Die Menge bewegte sich zu “Beat-It”. Leider kommt dieser Flashmob nicht so ganz an Stockholm heran, trotzdem muss sich dieser deutsche Flash-Mob nicht verstecken. Sehr schöne Idee.

(via Kopfbunt-Twitter-Account)

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