LE.View mit Gabriela Wendt

LE.View ist eine Interviewreihe aus der Stadt Leipzig. Ich möchte euch in unregelmäßigen Abständen Menschen aus meiner Heimatstadt Leipzig vorstellen, die für mich Kreativ und Interessant erscheinen. Gabriela macht heute den Anfang. Sie ist eine begabte Illustratorin und verfügt über geniale Zeichen Fähigkeiten.

Hey Gabriela, stell Dich doch bitte kurz vor.
Ich bin 23, in Leipzig lebend und kreativ. Zumindest behaupte ich das von mir selbst. Das sollte aber jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe Mediengestaltung gelernt und arbeite derzeit in der Grafikabteilung einer Agentur. Ich habe einen kleinen Mops namens Yoshi und lebe in meinem eigenen kleinen Wunderland. Da lebt sichs recht nett und da gehen auch die Ideen nie aus.

Was begeistert Dich zur Zeit?
Ich bin derzeit ein wenig auf dem asiatischen Trip. Liegt teilweise an dem Buch “Geisha”, was ich als letztes gelesen habe und zum anderen an einem asiatischen Auftragsbild, mit Kirschblüten, Drachen und den ganzen typischen Dingen. In jeder freien Minute scribble ich asiatischen Kopfschmuck vor mich hin, da ich demnächst gern eine neue Geisha zeichnen möchte (wie so vieles andere auch …)

Seit wann illustrierst du? Wie bist du zu dieser Kunst gekommen?
Naja, generell gezeichnet hab ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang. Da aber auch bloß mit Bleistift; für Pinsel und Farbe fehlt mir irgendwie die Geduld. Nachdem ich mir dann wochenlang Tutorials über digitales Zeichnen angeschaut hab, dachte ich mir “das kannst du auch” – und so hab ich vor 3 Jahren also selbst angefangen.

Gab es ein Schlüsselerlebnis in deiner ausführenden Kunst als Illustratorin?
Mmmmh… Also die erste Zeit muss ich zugeben, hab ich noch recht einfach und plakativ gemalt. Damit war ich aber nie wirklich zufrieden. Da gab es dann auch eine recht lange Pause, in der ich nicht kreativ tätig war. Anscheinend hab ich die auch gebraucht, denn das nächste Bild war dann der Schritt in die neue Richtung. (siehe Bild) Weg vom plakativen, rein in das realistischere und detaillierte. Vergleicht man meine Anfänge mit allem, was danach kam, sieht man einen wirklich großen Schritt.

Mit was arbeitest? Was für Programme und Hilfsmittel besitzt du?
Ich zeichne hauptsächlich mit Photoshop, manchmal auch mit Illustrator, das kommt ganz auf den Stil drauf an. Außerdem nutze ich ein Grafiktablett; meinen Respekt an alle wie zum Beispiel Mandy Reinmuth, die mit der Maus zeichnen. Für mich als Linkshänderin wäre das ein Ding der Unmöglichkeit.

Zeig unseren Lesern doch einmal was von deinen Anfängen als Illustratorin.
Das könnte ja direkt peinlich werden, aber gut … wenn es denn sein muss.. immerhin war ich vor 3 Jahren noch mächtig stolz darauf ;) Das erste ist ein Lesezeichen, ich glaube da war ich vom König der Löwen Musical noch beeindruckt gewesen, deshalb das Thema. Das Zweite war der erste Versuch, mich und meinen Mops Yoshi zu zeichnen … Wenn ich diese wackligen Striche sehe.. ohje…

7. Was würdest du jemanden raten der gerade erst mit der Illustration anfängt?
Malen, malen, malen. Und wenn man merkt, es klappt nicht mehr – aufhören und Pause einlegen. Wie gesagt, bei mir hat sich dadurch irgendwo ein Schalter umgelegt. Und gerade am Anfang kann man auch viel von anderen sich anschauen, Tutorials, Videos, Blogs, was es nicht alles gibt. Da ist auch “abkupfern” noch erlaubt, bis man seinen eigenen Stil gefunden hat. Jeder kupfert am Anfang ab.

8. Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“ auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Aus ganz Unterschiedlichem. Manchmal entwickeln sich Illustrationsgedanken durch ein Lied im Radio, eine Wetterlage, ein Buch, was ich gerade lese. Manchmal hüpft die Idee auch einfach nur durch meinen Kopf ohne einen bestimmten Ausgangspunkt gehabt zu haben.

9. Wie entsteht ein normales Werk bei dir? Fängst du an zu scribbeln und setzt es dann später um? Oder arbeitest du wie Wild darauf los?
Meistens mach ich die allerersten Scribbles noch ganz altmodisch auf Papier. Hab ich die ersten brauchbaren Ideen, setz ich das Scribble digital um, damit ich eine Vorlage habe. Völlig aus dem blauen heraus zu malen, ist irgendwie nichts für mich. Viele zeichnen ja auch erst alles grob vor, auch von den Farben her und gehen dann insgesamt immer weiter ins Detail. Ich zeichne lieber gleich alles detailliert; so hab ich was woran ich mich erfreuen kann, obwohl das Bild noch nicht fertig ist.

10. Was verbindest du mit Leipzig und wie würdest du die Kreativ-Szene in deiner Stadt beschreiben?
Mit Leipzig verbinde ich Heimat. Heimat, Familie, Freunde. Ich bin hier aufgewachsen und ich wollte die Stadt auch noch nie verlassen. Auf jeden Fall gibt es hier sehr viele kreative Leute und vor allem auch Angebote, die man nutzen kann um sich mit anderen Kreativen auszutauschen.

11. Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?Oh, das ist schwer. Da ich noch mit niemandem zusammen an einem Bild gearbeitet habe, wäre es Neuland, aber Interesse besteht prinzipiell auf jeden Fall schon. Wäre sicherlich recht spannend, was dabei dann am Ende rauskommt. Am besten wäre jemand aus einer völlig anderen Stilrichtung.

12. Was möchtest du noch erreichen? Welche Ziele hast du?
 Ich möchte so viele Menschen wie möglich irgendwann mit meinen Bildern erreichen können. Noch ist das ja relativ begrenzt, aber man weiß ja nie was die Zukunft bringt. Außerdem möchte ich, wenn ich genug passende Bilder zusammen habe, einen Kalender zusammenstellen. Aber mein größtes Ziel wäre ja, meine Bilder irgendwann in Großformat in einer Galerie hängen zu sehen.

13. Erzähl doch mal unseren Lesern, wo man weitere Werke von dir sehen kann und wie man dich erreichen kann.
Nun, ich bin im Facebook unter Gabriela Wendt Illustration zu finden oder mit meiner Page CherryGraphics. Außerdem kann man meine Bilder bei Interesse bei Posterlounge.de sowie Artflakes.com unter Gabriela Wendt finden und kaufen. Für Aufträge bin ich natürlich auch immer offen, einfach im Facebook oder unter g.wendt87@googlemail.com nachfragen.

Vielen Dank für dieses Interview aus der wunderschönen Heldenstadt Leipzig. 

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Ein Interview in der Bild…

Noch ein kleiner Aufruf: Liebe Bild & Bildblog Leser- guckt euch doch auch mal mein Portfolio unter www.martin-neuhof.com an!

Dieser Blog hatte gestern die Ehre auf Platz 1 der Wikio Liste bei allen Leipzig-Blogs vertreten zu sein. Heldenstadt.de ein Leipziger Info Blog – hatte gestern diese Liste aufgestellt. Gegen Mittag hatte ich dann eine E-Mail in meiner Inbox mit einer Anfrage der Bild Zeitung.

Wir trafen uns nach getaner Arbeit und es wurden ein paar Fotos von mir geschossen. Die lustigste Frage war folgende: Welche Blogs liest du so? Antwort: Bildblog. Natürlich hat es diese Frage nicht in den Artikel geschafft, soviel Selbstkritik hätte ich der Bild nun auch nicht zugetraut. Ich wollte mal testen was es für eine Aufmerksamkeit auf sich zieht, es ist begrenzt. Die Reaktionen der Menschen waren von “Du hast deine Seele verkauft.” bis hin zu “Ich bin stolz auf dich!” sehr vielseitig. Eine Erfahrung bin ich jetzt aber reicher.

Übrigens hab ich heute zum ersten mal in meinem Leben eine Bild gekauft!

Online Artikel: Klick.

Print Artikel: Seite 3 / Bild Leipzig Regional

//Update… Und dann schafft man es auch noch auf den Bildblog. Wow! Danke. Beide Seiten gut bedient.

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in eigener Sache…

Juliane - VEB Interdruck

Für mich ist es immer die größte Auszeichnung wenn Menschen die man fotografiert hat, zufrieden sind. Die Juliane hab ich zum ersten mal in einer mexikanischen Kneipe in Leipzig kennengelernt. Irgendwann hat man sich über Twitter wieder “getroffen” und wir hatten Lust auf eine gemeinsame Fotoaktion. Nun hat sie mir über ihren Blog ein kleines Denkmal gesetzt.

Link >> Through Ritmans Eyes

Print24 müssten viele von euch kennen. Eine Online Druckerei die ihren Hauptsitz in Dresden hat. Vor ein paar Wochen wurde ich gefragt ob ich nicht Lust hätte ein kleines Interview zu geben. Irgendwann hab ich es dann auch geschafft die Fragen zu beantworten.

Link >> Im Interview: Martin Neuhof

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Gedanken-Wolke Mit Björn Lexius

Björns arbeiten habe ich vor ein paar Monaten entdeckt. Ich mag die Menschen die er fotografiert. Er stellt die “Marke”-Mensch in einen urbanen Kontext dar. Da war es für mich doch mal an der Zeit ein paar Fragen zu stellen.      

1. Hey Björn, stell Dich doch bitte kurz vor.
Hey Martin, mein Name ist Björn Lexius, bin 33 und lebe seit einigen Jahren in Hamburg. Gebürtig komm ich aus einer kleinen Stadt, welche sich im Niemandsland zwischen Ruhrpott und Münsterland befindet. Ist nicht weiter der Rede wert, sie war nur sehr prägend, wenn es darum ging ob man sein Leben eher konservativ oder alternativ auslegt. Wie das halt so ist, wenn eine Stadt zu gefühlten 90% aus Rentnern besteht, irgendwie schon immer CDU-regiert war und man selbst im Alter von 12 oder 13 Jahren Punkrock für sich entdeckt.
2. Was begeistert Dich zur Zeit?
Hm, gute Frage. Wirklich gute Frage. Ich lese zur Zeit "42×12 – The Cult of Fixed", ein Buch was sich mit Fixed-Gear Bikes und dem drumherum beschäftigt. Das ist sehr interessant, ansonsten tu ich mich grad wirklich schwer etwas zu finden wo ich sagen "ja, das begeistert mich total". Es gibt einige nette Platten, die ich mir zur Zeit gerne anhöre, Filme, die ich gucke, sowas halt.

3. Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Also ich hab vor vielen Jahren mit einer Point & Shoot Kamera mal angefangen Konzerte zu fotografieren in kleinen Clubs, eigentlich kam das dadurch, dass ich seit ich 16 oder so war immer in Bands gespielt habe und es auch interessant fand Momente festzuhalten. Ernsthaft würde ich sagen fotografiere ich nun seit ca. 2 Jahren. Ein guter Freund hat mir für einen Kurztrip nach London seine DSLR geliehen und kurz darauf habe ich mir dann meine erste eigene DSLR gekauft (welche ich noch immer nutze aber hoffentlich bald mal austauschen kann.) Ich habe dann auch wieder grösstenteils Konzerte fotografiert, etwas Street und halt so rumprobiert, was mir Spass macht. Nach einigen Wochen wurde ich eingeladen Teil des Team von http://www.facetheshow.com zu werden, wohl die bekannteste Fotowebsite, wenn es um Hardcore/Punk-Konzertfotografie in Europa geht.

4. Du scheinst deine Bilder ja öfters zu bearbeiten, was für Software benutzt du und wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?
Ich komme aus der Grafik-Ecke, habe einige Erfahrung in Agenturen sammeln können und bin auch seit einigen Jahren für Bands und kleine Plattenfirmen als Grafiker tätig. Daher ist natürlich eine Affinität auch zur Bildbearbeitung da. Ich arbeite mit einer Kombination aus Lightroom und Photoshop. Ich mags allerdings nicht Fotos zu sehr auf Hochglanz zu bügeln, evtl. weil ichs zu lang machen musste. Ist aber auch nicht mein Stil. Wo wir bei der Frage nach dem Stil wären… Kann ich dir leider nicht wirklich beantworten. Zum einen befinde ich mich natürlich noch immer in der Weiterentwicklung und probiere vieles aus. Ob man dort schon eine Handschrift erkennen kann müsstest du mir sagen oder jemand anderes, der oder die meine Arbeiten betrachtet. Es kommt aber auch dazu, dass ich z.b. meine 365Faces Serie, an der ich gerade arbeite, anders bearbeite als meine übrigen Bilder, einfach weil die natürlicher sein sollen und ich da nicht mit Cross-Processing oder so arbeite.

5. Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Da gibt es so einiges. Ich schaue mir sehr viele Filme an, wodurch ich auch versuche mal andere Blickwinkel zu entdecken. Natürlich stöber ich sehr viel auf Flickr, in Blogs, Büchern, Magazinen und schaue mir an, was andere Leute so machen. Die grösste Inspiration, auch wenn es total nach einem Klischee klingt, bringt das Leben mit sich. Rausgehen und Menschen und die Umgebung beobachten. Momente wahrnehmen… 6. Welche Fotografie-Webseiten kannst du unseren Lesern empfehlen?
Also ich klicke mich sehr sehr häufig durch Flickr, meine Freundin würde sagen, dass ich dort zu viel Zeit verbringe. Ich gucke mir dort die Bilder meiner Kontakte an oder suche nach neuen, interessanten und mir bis dahin unbekannten Fotografen. Sehr klasse finde ich 1x.com, wobei ich da oft aus Frust meine Kamera verkaufen möchte, einfach weil dort so viele unglaublich gute Fotos zu sehen sind. Dann kommen die Websites einiger Fotografen dazu und ein paar Blogs, die sich in meinem RSS-Reader befinden.

7. Wenn du Fotos machst, auf was achtest du? Dein inneres Gefühl oder ob technisches alles Perfekt ist?

Definitiv auf mein inneres Gefühl, wobei ich immer mehr merke, dass ich mich auch mehr um den technischen Aspekt kümmere. Ich glaube dadurch, dass ich eher von der Grafikbearbeitung und dem "den Moment einfangen" zur Fotografie gekommen bin, habe ich eine andere Herangehensweise, als jemand, der oder die eine klassische Ausbildung in dem Bereich genossen hat. Bei mir ist dann oft ein "naja, ist halt nicht ganz scharf aber die Stimmung kommt gut rüber" wichtiger gewesen. Anfangs und auch jetzt noch denke ich mir auch, passt nicht zu 100% mit der Belichtung aber lässt sich ja am Rechner regeln. Zur Zeit ärger ich mich dann doch aber mehr über kleine Schärfeverschiebungen. Aber am Ende zählt das fertige Bild und wenns mir gefällt ists mir dann eher unwichtig ob ich das nun durch die Nachbearbeitung oder schon durch ein perfektes Ausgangsbild erreicht habe. Dafür werden mich mit ziemlicher Sicherheit viele verdammen, aber da hat jeder einen anderen Anspruch denke ich, und das ist gut und wichtig.

8. Du fotografierst genau wie ich, die Menschen spontan auf der Straße ( 365faces.bjoernlexiusphotography.com ) wie gehst du auf dich Menschen zu? Was möchtest du mit deinem Projekt erreichen und findest du Markus Schwarze hat ein Patent auf diese "Art" der Fotografie?
Hauptsächlich möchte ich damit mein Auge für Menschen verbessern, auch was das Finden des besten Winkels für die Person angeht oder schnell mit der Lichtsituation umgehen zu können. Natürlich möchte ich auch Kontakte knüpfen. Dazu ist so ein Projekt ja sehr geeignet, da es mehr Leute auf deine Bilder aufmerksam werden lässt. Ich hatte erst vor wenigen Tagen das Erlebnis, dass ich jemanden auf der Strasse anspreche ob ich ein Foto von ihm machen dürfe und er schon davon gehört hatte, da ich einen Bekannten von ihm vor der Linse hatte. Sowas ist natürlich ein cooles Gefühl. Am Ende des Projektes möchte ich gerne eine Ausstellung mit den besten Bildern auf die Beine stellen.
Auf die Leute gehe ich sehr locker, zwanglos und offen zu, ich frage sie ob kurz einen Moment Zeit haben, stelle mich vor bzw mein Projekt und frage ob sie nicht Lust hätten ein Teil des Ganzen zu werden. Sehr viel hilft auch den Personen gleich eine Visitenkarte in die Hand drücken zu können.

Da Markus und ich ja beide in Hamburg unterwegs sind, habe ich mir die Frage auch schon gestellt. Ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich durch Markus’ Serie unter anderem auf die Idee kam auch so etwas durchzuziehen. Allerdings ist er ja nicht der Erste, der spontane Strassenporträts macht. Ich bin aber bekennender Fan, denn ich mag seine Art der Bearbeitung sehr gerne. War auch schon vor seiner Linse, allerdings hat mir dann ein kleines Mädchen den Rangabgelaufen und somit wurde mein Bild nicht veröffentlicht. Aber zurück zur Frage: da ja jeder Mensch irgendwie seine Umwelt anders wahrnimmt hat ja auch jeder einen andern Menschentyp, der auffällt und somit ist es trotzallem doch immer wieder interessant zu sehen, was z.b. dir bei deiner Serie 101 Helden auffällt an einer Person oder sonstwem an einem anderen Menschen interessant vorkommt.

9. Du selbst trägst einige Tattoos, kannst du sie uns erläutern? Jedes Tattoo hat doch eine Geschichte.
Oh, da habe ich einige und es werden stetig mehr. Generell lässt sich sagen, dass alle Tattoos, die ich habe, eine Geschichte haben und keins als reiner Körperschmuck da ist. Viele entstehen um gewisse Erlebnisse oder auch Lebensabschnitte zu dokumentieren, abzuschliessen oder sowas in der Art. Wiederum andere sind ein Tribut an z.b. Songs / Bands, die ich sehr gern mag oder sind Symbole für gewisse Einstellungen. Jetzt jedes Einzelne zu erklären würde zum Einen sehr lang dauern, zum Anderen auch sehr privat und persönlich werden. Ich würde ja sagen, guck dir Fotos von ihnen an, aber das würde hier den Rahmen sprengen, denk ich.

10. Was verbindest du mit Hamburg und wie würdest du die Fotografie-Szene in deiner Stadt beschreiben?
Hamburg, das ist für mich die Stadt meiner Wahl, die schönste Stadt Deutschlands. Das ist der FC St. Pauli, das ist Punkrock, das ist Lebensgefühl, das ist der Hafen. Ich verbinde viel mit Hamburg und ich kann sagen, dass es in Deutschland keine Stadt gibt wo ich lieber wohnen wollen würde. Zu der Fotografie-Szene kann ich nicht wirklich viel sagen, da ich mich nicht so sehr damit beschäftige zugebenermassen.

11.Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Kann ich dir leider auch nach langem Überlegen gerade nicht so beantworten. Ich glaube das ist eine Sache, die sich spontan ergeben muss. Es gibt Personen, die ich so interessant finde, dass ich sie gerne mal ablichten würde. Jacob Bannon z.b. wäre so eine Person. Er ist Sänger der Band CONVERGE (http://www.convergecult.com) und auch Künstler (http://www.jacobbannon.com) und er hat mich vor allem im grafischen Bereich sehr inspiriert.
12.  Hast du dich auf einen Style festgelegt? Würdest du sagen du bist ein Portrait-Fotograf oder begrenzt du dich nicht?
Ich glaube ich tendiere so langsam auf jeden Fall zur People-Fotografie. Ich merke, dass ich immer weniger Konzerte fotografiere, wobei ich das wieder ändern möchte. Meine Ideen bezüglich neuer Ideen für Serien drehen sich aber alle irgendwie um Menschen oder deren Lifestyle. Trotzallem werde ich aber auch immer wieder mal einen Photowalk machen und Architektur, Natur, Street fotografieren. Aufgrund der Rechtslage in Deutschland ist aber Street Photography einfach nicht so reizvoll, wie sie z.b. in London oder New York ist.

13. Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie? 
Ich würde sagen beides. Das Portfolio ist halt das Gesamte, in welchem sich aus einer Serie nicht all zu viele Bilder befinden sollten, damit es nicht zu langweilig wird. Eine interessante Serie mit einem Festen Thema hat aber sehr viele Reize. Ich plane zur Zeit an 2 weiteren Serien (neben dem 365 Faces Langzeitprojekt). Die eine dreht sich um tätowierte Menschen und die andere um Menschen und ihre Fahrräder.

14. Was möchtest du Fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?
Schwierige Frage. Ich denke man sollte Ambitionen haben und bloss nicht stagnieren. Ob ich nun mehr aus meiner Fotografie mache und vielleicht irgendwann mal Hobby zum Beruf machen möchte, darüber denke ich nach, denn, machen wir uns nichts vor, mit Anfang/Mitte 30 sollte man sowas eher machen als mit Mitte 40 aber ich bin ja auch noch sehr frisch in dem gesamten Metier. Ich kann bereits auf einige Veröffentlichungen meiner Konzertfotos zurückblicken und auch die ein oder andere Leinwand wurde verkauft, also sollte es schon irgendwie in die Richtung weitergehen.
15. Was hältst du von der Farbwolke und was würdest du evtl. verbessern wollen?Ich mag die Idee der Farbwolke, da ich ja nunmal auch den Grafik-Background habe und somit die Verbindung interessant finde. Ich mag es den Blog zu lesen und freue mich jetzt schon mehrfach Teil der Farbwolke gewesen zu sein. So ad hoc fällt mir keine Verbesserung ein, ich denke das Konzept ist schon gut, wie es ist. Da es nicht rein auf Fotografie reduziert ist, oder wie andere Blogs nur auf Technik finde ich es spannend.

Danke Björn für die tollen Antworten.

Wer mehr über Björn erfahren möchte kann sich folgendes anschauen:

Portfolio: http://www.bjoernlexiusphotography.com/portfolio/
365 Faces: http://365faces.bjoernlexiusphotography.com/
Blog: http://www.bjoernlexiusphotography.com/blog/
Twitter: http://twitter.com/bjoern_lexius

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Im Chat mit Stilpirat

Hey Steffen, was gab es heute zum Mittag bei dir?
Fisch Galore! Meine Frau macht gerade so ne Diät mit leckerem Essen… ich profitiere also in mehrfacher Hinsicht…

Wie bist du eigentlich zur fotografie gekommen?
Mein Vater ist Fotograf. Sagen wir es mal so: Es ergab sich!
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Was machst du derzeit beruflich?

Noch vor einem Jahr hätte ich Dir ne Latte Skills um die Ohren gehauen. Heute kann ich mit einem Wort antworten: Fotograf.
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Was ist passiert? Was hat dich zu dieser Veränderung bewogen?
Ich hab 15 Jahre im Grafik- und Webdesignbereich gearbeitet… Ein Stück weit bin ich sicherlich “ausgebrannt”. Meine Toleranz sank mit jedem Job. Ich hatte keine Lust mehr, schwafelige Briefings von Wäregern-Grafikern zu bekommen und am Ende der Gestaltungs-Sklave zu sein. Nach so langer Zeit entwickelst Du ein Gefühl dafür, wie Gestaltungselemente platziert werden. Der Kunde jedoch will permanent sein Logo größer und verliert die Botschaft komplett aus den Augen. Dabei sind die meisten Kunden komplett “beratungsresistent”,. Ich kam mir immer vor wie auf dem Schlachtfeld: Ein paar Winkelzüge hier – einen Haken da – etwas Schach dort. Am Ende ist das Ergebnis oft ein einziger Kompromiss von beiden Seiten… und das sieht man dem Ergebnis dann auch an. Die meisten meiner “Wow”-Arbeiten sind komplett ohne zu tun des Kunden entstanden… Ein Foto hingegen ist gemacht. Ende der Geschichte!
Vanessa-Auto4
Wie schwer ist dir dieser Schritt gefallen? Was für ein Risiko bist du dabei eingangen? Gerade auch finanziell? Ist jetzt eine Last von dir abgefallen?
Es gehört sicherlich Mut dazu, dass Ruder komplett herumzureissen. Fotografiert hab ich ja schon immer… nur eben nicht als Haupterwerb. Ich hab in den Weihnachtsferien letzten Jahres einfach mal eine Business-Seite als Fotograf (www.heidefotograf.de) ins Netz gestellt und eine Google Adword Kampagne geschaltet. Ich hatte gleich in der ersten Woche 4 Anfragen… Insofern bin ich relativ weich gefallen…  Den schönsten Moment hatte ich übrigens in diesem Jahr als ich einen Supergroßen und lukrativen Job für einen namhaften Kunden abgelehnt habe. Ich fühlte mich plötzlich so verdammt frei…
bubbles
Auf was in der Fotografie hast du dich spezialisiert? Was fotografierst du am liebsten?
Die Arbeit als Hochzeitsfotograf hat sich relativ schnell von selbst “spezialisiert”. Hier bin ich eigentlich fast jedes Wochenende unterwegs. Einfach weil es sich so ergab und hier die meisten Anfragen kamen. Mittlerweile mache ich das total gern. Am Liebsten ganze Hochzeitsreportagen. Ich begleite die Paare vom morgendlichen Aufstehen bis tief in die Nacht. Diese Art des Storytelling ist megaspannend! Du lernst einen Haufen netter Leute kennen und kriegst ne Menge Geschichten mit…  Und es schult das eigene Auge ungemein!
06_Brautpaarshooting_2_010
Hast du eigene Regeln die du während so eines anstrengenden Tages verfolgst? Kann mir gut vorstellen das man auch vor Langweile vom Stuhl kippen kann.
Langeweile? Du hast sowas noch nie gemacht oder? Du bist 14 Stunden komplett unter Strom! So eine Hochzeit ist komplett durchgeplant meist Monate und Jahre im voraus. Dir knallen die Events an solch einem Tag nur so um die Ohren. Du bist froh, wenn mal 10 Minuten nichts passiert, daß Du mal auf´s Klo kommst…
svenwiesner
Vielleicht ist Langeweile falsch ausgedrückt. Meinte eher Regeln ala “ich fasse gar keinen Alkohol” an. Gibt es Fettnäpfchen in die du schon getreten bist?
Alkohol verbietet sich von selbst. Fettnäpfchen lagen auch noch nicht im Weg. Ich hab meinen Tag eigentlich genauso minutiös geplant wie das Brautpaar. Ich schreibe mir im Vorgespräch den Ablauf genauestens auf und nutze jede freie Minute mit der Vorbereitung auf den nächsten Programmpunkt. Ich reise mittlerweile auch schon mit allerhand Geraffel, den ich ohne Assistenz teilweise gar nicht mehr wuppen könnte.hochzeit-hamburg
Stehst du lieber komplett unter Strom oder lässt du dir am liebsten für ein Motiv länger Zeit?
Ich stehe am Liebsten komplett unter Strom. Das hält wach und schärft die Sinne. Für ein Motiv nehme ich mir eigentlich gar keine Zeit… ich sammle Momente ein… die sind so schnell vorbei…
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Also lässt du es auch lieber laufen?
Ja absolut! Hin- und wieder hab ich zwar auch mal Gelegenheit zu inszenieren, was auch tierisch Spaß macht. Allerdings ist in dieser Situation ein völlig anderes Ziel im Fokus. Bei Hochzeiten kannst Du beim Brautpaarshooting manchmal ein bisschen inszenieren. Aber nur bis zu einem gewissen Maß… Du hast in der Regel ja auch nur eine halbe Stunde… Portraet-Foto-schwarz-weiss

Du hast zur WM ein Fotoprojekt mit dem Namen “Schlaaand.net” vorgestellt. Wie ist die Resonanz? Bist du zufrieden?
Ja sehr! Ich hätte nie im Traum daran gedacht, daß das Projekt so einen Haufen Arbeit macht! Jeden Tag die Einsendung posten und Texte dazu schreiben, alle Fotos und Texte so sichern, dass man sie wiederfindet… Und am Ende das Fotobuch gestalten… Hat auch noch mal einen ganzen Tag verschlungen. Aber es ist supergeil geworden! Neulich war ich auf einer Werkschau von Paul Ripke als ein mir unbekannter Typ vor mir steht und mich ganz aufgeregt mit Namen begrüsst… Es war der Gewinner des Schlaaand-Wettbewerbs, der sich tausendmal bedankt hat! Nette Begegnung!
Golferhochzeit005
Planst du weitere Projekte  dieser Art? in welche Richtung soll sich dein Blog stilpirat.de entwickeln?
Klar! Sobald mir wieder eine spinnerte Idee kommt, leg ich wieder los! Mein Stilpir.at Blog ist hierfür genau die richtige Plattform. Die Portfolio Seite www.Stilpirat.de will ich trotzdem weiterführen. Allerdings nur noch als Fotograf. Ich hab so eine 2-Marken Strategie: Die Heidefotograf.de ist meine Plattform für das Alltagsgeschäft. Die Stilpirat.de soll vor allem an jene fotografisch interessierte gerichtet sein, bei denen es gern auch mal ein wenig punkig zugehen darf.

Wenn du die Wahl hättest: Welche berühmten Persönlichkeit würdest du gerne ein mal ablichten? Und bei was?
Auch wenn es Dich enttäuscht: Berühmte Persönlichkeiten sind mir komplett schnuppe! ich würde lieber die unbekannte Oma aus dem dritten Stock porträtieren, oder jemand Fremdes spontan auf der Straße.

Und mit jemanden bekannten zusammenarbeiten? Inspiriert dich ein anderer Fotograf / Künstler?
Oh ja! Ich würd gern mal für ne Zeit beim Duckduck Collective(http://duckduckcollective.com/blog/) unterkommen oder bei Paul Ripke (http://www.paulripke.de/) – ich wollte mich immer mal bei seiner Aktion “Assi für einen Tag” bewerben…

Ich wurde im Gegenzug auch von Steffen interviewt – könnt ihr gerne hier lesen.

Steffen im Web:

-> stilpir.at Weblog
-> stilpirat.de
-> Heidefotograf.de
-> Flickr Stream
-> Twitter

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In eigener Sache..

Es hat sich einiges getan. Es gibt einige Veränderungen rund um die Farbwolke. Thomas hat unser Autoren-Team leider verlassen. Er war ab der 1. Stunde mit dabei. Er hat geholfen diesen Blog groß zu machen, mit vielen fachlich guten Beiträgen. Leider sind diese Beiträge in den letzten Monaten immer weniger geworden, da sich auch einige Interessen verschoben haben. Dank dir Thomas für die Zusammenarbeit und viel Glück weiterhin.

Nelly und ich werden euch natürlich weiter mit Beiträgen versorgen. Wer uns einen Gastartikel zukommen lassen will, kann dies natürlich auch gerne unter info@farbwolke.de tun.

Ich überlege einen 2. Farbwolke Tag zu veranstalten, also 24 Beiträge an 24 Stunden. Was haltet ihr von der Idee? Wäre es interessant für euch, oder eher ermüdend?

Dann hab ich gestern noch ein kleines Interview für die neue Kunst-Plattform, lit:hea:rt gegeben. Falls es euch interessiert, könnt ihr es euch gerne hier durchlesen.

Und wer weiter auf dem laufenden bleiben möchte, kann bei Facebook Fan werden, uns bei Twitter verfolgen oder auch Bilder in unseren Flickr Pool hochladen. Wünsche euch allen noch einen schönen Dienstag. Bis bald.

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Gedanken-Wolke mit Martin Gommel

Heute möchte ich euch ein Interview vorstellen, was ich mit Martin Gommel (Kwerfeldein.de – Gründer und Blogger) über Skype geführt habe. Martin ist der erfolgreichste Foto-Blogger Deutschlands. Wir sprachen über Musik, Kreativ-Probleme & über Inspiration.

Hey Martin, vorstellen brauch man dich ja nun nicht wirklich, du bist laut Statistik der meistegelesene Fotoblogger Deutschlands. Was berührt dich z.Z. bzw. was gibt dir derzeit den größten Inspirativen Schub?
Martin Gommel: Hm, gute Frage. Aktuell inspiriert es mich, über meine eigene Art zu fotografieren nachzudenken und das niederzuschreiben. Diese Woche habe ich die Serie “Wie ich Menschen fotografiere” gestartet und versuche die Sachen so auf den Punkt zu bringen, dass Aussenstehende etwas davon mitnehmen können. Keine einfach Sache – und trotzdem lohnt es sich.

Ja diese Serie hat mir im ersten Artikel schon sehr gefallen, gerade die Leute so zu fotografieren wie sie sind ist genau meine eigene Ausrichtung. Sag mir was ist dein derzeitiges Lieblingsmotiv? Ich beschränk mich derzeit sehr auf Portraitfotografie um in einem Teilgebiet der Fotografie “voran” zu kommen. Begrenzt du dich selbst?
Martin Gommel: Aktuell sind es definitiv Menschen. Ich habe mich über längere Zeit intensiv mit der Landschaftsfotografie beschäftigt und habe seit ein paar Monaten den Fokus voll auf “Leute” gesetzt. Sie sind also – um Deine Frage richtig zu beantworten – mein Lieblingsmotiv.

Was beziehst du in deine Fotografie mit ein? Ausschließlich digitale Fotografie? Ich mach an mir selbst die Beobachtung das ich mich derzeit immer mehr für die analoge Welt beschäftige, kauf mir Polaroids und überlege mir ein S/W Farblabor zu zulegen. Sozusagen den Ursprung der Fotografie wiederzuentdecken. Spielst du mit Kameratypen, switchst du zwischen Analog und Digital und wie stehst du zu Polaroids? Effekthascherei?
Martin Gommel: Keins von alledem. Ich konzentriere mich mit der Kamera auf den Moment und vesuche, das Beste herauszuholen bzw. das, was ich sehe einzufangen. Und ja, ausschließlich digital.

Stell dir vor es gibt nur noch ein Objektiv auf dieser Welt und du müsstest entscheiden welches, was wäre es für eins?
Martin Gommel: Die 50mm Festbrennweite.

Wie wichtig ist dir die Musik im Leben?
Martin Gommel: Musik war schon immer ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben. Ich habe als Kind begonnen, Klavier zu spielen, mit 13 ne Band gegründet und mache bis heute selbst Musik. Ich habe 2 Jahre in der Metalcoreband “Opposition Of One” den Bass bedient, was auch eine gute Erfahrung für mich war. Musik ist für mich etwas, was der Fotografie manchmal ähnlich ist – da sie auch das Herz anspricht.

Kombinierst du deine Leidenschaft der Musik mit deiner Fotografie? Setzt du z.B. Musik bei diversen Shootings ein?
Martin Gommel: Nein, eher anders herum. Wenn ich eine z.B. eine Hochzeit fotografiere, dann ist die Musik oftmals schon da – je nach dem, was dann da rüber kommt, kann mich das schonmal inspirieren, aber auch nicht immmer (dafür habe ich einen zu konkreten Musikgeschmack).

Was hat dir in deiner fotografischen Laufbahn  am meisten Spaß bereitet und was war dein Tiefpunkt?
Martin Gommel: Es gibt so viele Sachen, die mir Spaß gemacht haben und ich bin heute einfach super froh, so leben zu können und versuche, jeden Tag so genießen, wie er kommt. Eine Sache, die mich aber sicherlich besonders geprägt hat, war die Entdeckung, dass ich Menschen gerne fotografiere und nicht für alle Ewigkeiten an die Landschaftsfotografie gebunden bin. Den Tiefpunkt hatte ich kurz davor, als ich dachte, es geht gar nichts mehr.

Wie hat sich dieser Tiefpunkt bemerkbar gemacht? Hattest du das Gefühl dich ständig zu wiederholen oder wie kann man sich das vorstellen?
Martin Gommel: Der Antrieb, noch mehr Landschaftsfotos zu machen war komplett weg. Da ging nix mehr. Mir haben meine eigenen Fotos nicht mehr gefallen und ich habe verkrampft versucht, mich dagegen zu wehren und es wegzuschieben.

Manchmal muss man eben ausbrechen, sich komplett frei machen, den Kopf freibekommen, dadurch bekommt man neue Motivation. Wie findest du so eine Kategorisierung im Allgemeinen? Hey ich der Portraitfotograf oder ich der Architekturfotograf.. Ist sowas nicht zu speziell? Zu klein dieses Feld?
Martin Gommel: Ich glaube, das muss jeder für sich entscheiden. Ich selbst bin vorsichtig geworden, mich da festzulegen, obwohl ich kein Problem habe, mich als jemanden zu bezeichnen, der Hochzeiten fotografiert, denn das tue ich ja. Spannend wird es, wenn wir in 20 Jahren nochmal draufschauen und sehen, wo ich dann gelandet bin.

Du hast 3 Wünsche frei, was wünschst du dir?
Martin Gommel: Hm – ehrlich gesagt bin ich mit dem glücklich, was ich habe. Wirklich.

Das hört man gern. Wie bist du auf die Idee von Kwerfeldein gekommen? 1. Wieso dieser Name und 2. Verrat uns dein Erfolgsgeheimnis!
Martin Gommel: 1. Kwerfeldein war schon immer ein Wort, das ich gemocht habe. In meiner Kindheit bin ich gerne querfeldein gelaufen, ich mochte die Abwechslung und das Verlassen er üblichen Wege. 2. Hm, ich glaube ich habe keins. Zumindest fällt mir nichts ein, was ich Dir darauf sagen könnte, was tatsächlich einen Sinn ergibt. Kwerfeldein lebt von so vielen Kleinen und Großen Momenten, Einstellungen und letztendlich auch von den Lesern.

Ich glaube Kwerfeldein lebt von deiner Person, die mehr als symphatisch und vorallem authentisch rüberkommt. Bedeutet dir der Erfolg was? Man merkt bei dir immer du teilst sehr gerne. Daher vielleicht auch der Erfolg. Kwerfeldein, bist du auch ein Querdenker? Merkst du im Vergleich zu anderen Personen, anders an eine Sache heran zu gehen als die “breite” masse?
Martin Gommel: Ich glaube, dass es völlig normal ist, dass ich anders an die Sache herangehe – aber das ist nichts besonderes. Ich bin einfach anders, als andere. Ich glaube nicht, dass ich in irgendeiner Art und Weise besser bin als andere Blogger, Fotografen oder Freunde. Aber ich versuche auch, mich nicht mit anderen Kollegen zu vergleichen – zumindest nicht im Kontext des Besser-oder-Schlechteren.

Du bist vor ein paar Tagen 29 Jahre alt geworden (Glückwunsch nochmals von meiner Seite) gibt es ein großes Ziel was du fotografisch erreichen möchtest?
Martin Gommel: Sicher. Nächstes Jahr wird es einen Relaunch des Kwerfeldein.de Blogs geben, da ein neues Design dringend notwendig ist. Aktuell bin ich damit beschäftigt, ein paar gute Linsen zu ergattern, was sehr viel Zeit und Überlegungen kostet.

Wer macht das Webdesigns deines Blogs? Du selbst? Kannst du schon Details verraten? Was wird es für Veränderungen geben? Und, wie wird es aussehen?
Martin Gommel: Das Design wird wieder Daniel Ehniss machen. Mehr verrate ich aber nicht, dann wäre ja die Spannung weg. Ausserdem steht bisher nur grob unser Konzept – wie das dann im Einzelnen aussehen wird ist noch nicht fest.

Mit welcher berühmten Persönlichkeit (egal wer) würdest du einmal Zusammenarbeiten / Abhängen?
Martin Gommel: Puh, gute Frage. Ehrlich gesagt hab ich darüber noch nie nachgedacht, weil ich so schon so viele coole Menschen um mich herum habe. Aber wenn Du’s drauf anlegst: Ich würd gern Johnny Häusler von Spreeblick mal persönlich kennenlernen. Toller Mensch.

Kannst du unseren Lesern nicht ein paar Blog-Link-Tipps geben, die der allgemeinen Inspiration dienen müssen ja nicht alle sein?
Martin Gommel: Klar doch. Stylespion, Tautoko.info und das Blog von meinem guten Freund Daniel Ehniss.

Sag mal wie gefällt dir eigentlich unser Blog? Was würdest du evtl. verbessern?
Martin Gommel: Also Euer Blog ist meiner Meinung nach echt gut gestaltet – finde ich ansprechend. Aber die zweite Frage kann ich Dir gar nicht beantworten. Ich denke, ihr gebt Euer Bestes und das ist, was in erster Linie zählt.

Sag mir noch kurz guckst du Fußball? In ein paar Minuten ist die WM Auslosung, auf was für Gegner hoffst du? Falls nein, hast du unseren Lesern noch etwas zu sagen?
Martin Gommel: Aktuell schaue ich überhaupt kein Fußball. Wenn die WM dann losgeht, werde ich schon hier und da mal reinspicken, aber mir ist das immer weniger wichtig geworden. Zum Abschluß möchte ich Dir, Martin danke sagen, für das Interview. War angenehm, hier mit Dir zu plaudern und somit Deinen Lesern einwenig von mir mitzugeben. Danke!

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