Gedanken-Wolke mit Paupi

Paupi ist ein guter Mensch. Ich durfte ihn schon persönlich kennen lernen und wir haben auch schon einmal zusammen Fotos gemacht. Wir stehen fast täglich im Kontakt. Ich hab euch auch schon mal sein Portfolio hier auf der Farbwolke vorgestellt. Wir teilen oft die gleiche Einstellung und endlich konnten wir ein gemeinsames Interview durchführen.

Facebook:  https://www.facebook.com/fotopaupi
Webseite: http://www.paupi.net 

Hey Paupi, stell Dich doch bitte kurz vor. 

Moinsen – ich bin Paupi. :)  Hihi, 38 jahre alt,  komme aus ner schwäbischen Kleinstadt, verheiratet (ja glücklich sonst wär ich‘s nicht), keine Kinder,  Mietwohnung,  kein Hund.

Foto: Björn Lexius (http://www.bjoernlexius.de/)

Was begeistert Dich zur Zeit? (Musik/Ausstellung/Buch/…)

Musikalisch bin ich irgendwo hängen geblieben. :) Ich bin auch was Musik angeht ziemlich intolerant. Ich bin Punkrocker und mag alles, was sich da drum herum so tummelt. Wobei ich zugeben muss, dass ich so manch‘ Elektro- und Hiphopzeug ganz gut finde. Ich will da aber gar nicht über meinen beschränkten Tellerrand gucken. Länger als 10 Minuten ertrag ich das aber nicht. :) Motown hat sich auch bei mir eingenistet – total angenehm in der Kneipe und beim Autofahren.

Ausstellungen finde ich meist langweilig und ein aktuelles Lieblingsbuch kann ich dir gerade auch nicht sagen. Fernsehtechnisch kriegst du mich mit den Simpsons und ins Kino geh ich nicht.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?

So richtig bewusst, also mit ner Spiegelreflex, seit 2007, glaube ich. Fotografiert hab ich schon immer, allerdings mit ner Hosentaschenknipse. Einfach immer und überall draufgehalten. Sind viele wirklich lustige Fotos entstanden. :) Irgendwann hab ich mich dann durchgerungen ne DSLR zu kaufen. Dann viel gelesen –  ausprobiert – nicht verstanden – sein gelassen. :) Ich hab mich relativ schnell dazu entschieden nur Festbrennweiten zu verwenden. Wegen der Lichtstärke und weil du,  glaube ich, ein anderes Gefühl für‘s Motiv bekommst, als nur dazustehen und den Zoomring zu drehen.


Du scheinst deine Bilder ja öfters zu bearbeiten, was für Software benutzt du und wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?

Naja, bearbeiten ist da vielleicht der falsche Ausdruck. Ich mache relativ wenig an meinen Bildern, manchmal auch zu wenig. Die Raws entwickle ich mit Aperture. Damit mache ich eigentlich fast alles. Da habe ich meine Lieblingspresets zur Verfügung. Retouche – außer es ist ein Mörderpickel auf der Nase – gibbet bei mir nicht. Augen nachschärfen und das war‘s auch schon. Irgendwann werd‘ ich auch da mehr machen (müssen) – ich will aber immer weit weg sein von glattgebügelter Haut. Menschen haben ihre Dellen, Hautunreinheiten, krumme Nasen, abstehende Ohren. Das gehört zu ihnen und das muss auch auf den Bildern transportiert werden. Es will doch niemand ernsthaft so aussehen wie die Cretins aus der Werbung?! ich will auch grundsätzlich das derjenige der fotografiert werden will/soll – sich so kleidet und evtl. schminkt wie er das sonst auch macht.
Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?Puh, klar zieht man seine Ideen auch durch das anschauen von anderen Bilder. Jeder der sagt, dass er das nicht macht, lügt glaube ich. Da sind wir aber schnell in der Diskussion: Inspiriert oder geklaut? Schwieriges Thema. Ist glaube ich wie in der Musik. Jedes Riff gab es schon mal. Ich suche aber nicht vor einem Shooting passende Bilder von anderen Fotografen und stell die dann nach.

Inspiration ziehe ich sonst aus Musik,  dem Beobachten auf der Straße,  irgendwelchen kranken Gedanken, Germanys next Topmodel, whatever! Einfach mit offenen Augen rumtigern.

Was ist deine fotografische Lieblingsstadt? Auf welchen Fleck der Erde würdest du gerne mal fotografieren?

Natürlich das Viertel! :) Und nachdem wir 2011 in New York waren,  ich bin immer noch geflasht, glaube ich,  dass dir New York auch noch nach 10 Jahren interessante Motive bietet. So viele verschiedene Menschen, Plätze, Dinge und jeden Tag ist es anders. Irgendwann will ich dort auch mal ein Fotodings machen, ansonsten würde ich gerne mal,  nicht nur zum Fotodingsen, nach Tokio.

Wenn du Fotos machst, auf was achtest du? Dein inneres Gefühl oder ob technisch alles Perfekt ist?

Da ich mit der Technik oftmals auf Kriegsfuß stehe – inneres Gefühl. Ich finde ein Bild muss wirken. Da ist es mir erst mal egal, ob das jetzt 100% scharf ist, irgendeinem goldenen Schnitt oder sonst was entspricht. Leute die auch bei Feedback sich nur auf solche Sachen stürzen kann ich leiden wie den HSV. Auch aus dem Grund treibe ich mich überhaupt nicht mehr in irgendwelchen Fotoforen oder der Fotocommunity rum. Klar will man besser werden und auch technisch bessere Bilder machen. Ich habe zum Glück viele professionelle Fotografen im Freundeskreis und einer meiner ältesten Sankt Pauli Freunde Stefan (www.stefangroenveld) versucht mich immer nen Level höher zu schieben. Das klappt glaube ich auch ganz gut.

Du bist sehr in der Fußballszene von St. Pauli verankert, was genau machst du dort und probierst du auch diesen Szene Kult fotografisch zu verarbeiten?

Puh, mach mal schnell das Kult weg. Ich bin jetzt seit fast 20 Jahren dabei, aber irgendwie ist der von den Medien beschriebene Kult noch nicht an mir vorbeigelaufen. Ernst: ist tatsächlich eine Erfindung der Medien und wird aber tatsächlich von vielen Fans so gesehen und versucht zu leben. Die lustigen immer feiernden Party-Paulis waren wir aber noch nie.

Ich bin seit etwa 10-12 Jahren in der Fanszene aktiv. In verschiedenen Gruppen und Gremien. Zusätzlich bin ich seit 2008 gewähltes Mitglied im Fanclubsprecherrat – der offiziellen Vertretung der eingetragenen Fanclubs.

Fotografisch bin ich zumindest im Viertel zu Hause und auch viele/die meisten der Menschen die ich fotografiere sind eher in der aktiven Fanszene anzutreffen. Natürlich wird bei solchen Fotos immer irgendwie versucht der Vereins/Viertelbezug zum Thema zu machen. Macht ja auch einen Großteil unseres Lebens aus. Ich mein: Ich hab keinen Freund ohne Fussballbezug – Urlaube und Hochzeiten werden nach dem Spielplan terminiert und am Spieltag kann man leider nicht auf ne Beerdigung gehen.

Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?

In meinem erweiterten Freundeskreis treiben sich ja so einige “Musikgrößen” rum – da gibt es schon interessante Typen mit denen es sicher spaßig wäre und die auch bereit wären sich von nem Typen wie mir ablichten zu lassen. Hat sich halt bisher nicht ergeben. Ein bestimmtes Projekt/Plan hab ich da nicht im Kopf – hab ich eh selten. :) Ich hab keine Ahnung, irgendwas wird sich da mal durch Zufall ergeben – darauf hinarbeiten eher nicht. Ich bin eh nicht so der Typ, der guckt wer was ist oder erreicht hat, ein Star ist. Ich kann nur mit Menschen was machen, die auch auf meinem Level sind, menschlich und politisch.

Man sieht von dir fast nur Portraitfotos, würdest du dich als Portraitfotograf bezeichnen oder wie stehst du z.B. zur Architekturfotografie?

Schwieriges Thema – mir hat es die Menschenfotografie angetan. Wenn ich Gebäude und/oder Landschaft fotografiere sieht das irgendwie immer naja aus. Ich krieg da einfach den Zugang nicht. Bei Menschen hast du viel mehr Möglichkeiten zu experimentieren und kannst mit Emotionen und/oder Launen spielen und davon profitieren. Ich mag‘s auch total Menschen in ihrer Umgebung abzubilden. Dort wo sie wohnen, sie sich wohl fühlen,  wo sie verwurzelt sind. Ich habe vor einem Shooting (doofes Wort) selten wirklich die Bilder im Kopf. Immer ein paar Ideen,  aber das meiste ergibt sich dann wenn man unterwegs ist. Ich treff mich mit den Leuten immer irgendwo in der Stadt und dann gehen wir los und gucken wie es sich entwickelt – probieren zusammen aus. Zwischendrin setzt man sich irgendwo zusammen hin quatscht, trinkt ein Kaffee oder Bierchen, raucht ne Zigarette und macht weiter. Ich hab die Erfahrung gemacht das die Leute sich dann deutlich wohler fühlen und sich auch öffnen. Entspannte Menschen sind auf Fotos irgendwie cooler. :)

Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie?

Ich denke beides ist wichtig. Zuallererst muss natürlich die Serie gut sein,  sonst biste ja selbst nicht zufrieden und der/diejenige, die du stundenlang gequält hast auch nicht. Wenn du Fotos veröffentlichen darfst,  finde ich,  muss auch dein Online-Portfolio / Website / whatever, vor allem zu dir und zu deinem Style passen.

Was möchtest du Fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?

Puh! Ich möchte meinen Weg weiter gehen, meinen Style (sofern ich den habe) weiterentwickeln und mehr Technik(en) lernen. Ich will das auch immer nur hobbymäßig machen und nur dann wenn ich Bock drauf habe.


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LE.View mit Gabriela Wendt

LE.View ist eine Interviewreihe aus der Stadt Leipzig. Ich möchte euch in unregelmäßigen Abständen Menschen aus meiner Heimatstadt Leipzig vorstellen, die für mich Kreativ und Interessant erscheinen. Gabriela macht heute den Anfang. Sie ist eine begabte Illustratorin und verfügt über geniale Zeichen Fähigkeiten.

Hey Gabriela, stell Dich doch bitte kurz vor.
Ich bin 23, in Leipzig lebend und kreativ. Zumindest behaupte ich das von mir selbst. Das sollte aber jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe Mediengestaltung gelernt und arbeite derzeit in der Grafikabteilung einer Agentur. Ich habe einen kleinen Mops namens Yoshi und lebe in meinem eigenen kleinen Wunderland. Da lebt sichs recht nett und da gehen auch die Ideen nie aus.

Was begeistert Dich zur Zeit?
Ich bin derzeit ein wenig auf dem asiatischen Trip. Liegt teilweise an dem Buch “Geisha”, was ich als letztes gelesen habe und zum anderen an einem asiatischen Auftragsbild, mit Kirschblüten, Drachen und den ganzen typischen Dingen. In jeder freien Minute scribble ich asiatischen Kopfschmuck vor mich hin, da ich demnächst gern eine neue Geisha zeichnen möchte (wie so vieles andere auch …)

Seit wann illustrierst du? Wie bist du zu dieser Kunst gekommen?
Naja, generell gezeichnet hab ich eigentlich schon mein ganzes Leben lang. Da aber auch bloß mit Bleistift; für Pinsel und Farbe fehlt mir irgendwie die Geduld. Nachdem ich mir dann wochenlang Tutorials über digitales Zeichnen angeschaut hab, dachte ich mir “das kannst du auch” – und so hab ich vor 3 Jahren also selbst angefangen.

Gab es ein Schlüsselerlebnis in deiner ausführenden Kunst als Illustratorin?
Mmmmh… Also die erste Zeit muss ich zugeben, hab ich noch recht einfach und plakativ gemalt. Damit war ich aber nie wirklich zufrieden. Da gab es dann auch eine recht lange Pause, in der ich nicht kreativ tätig war. Anscheinend hab ich die auch gebraucht, denn das nächste Bild war dann der Schritt in die neue Richtung. (siehe Bild) Weg vom plakativen, rein in das realistischere und detaillierte. Vergleicht man meine Anfänge mit allem, was danach kam, sieht man einen wirklich großen Schritt.

Mit was arbeitest? Was für Programme und Hilfsmittel besitzt du?
Ich zeichne hauptsächlich mit Photoshop, manchmal auch mit Illustrator, das kommt ganz auf den Stil drauf an. Außerdem nutze ich ein Grafiktablett; meinen Respekt an alle wie zum Beispiel Mandy Reinmuth, die mit der Maus zeichnen. Für mich als Linkshänderin wäre das ein Ding der Unmöglichkeit.

Zeig unseren Lesern doch einmal was von deinen Anfängen als Illustratorin.
Das könnte ja direkt peinlich werden, aber gut … wenn es denn sein muss.. immerhin war ich vor 3 Jahren noch mächtig stolz darauf ;) Das erste ist ein Lesezeichen, ich glaube da war ich vom König der Löwen Musical noch beeindruckt gewesen, deshalb das Thema. Das Zweite war der erste Versuch, mich und meinen Mops Yoshi zu zeichnen … Wenn ich diese wackligen Striche sehe.. ohje…

7. Was würdest du jemanden raten der gerade erst mit der Illustration anfängt?
Malen, malen, malen. Und wenn man merkt, es klappt nicht mehr – aufhören und Pause einlegen. Wie gesagt, bei mir hat sich dadurch irgendwo ein Schalter umgelegt. Und gerade am Anfang kann man auch viel von anderen sich anschauen, Tutorials, Videos, Blogs, was es nicht alles gibt. Da ist auch “abkupfern” noch erlaubt, bis man seinen eigenen Stil gefunden hat. Jeder kupfert am Anfang ab.

8. Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“ auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Aus ganz Unterschiedlichem. Manchmal entwickeln sich Illustrationsgedanken durch ein Lied im Radio, eine Wetterlage, ein Buch, was ich gerade lese. Manchmal hüpft die Idee auch einfach nur durch meinen Kopf ohne einen bestimmten Ausgangspunkt gehabt zu haben.

9. Wie entsteht ein normales Werk bei dir? Fängst du an zu scribbeln und setzt es dann später um? Oder arbeitest du wie Wild darauf los?
Meistens mach ich die allerersten Scribbles noch ganz altmodisch auf Papier. Hab ich die ersten brauchbaren Ideen, setz ich das Scribble digital um, damit ich eine Vorlage habe. Völlig aus dem blauen heraus zu malen, ist irgendwie nichts für mich. Viele zeichnen ja auch erst alles grob vor, auch von den Farben her und gehen dann insgesamt immer weiter ins Detail. Ich zeichne lieber gleich alles detailliert; so hab ich was woran ich mich erfreuen kann, obwohl das Bild noch nicht fertig ist.

10. Was verbindest du mit Leipzig und wie würdest du die Kreativ-Szene in deiner Stadt beschreiben?
Mit Leipzig verbinde ich Heimat. Heimat, Familie, Freunde. Ich bin hier aufgewachsen und ich wollte die Stadt auch noch nie verlassen. Auf jeden Fall gibt es hier sehr viele kreative Leute und vor allem auch Angebote, die man nutzen kann um sich mit anderen Kreativen auszutauschen.

11. Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?Oh, das ist schwer. Da ich noch mit niemandem zusammen an einem Bild gearbeitet habe, wäre es Neuland, aber Interesse besteht prinzipiell auf jeden Fall schon. Wäre sicherlich recht spannend, was dabei dann am Ende rauskommt. Am besten wäre jemand aus einer völlig anderen Stilrichtung.

12. Was möchtest du noch erreichen? Welche Ziele hast du?
 Ich möchte so viele Menschen wie möglich irgendwann mit meinen Bildern erreichen können. Noch ist das ja relativ begrenzt, aber man weiß ja nie was die Zukunft bringt. Außerdem möchte ich, wenn ich genug passende Bilder zusammen habe, einen Kalender zusammenstellen. Aber mein größtes Ziel wäre ja, meine Bilder irgendwann in Großformat in einer Galerie hängen zu sehen.

13. Erzähl doch mal unseren Lesern, wo man weitere Werke von dir sehen kann und wie man dich erreichen kann.
Nun, ich bin im Facebook unter Gabriela Wendt Illustration zu finden oder mit meiner Page CherryGraphics. Außerdem kann man meine Bilder bei Interesse bei Posterlounge.de sowie Artflakes.com unter Gabriela Wendt finden und kaufen. Für Aufträge bin ich natürlich auch immer offen, einfach im Facebook oder unter g.wendt87@googlemail.com nachfragen.

Vielen Dank für dieses Interview aus der wunderschönen Heldenstadt Leipzig. 

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Ein Interview in der Bild…

Noch ein kleiner Aufruf: Liebe Bild & Bildblog Leser- guckt euch doch auch mal mein Portfolio unter www.martin-neuhof.com an!

Dieser Blog hatte gestern die Ehre auf Platz 1 der Wikio Liste bei allen Leipzig-Blogs vertreten zu sein. Heldenstadt.de ein Leipziger Info Blog – hatte gestern diese Liste aufgestellt. Gegen Mittag hatte ich dann eine E-Mail in meiner Inbox mit einer Anfrage der Bild Zeitung.

Wir trafen uns nach getaner Arbeit und es wurden ein paar Fotos von mir geschossen. Die lustigste Frage war folgende: Welche Blogs liest du so? Antwort: Bildblog. Natürlich hat es diese Frage nicht in den Artikel geschafft, soviel Selbstkritik hätte ich der Bild nun auch nicht zugetraut. Ich wollte mal testen was es für eine Aufmerksamkeit auf sich zieht, es ist begrenzt. Die Reaktionen der Menschen waren von “Du hast deine Seele verkauft.” bis hin zu “Ich bin stolz auf dich!” sehr vielseitig. Eine Erfahrung bin ich jetzt aber reicher.

Übrigens hab ich heute zum ersten mal in meinem Leben eine Bild gekauft!

Online Artikel: Klick.

Print Artikel: Seite 3 / Bild Leipzig Regional

//Update… Und dann schafft man es auch noch auf den Bildblog. Wow! Danke. Beide Seiten gut bedient.

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in eigener Sache…

Juliane - VEB Interdruck

Für mich ist es immer die größte Auszeichnung wenn Menschen die man fotografiert hat, zufrieden sind. Die Juliane hab ich zum ersten mal in einer mexikanischen Kneipe in Leipzig kennengelernt. Irgendwann hat man sich über Twitter wieder “getroffen” und wir hatten Lust auf eine gemeinsame Fotoaktion. Nun hat sie mir über ihren Blog ein kleines Denkmal gesetzt.

Link >> Through Ritmans Eyes

Print24 müssten viele von euch kennen. Eine Online Druckerei die ihren Hauptsitz in Dresden hat. Vor ein paar Wochen wurde ich gefragt ob ich nicht Lust hätte ein kleines Interview zu geben. Irgendwann hab ich es dann auch geschafft die Fragen zu beantworten.

Link >> Im Interview: Martin Neuhof

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Gedanken-Wolke Mit Björn Lexius

Björns arbeiten habe ich vor ein paar Monaten entdeckt. Ich mag die Menschen die er fotografiert. Er stellt die “Marke”-Mensch in einen urbanen Kontext dar. Da war es für mich doch mal an der Zeit ein paar Fragen zu stellen.      

1. Hey Björn, stell Dich doch bitte kurz vor.
Hey Martin, mein Name ist Björn Lexius, bin 33 und lebe seit einigen Jahren in Hamburg. Gebürtig komm ich aus einer kleinen Stadt, welche sich im Niemandsland zwischen Ruhrpott und Münsterland befindet. Ist nicht weiter der Rede wert, sie war nur sehr prägend, wenn es darum ging ob man sein Leben eher konservativ oder alternativ auslegt. Wie das halt so ist, wenn eine Stadt zu gefühlten 90% aus Rentnern besteht, irgendwie schon immer CDU-regiert war und man selbst im Alter von 12 oder 13 Jahren Punkrock für sich entdeckt.
2. Was begeistert Dich zur Zeit?
Hm, gute Frage. Wirklich gute Frage. Ich lese zur Zeit "42×12 – The Cult of Fixed", ein Buch was sich mit Fixed-Gear Bikes und dem drumherum beschäftigt. Das ist sehr interessant, ansonsten tu ich mich grad wirklich schwer etwas zu finden wo ich sagen "ja, das begeistert mich total". Es gibt einige nette Platten, die ich mir zur Zeit gerne anhöre, Filme, die ich gucke, sowas halt.

3. Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Also ich hab vor vielen Jahren mit einer Point & Shoot Kamera mal angefangen Konzerte zu fotografieren in kleinen Clubs, eigentlich kam das dadurch, dass ich seit ich 16 oder so war immer in Bands gespielt habe und es auch interessant fand Momente festzuhalten. Ernsthaft würde ich sagen fotografiere ich nun seit ca. 2 Jahren. Ein guter Freund hat mir für einen Kurztrip nach London seine DSLR geliehen und kurz darauf habe ich mir dann meine erste eigene DSLR gekauft (welche ich noch immer nutze aber hoffentlich bald mal austauschen kann.) Ich habe dann auch wieder grösstenteils Konzerte fotografiert, etwas Street und halt so rumprobiert, was mir Spass macht. Nach einigen Wochen wurde ich eingeladen Teil des Team von http://www.facetheshow.com zu werden, wohl die bekannteste Fotowebsite, wenn es um Hardcore/Punk-Konzertfotografie in Europa geht.

4. Du scheinst deine Bilder ja öfters zu bearbeiten, was für Software benutzt du und wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?
Ich komme aus der Grafik-Ecke, habe einige Erfahrung in Agenturen sammeln können und bin auch seit einigen Jahren für Bands und kleine Plattenfirmen als Grafiker tätig. Daher ist natürlich eine Affinität auch zur Bildbearbeitung da. Ich arbeite mit einer Kombination aus Lightroom und Photoshop. Ich mags allerdings nicht Fotos zu sehr auf Hochglanz zu bügeln, evtl. weil ichs zu lang machen musste. Ist aber auch nicht mein Stil. Wo wir bei der Frage nach dem Stil wären… Kann ich dir leider nicht wirklich beantworten. Zum einen befinde ich mich natürlich noch immer in der Weiterentwicklung und probiere vieles aus. Ob man dort schon eine Handschrift erkennen kann müsstest du mir sagen oder jemand anderes, der oder die meine Arbeiten betrachtet. Es kommt aber auch dazu, dass ich z.b. meine 365Faces Serie, an der ich gerade arbeite, anders bearbeite als meine übrigen Bilder, einfach weil die natürlicher sein sollen und ich da nicht mit Cross-Processing oder so arbeite.

5. Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Da gibt es so einiges. Ich schaue mir sehr viele Filme an, wodurch ich auch versuche mal andere Blickwinkel zu entdecken. Natürlich stöber ich sehr viel auf Flickr, in Blogs, Büchern, Magazinen und schaue mir an, was andere Leute so machen. Die grösste Inspiration, auch wenn es total nach einem Klischee klingt, bringt das Leben mit sich. Rausgehen und Menschen und die Umgebung beobachten. Momente wahrnehmen… 6. Welche Fotografie-Webseiten kannst du unseren Lesern empfehlen?
Also ich klicke mich sehr sehr häufig durch Flickr, meine Freundin würde sagen, dass ich dort zu viel Zeit verbringe. Ich gucke mir dort die Bilder meiner Kontakte an oder suche nach neuen, interessanten und mir bis dahin unbekannten Fotografen. Sehr klasse finde ich 1x.com, wobei ich da oft aus Frust meine Kamera verkaufen möchte, einfach weil dort so viele unglaublich gute Fotos zu sehen sind. Dann kommen die Websites einiger Fotografen dazu und ein paar Blogs, die sich in meinem RSS-Reader befinden.

7. Wenn du Fotos machst, auf was achtest du? Dein inneres Gefühl oder ob technisches alles Perfekt ist?

Definitiv auf mein inneres Gefühl, wobei ich immer mehr merke, dass ich mich auch mehr um den technischen Aspekt kümmere. Ich glaube dadurch, dass ich eher von der Grafikbearbeitung und dem "den Moment einfangen" zur Fotografie gekommen bin, habe ich eine andere Herangehensweise, als jemand, der oder die eine klassische Ausbildung in dem Bereich genossen hat. Bei mir ist dann oft ein "naja, ist halt nicht ganz scharf aber die Stimmung kommt gut rüber" wichtiger gewesen. Anfangs und auch jetzt noch denke ich mir auch, passt nicht zu 100% mit der Belichtung aber lässt sich ja am Rechner regeln. Zur Zeit ärger ich mich dann doch aber mehr über kleine Schärfeverschiebungen. Aber am Ende zählt das fertige Bild und wenns mir gefällt ists mir dann eher unwichtig ob ich das nun durch die Nachbearbeitung oder schon durch ein perfektes Ausgangsbild erreicht habe. Dafür werden mich mit ziemlicher Sicherheit viele verdammen, aber da hat jeder einen anderen Anspruch denke ich, und das ist gut und wichtig.

8. Du fotografierst genau wie ich, die Menschen spontan auf der Straße ( 365faces.bjoernlexiusphotography.com ) wie gehst du auf dich Menschen zu? Was möchtest du mit deinem Projekt erreichen und findest du Markus Schwarze hat ein Patent auf diese "Art" der Fotografie?
Hauptsächlich möchte ich damit mein Auge für Menschen verbessern, auch was das Finden des besten Winkels für die Person angeht oder schnell mit der Lichtsituation umgehen zu können. Natürlich möchte ich auch Kontakte knüpfen. Dazu ist so ein Projekt ja sehr geeignet, da es mehr Leute auf deine Bilder aufmerksam werden lässt. Ich hatte erst vor wenigen Tagen das Erlebnis, dass ich jemanden auf der Strasse anspreche ob ich ein Foto von ihm machen dürfe und er schon davon gehört hatte, da ich einen Bekannten von ihm vor der Linse hatte. Sowas ist natürlich ein cooles Gefühl. Am Ende des Projektes möchte ich gerne eine Ausstellung mit den besten Bildern auf die Beine stellen.
Auf die Leute gehe ich sehr locker, zwanglos und offen zu, ich frage sie ob kurz einen Moment Zeit haben, stelle mich vor bzw mein Projekt und frage ob sie nicht Lust hätten ein Teil des Ganzen zu werden. Sehr viel hilft auch den Personen gleich eine Visitenkarte in die Hand drücken zu können.

Da Markus und ich ja beide in Hamburg unterwegs sind, habe ich mir die Frage auch schon gestellt. Ich mache auch keinen Hehl daraus, dass ich durch Markus’ Serie unter anderem auf die Idee kam auch so etwas durchzuziehen. Allerdings ist er ja nicht der Erste, der spontane Strassenporträts macht. Ich bin aber bekennender Fan, denn ich mag seine Art der Bearbeitung sehr gerne. War auch schon vor seiner Linse, allerdings hat mir dann ein kleines Mädchen den Rangabgelaufen und somit wurde mein Bild nicht veröffentlicht. Aber zurück zur Frage: da ja jeder Mensch irgendwie seine Umwelt anders wahrnimmt hat ja auch jeder einen andern Menschentyp, der auffällt und somit ist es trotzallem doch immer wieder interessant zu sehen, was z.b. dir bei deiner Serie 101 Helden auffällt an einer Person oder sonstwem an einem anderen Menschen interessant vorkommt.

9. Du selbst trägst einige Tattoos, kannst du sie uns erläutern? Jedes Tattoo hat doch eine Geschichte.
Oh, da habe ich einige und es werden stetig mehr. Generell lässt sich sagen, dass alle Tattoos, die ich habe, eine Geschichte haben und keins als reiner Körperschmuck da ist. Viele entstehen um gewisse Erlebnisse oder auch Lebensabschnitte zu dokumentieren, abzuschliessen oder sowas in der Art. Wiederum andere sind ein Tribut an z.b. Songs / Bands, die ich sehr gern mag oder sind Symbole für gewisse Einstellungen. Jetzt jedes Einzelne zu erklären würde zum Einen sehr lang dauern, zum Anderen auch sehr privat und persönlich werden. Ich würde ja sagen, guck dir Fotos von ihnen an, aber das würde hier den Rahmen sprengen, denk ich.

10. Was verbindest du mit Hamburg und wie würdest du die Fotografie-Szene in deiner Stadt beschreiben?
Hamburg, das ist für mich die Stadt meiner Wahl, die schönste Stadt Deutschlands. Das ist der FC St. Pauli, das ist Punkrock, das ist Lebensgefühl, das ist der Hafen. Ich verbinde viel mit Hamburg und ich kann sagen, dass es in Deutschland keine Stadt gibt wo ich lieber wohnen wollen würde. Zu der Fotografie-Szene kann ich nicht wirklich viel sagen, da ich mich nicht so sehr damit beschäftige zugebenermassen.

11.Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Kann ich dir leider auch nach langem Überlegen gerade nicht so beantworten. Ich glaube das ist eine Sache, die sich spontan ergeben muss. Es gibt Personen, die ich so interessant finde, dass ich sie gerne mal ablichten würde. Jacob Bannon z.b. wäre so eine Person. Er ist Sänger der Band CONVERGE (http://www.convergecult.com) und auch Künstler (http://www.jacobbannon.com) und er hat mich vor allem im grafischen Bereich sehr inspiriert.
12.  Hast du dich auf einen Style festgelegt? Würdest du sagen du bist ein Portrait-Fotograf oder begrenzt du dich nicht?
Ich glaube ich tendiere so langsam auf jeden Fall zur People-Fotografie. Ich merke, dass ich immer weniger Konzerte fotografiere, wobei ich das wieder ändern möchte. Meine Ideen bezüglich neuer Ideen für Serien drehen sich aber alle irgendwie um Menschen oder deren Lifestyle. Trotzallem werde ich aber auch immer wieder mal einen Photowalk machen und Architektur, Natur, Street fotografieren. Aufgrund der Rechtslage in Deutschland ist aber Street Photography einfach nicht so reizvoll, wie sie z.b. in London oder New York ist.

13. Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie? 
Ich würde sagen beides. Das Portfolio ist halt das Gesamte, in welchem sich aus einer Serie nicht all zu viele Bilder befinden sollten, damit es nicht zu langweilig wird. Eine interessante Serie mit einem Festen Thema hat aber sehr viele Reize. Ich plane zur Zeit an 2 weiteren Serien (neben dem 365 Faces Langzeitprojekt). Die eine dreht sich um tätowierte Menschen und die andere um Menschen und ihre Fahrräder.

14. Was möchtest du Fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?
Schwierige Frage. Ich denke man sollte Ambitionen haben und bloss nicht stagnieren. Ob ich nun mehr aus meiner Fotografie mache und vielleicht irgendwann mal Hobby zum Beruf machen möchte, darüber denke ich nach, denn, machen wir uns nichts vor, mit Anfang/Mitte 30 sollte man sowas eher machen als mit Mitte 40 aber ich bin ja auch noch sehr frisch in dem gesamten Metier. Ich kann bereits auf einige Veröffentlichungen meiner Konzertfotos zurückblicken und auch die ein oder andere Leinwand wurde verkauft, also sollte es schon irgendwie in die Richtung weitergehen.
15. Was hältst du von der Farbwolke und was würdest du evtl. verbessern wollen?Ich mag die Idee der Farbwolke, da ich ja nunmal auch den Grafik-Background habe und somit die Verbindung interessant finde. Ich mag es den Blog zu lesen und freue mich jetzt schon mehrfach Teil der Farbwolke gewesen zu sein. So ad hoc fällt mir keine Verbesserung ein, ich denke das Konzept ist schon gut, wie es ist. Da es nicht rein auf Fotografie reduziert ist, oder wie andere Blogs nur auf Technik finde ich es spannend.

Danke Björn für die tollen Antworten.

Wer mehr über Björn erfahren möchte kann sich folgendes anschauen:

Portfolio: http://www.bjoernlexiusphotography.com/portfolio/
365 Faces: http://365faces.bjoernlexiusphotography.com/
Blog: http://www.bjoernlexiusphotography.com/blog/
Twitter: http://twitter.com/bjoern_lexius

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Im Chat mit Stilpirat

Hey Steffen, was gab es heute zum Mittag bei dir?
Fisch Galore! Meine Frau macht gerade so ne Diät mit leckerem Essen… ich profitiere also in mehrfacher Hinsicht…

Wie bist du eigentlich zur fotografie gekommen?
Mein Vater ist Fotograf. Sagen wir es mal so: Es ergab sich!
06_Brautpaarshooting_2_022
Was machst du derzeit beruflich?

Noch vor einem Jahr hätte ich Dir ne Latte Skills um die Ohren gehauen. Heute kann ich mit einem Wort antworten: Fotograf.
just_married
Was ist passiert? Was hat dich zu dieser Veränderung bewogen?
Ich hab 15 Jahre im Grafik- und Webdesignbereich gearbeitet… Ein Stück weit bin ich sicherlich “ausgebrannt”. Meine Toleranz sank mit jedem Job. Ich hatte keine Lust mehr, schwafelige Briefings von Wäregern-Grafikern zu bekommen und am Ende der Gestaltungs-Sklave zu sein. Nach so langer Zeit entwickelst Du ein Gefühl dafür, wie Gestaltungselemente platziert werden. Der Kunde jedoch will permanent sein Logo größer und verliert die Botschaft komplett aus den Augen. Dabei sind die meisten Kunden komplett “beratungsresistent”,. Ich kam mir immer vor wie auf dem Schlachtfeld: Ein paar Winkelzüge hier – einen Haken da – etwas Schach dort. Am Ende ist das Ergebnis oft ein einziger Kompromiss von beiden Seiten… und das sieht man dem Ergebnis dann auch an. Die meisten meiner “Wow”-Arbeiten sind komplett ohne zu tun des Kunden entstanden… Ein Foto hingegen ist gemacht. Ende der Geschichte!
Vanessa-Auto4
Wie schwer ist dir dieser Schritt gefallen? Was für ein Risiko bist du dabei eingangen? Gerade auch finanziell? Ist jetzt eine Last von dir abgefallen?
Es gehört sicherlich Mut dazu, dass Ruder komplett herumzureissen. Fotografiert hab ich ja schon immer… nur eben nicht als Haupterwerb. Ich hab in den Weihnachtsferien letzten Jahres einfach mal eine Business-Seite als Fotograf (www.heidefotograf.de) ins Netz gestellt und eine Google Adword Kampagne geschaltet. Ich hatte gleich in der ersten Woche 4 Anfragen… Insofern bin ich relativ weich gefallen…  Den schönsten Moment hatte ich übrigens in diesem Jahr als ich einen Supergroßen und lukrativen Job für einen namhaften Kunden abgelehnt habe. Ich fühlte mich plötzlich so verdammt frei…
bubbles
Auf was in der Fotografie hast du dich spezialisiert? Was fotografierst du am liebsten?
Die Arbeit als Hochzeitsfotograf hat sich relativ schnell von selbst “spezialisiert”. Hier bin ich eigentlich fast jedes Wochenende unterwegs. Einfach weil es sich so ergab und hier die meisten Anfragen kamen. Mittlerweile mache ich das total gern. Am Liebsten ganze Hochzeitsreportagen. Ich begleite die Paare vom morgendlichen Aufstehen bis tief in die Nacht. Diese Art des Storytelling ist megaspannend! Du lernst einen Haufen netter Leute kennen und kriegst ne Menge Geschichten mit…  Und es schult das eigene Auge ungemein!
06_Brautpaarshooting_2_010
Hast du eigene Regeln die du während so eines anstrengenden Tages verfolgst? Kann mir gut vorstellen das man auch vor Langweile vom Stuhl kippen kann.
Langeweile? Du hast sowas noch nie gemacht oder? Du bist 14 Stunden komplett unter Strom! So eine Hochzeit ist komplett durchgeplant meist Monate und Jahre im voraus. Dir knallen die Events an solch einem Tag nur so um die Ohren. Du bist froh, wenn mal 10 Minuten nichts passiert, daß Du mal auf´s Klo kommst…
svenwiesner
Vielleicht ist Langeweile falsch ausgedrückt. Meinte eher Regeln ala “ich fasse gar keinen Alkohol” an. Gibt es Fettnäpfchen in die du schon getreten bist?
Alkohol verbietet sich von selbst. Fettnäpfchen lagen auch noch nicht im Weg. Ich hab meinen Tag eigentlich genauso minutiös geplant wie das Brautpaar. Ich schreibe mir im Vorgespräch den Ablauf genauestens auf und nutze jede freie Minute mit der Vorbereitung auf den nächsten Programmpunkt. Ich reise mittlerweile auch schon mit allerhand Geraffel, den ich ohne Assistenz teilweise gar nicht mehr wuppen könnte.hochzeit-hamburg
Stehst du lieber komplett unter Strom oder lässt du dir am liebsten für ein Motiv länger Zeit?
Ich stehe am Liebsten komplett unter Strom. Das hält wach und schärft die Sinne. Für ein Motiv nehme ich mir eigentlich gar keine Zeit… ich sammle Momente ein… die sind so schnell vorbei…
oliverwnuk
Also lässt du es auch lieber laufen?
Ja absolut! Hin- und wieder hab ich zwar auch mal Gelegenheit zu inszenieren, was auch tierisch Spaß macht. Allerdings ist in dieser Situation ein völlig anderes Ziel im Fokus. Bei Hochzeiten kannst Du beim Brautpaarshooting manchmal ein bisschen inszenieren. Aber nur bis zu einem gewissen Maß… Du hast in der Regel ja auch nur eine halbe Stunde… Portraet-Foto-schwarz-weiss

Du hast zur WM ein Fotoprojekt mit dem Namen “Schlaaand.net” vorgestellt. Wie ist die Resonanz? Bist du zufrieden?
Ja sehr! Ich hätte nie im Traum daran gedacht, daß das Projekt so einen Haufen Arbeit macht! Jeden Tag die Einsendung posten und Texte dazu schreiben, alle Fotos und Texte so sichern, dass man sie wiederfindet… Und am Ende das Fotobuch gestalten… Hat auch noch mal einen ganzen Tag verschlungen. Aber es ist supergeil geworden! Neulich war ich auf einer Werkschau von Paul Ripke als ein mir unbekannter Typ vor mir steht und mich ganz aufgeregt mit Namen begrüsst… Es war der Gewinner des Schlaaand-Wettbewerbs, der sich tausendmal bedankt hat! Nette Begegnung!
Golferhochzeit005
Planst du weitere Projekte  dieser Art? in welche Richtung soll sich dein Blog stilpirat.de entwickeln?
Klar! Sobald mir wieder eine spinnerte Idee kommt, leg ich wieder los! Mein Stilpir.at Blog ist hierfür genau die richtige Plattform. Die Portfolio Seite www.Stilpirat.de will ich trotzdem weiterführen. Allerdings nur noch als Fotograf. Ich hab so eine 2-Marken Strategie: Die Heidefotograf.de ist meine Plattform für das Alltagsgeschäft. Die Stilpirat.de soll vor allem an jene fotografisch interessierte gerichtet sein, bei denen es gern auch mal ein wenig punkig zugehen darf.

Wenn du die Wahl hättest: Welche berühmten Persönlichkeit würdest du gerne ein mal ablichten? Und bei was?
Auch wenn es Dich enttäuscht: Berühmte Persönlichkeiten sind mir komplett schnuppe! ich würde lieber die unbekannte Oma aus dem dritten Stock porträtieren, oder jemand Fremdes spontan auf der Straße.

Und mit jemanden bekannten zusammenarbeiten? Inspiriert dich ein anderer Fotograf / Künstler?
Oh ja! Ich würd gern mal für ne Zeit beim Duckduck Collective(http://duckduckcollective.com/blog/) unterkommen oder bei Paul Ripke (http://www.paulripke.de/) – ich wollte mich immer mal bei seiner Aktion “Assi für einen Tag” bewerben…

Ich wurde im Gegenzug auch von Steffen interviewt – könnt ihr gerne hier lesen.

Steffen im Web:

-> stilpir.at Weblog
-> stilpirat.de
-> Heidefotograf.de
-> Flickr Stream
-> Twitter

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In eigener Sache..

Es hat sich einiges getan. Es gibt einige Veränderungen rund um die Farbwolke. Thomas hat unser Autoren-Team leider verlassen. Er war ab der 1. Stunde mit dabei. Er hat geholfen diesen Blog groß zu machen, mit vielen fachlich guten Beiträgen. Leider sind diese Beiträge in den letzten Monaten immer weniger geworden, da sich auch einige Interessen verschoben haben. Dank dir Thomas für die Zusammenarbeit und viel Glück weiterhin.

Nelly und ich werden euch natürlich weiter mit Beiträgen versorgen. Wer uns einen Gastartikel zukommen lassen will, kann dies natürlich auch gerne unter info@farbwolke.de tun.

Ich überlege einen 2. Farbwolke Tag zu veranstalten, also 24 Beiträge an 24 Stunden. Was haltet ihr von der Idee? Wäre es interessant für euch, oder eher ermüdend?

Dann hab ich gestern noch ein kleines Interview für die neue Kunst-Plattform, lit:hea:rt gegeben. Falls es euch interessiert, könnt ihr es euch gerne hier durchlesen.

Und wer weiter auf dem laufenden bleiben möchte, kann bei Facebook Fan werden, uns bei Twitter verfolgen oder auch Bilder in unseren Flickr Pool hochladen. Wünsche euch allen noch einen schönen Dienstag. Bis bald.

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