Fotografen Facebook Fan Pages Aus Leipzig Teil II

3 Monate sind vergangen und es wird wieder Zeit für einen 2. Teil der Fotografen Facebook-Fan-Pages aus Leipzig und Umgebung. (Teil I) Es gibt einige interessante Entwicklungen zu sehen. Es scheint einen enormen Fanzuwachs zu geben. In den letzten 3 Monaten wurden auf die Fanpages vom Oktober 4984 neue “Likes” verteilt. Das heißt im Durchschnitt hat jede Seite ca. 100 Fans gewonnen. Also jeden Monat ca. 33 neue Fans. 1 Fan am Tag. An der Tabellenspitze gab es auch einen Wechsel. S.O. Professional Fotografie löst Tom Frey ab der sich nun mit der Bronze Medaille begnügen muss.

Fotografen Leipzig Fan Pages Facebook

1. Fotostudio Leipzig – S.O.Professional Fotografie
+652 Fans // +2 Plätze // 1777 Fans

2. Martin Neuhof | Fotografie
+399 Fans // +/-0 Plätze // 1630 Fans

3. Tom Frey Photography & Visagistic
+274 Fans // -2 Plätze // 1583 Fans

4. Bildkombinat Wedding & Portrait Photography
+84 Fans // +/-0 Plätze // 1171 Fans

5. Bildermacher Corwin von Kuhwede
+288 Fans // +/-0 Plätze // 1129 Fans

6. Art2photo – Photography & Retouching
+583 Fans // +2 Plätze // 1073 Fans

7. Pictures of Moments | Jen Photography
neu // neu // 911 Fans

8. HeldenHaft Fotomanie
+59 Fans // -1 Platz // 877 Fans

9. FuchsBau Photography
neu // neu // 760 Fans

10. Golden Eyes Fotostudio
+63 Fans // -3 Plätze // 642 Fans

11. Antje Kroeger Photographie
+173 Fans // -2 Plätze // 606 Fans

12. Alte Eule Photography
+181 Fans // -1 Platz // 573 Fans

13. Tim Müller Photography
+133 Fans // +10 Plätze // 539 Fans

14. Nancy Nobis Photography
+61 Fans // -4 Plätze // 471 Fans

15. Fräulein Zuckerwatte
+261 Fans // +6 Plätze // 406 Fans

16. Urbex Leipzig
+109 Fans // -4 Plätze // 363 Fans

17. Fotoatelier-Kunterbunt
+106 Fans // -4 Plätze // 353 Fans

18. THE.ART.OF.THE.IDEA
+108 Fans // -4 Plätze // 327 Fans

19. Plus Minus Photography
+76 Fans // -4 Plätze // 292 Fans

20. Erik Fischer | Werbung & Fotografie
+45 Fans // -4 Plätze // 240 Fans

21. Julia Oehme Fotografie
+65 Fans // -2 Plätze // 233 Fans

22. Frl. Bischop
+135 Fans // +5 Plätze // 227 Fans

23. rech & friends fotostudio
+55 Fans // -5 Plätze // 224 Fans

24. Alice Fotografie
+77 Fans // -2 Plätze // 220 Fans

25. Matthias Frommann | Photographer
+/-0 Fans // -8 Plätze // 194 Fans

26. Dandelion Milly Photography
+49 Fans // -2 Plätze // 178 Fans

27. pixelrockers photography
+22 Fans // -7 Plätze // 172 Fans

28. Stef-fotografie
+53 Fans // -3 Plätze // 164 Fans

29. SK-PICTURE
+61 Fans // -3 Plätze // 158 Fans

30. Redok Art Fotografie
+45 Fans // +3 Plätze // 121 Fans

31. Bliinkii.Dance.Art
+42 Fans // +1 Platz // 119 Fans

32. susen mairif fotografie
+36 Fans // -1 Platz // 114 Fans

33. Frau Bella
+49 Fans // +4 Plätze // 108 Fans

34. ToniKa – fotografie & design
+14 Fans // -6 Plätze // 105 Fans

35. ESDEO-photography | Leipzig
+50 Fans // +3 Plätze // 104 Fans

36. FotoFalk Fotografie
+19 Fans // -6 Plätze // 103 Fans

37. Sandrino Donnhauser Photography
+63 Fans // +6 Plätze // 98 Fans

38. Mellimage
+11 Fans // -9 Plätze // 98 Fans

39. Lights of LE – Matthias Binner
+27 Fans // -5 Plätze // 95 Fans

40. Patrick Schanz Fotografie
+51 Fans // +3 Plätze // 86 Fans

41. Alexander Wätzel Photography
+16 Fans // -6 Plätze // 84 Fans

42. Sportfoto-Leipzig
neu // neu // 81 Fans

43. neonblind fotografie
+29 Fans // -4 Plätze // 81 Fans

44. Artline Photography
+27 Fans // -4 Plätze // 74 Fans

45. Lichtwerk28
+9 Fans // -9 Plätze // 72 Fans

46. Rawkost
neu // neu // 56 Fans

47. Katharina Tischer /// Fotografie
+11 Fans // -5 Plätze // 52 Fans

48. Fotografie & Bildbearbeitung Jens Hille
+40 Fans // +2 Plätze // 44 Fans

49. Blizzkrieger
-2 Fans // -8 Plätze // 44 Fans

50. Lando photoGraphix
+7 Fans // -5 Plätze // 34 Fans

51. Kai Bergmann
+3 Fans // -5 Plätze // 30 Fans

52. HOCH|format Fotografie
+4 Fans // -4 Plätze // 26 Fans

53. Michagrafie
+/-0 Fans // -6 Plätze // 26 Fans

54. Photographie by Katrin Petzoldt
+6 Fans // -5 Plätze // 25 Fans

55. Dean-Nixon-Photographer
neu // neu // 5 Fans

(Die Daten wurden am 23.01.2012 erhoben)

Natürlich ist mir klar, dass viele Fotografen aus Leipzig gar keine Fan-Page besitzen und ihre Fotos über ihren normalen Facebook-Account verbreiten. Dieses Ranking wird jedes Quartal erstellt und soll einen kleinen Überblick über die Leipziger Fotografie-Szene schaffen. Falls ihr selbst eine Fan-Page besitzt dann schreibt Sie mir per Kommentar, im nächsten Ranking werdet ihr dann berücksichtigt.

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LE.View Mit Tom Thiele

LE.View ist eine Interviewreihe aus der Stadt Leipzig. Ich möchte euch in unregelmäßigen Abständen Menschen aus meiner Heimatstadt Leipzig vorstellen, die für mich kreativ und interessant erscheinen. Tom beobachte ich schon Jahre.  Er hat ein unheimlich gutes Auge für Farbkombinationen und er schafft es durch digitale Bildbearbeitung die Bilder sehr Wertvoll erscheinen zu lassen. Klasse Fotograf, genialer Bildbearbeiter.

Hey Tom, stell Dich doch bitte kurz vor.
Hallo, mein Name ist Tom Thiele, ich bin aktuell 24Jahre jung, bin vom ersten Tage an Leipziger und lebe bis heute auch in der  Stadt. Eine meiner größten Lieblingsbeschäftigung ist die künstlerische Fotografie. Diese übe ich gleichzeitig auf Hobbybasis sowie auch beruflich aus.
Was begeistert Dich zur Zeit? (Musik/Ausstellung/Buch/…)
Begeistern tut mich wie immer und jeden Tag, viel Musik, komplett quer Beet und immer stimmig zu dem jeweiligen Foto was gerade in meiner Schmiede liegt. Seit einiger Zeit aber konzentriere ich mich aber auch darauf, meine Stadt und allgemein mein Umfeld in dem ich mich täglich bewege mit meinen eigenen Augen und in meinen ganz eigenen Stil von Moment zu Moment festzuhalten und zu versuchen, die Straßen und Orte die man täglich so passiert,  ob bewusst oder unbewusst, ob regelmäßig oder unregelmäßig,  von einer anderen und neuen Seite zu zeigen. Diese Fotos und Momente tragen alle samt die Überschrift „Leipzig, Stadt und Heimat“.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Fotografieren tue ich seit ca. 2006. Angefangen hat das ganze eher durch Zufall. Als ich in meinen alten Beruf wieder mal eine Arbeitsmaßnahme für das Berichtsheft mit einer einfachen Digitalkamera mit stolzen 3 Megapixeln festhalten musste  und ich dann mehr und mehr durch viel unproduktiver Spielerei merkte, das man doch mit dem richtigen Feingefühl  und mit einfachen Mitteln schöne Sachen entstehen lassen kann. Das haben dann einige Freunde und deren Freunde ebenso gesehen und ich durfte sie mal rein aus der Freude heraus Portraitiren und so nahm dann das ganze seinen Lauf.

Du scheinst deine Bilder ja öfters zu bearbeiten, was für Software benutzt du und wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?
Ich selber nutze stets Adobe Photoshop um meinen Bildern die künstlerische Note zu verpassen.  Viele sagen zu mir immer gern: „der Tom mit dem Kinoplakatstyle“. Ich selber schaue gern und oft gut gemachte Filme mit emotionalen und gewaltigen Bildern sowie mit dazu passender Musik mit viel Einfühlungsvermögen. Was sich dann wohl gewollt oder ungewollt doch schon etwas auf meine Fotos abzeichnet und ähnlich versuche ich dadurch dann immer meine Bilder entsprechend wirken zu lassen. Dynamisch, authentisch mit möglichst viel  Emotionen, mit einen ganz bestimmten Charakter aber dennoch ungezwungen und alles auf einer natürlichen Ausgangsbasis. Mir ist wichtig dass sich die Menschen auf ihren von mir erstellten Fotos zwar in einem anderen und neuen Licht sehen, allerdings sich auch sofort wiedererkennen.

Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Wie schon in der letzten Frage angesprochen, kommt ein Großteil meiner Inspiration aus Kinofilmen. Aber eben auch aus Musik, selbsterlebten Lebensereignissen und was mir sonst so nachts beim schlafen eben einfällt ;)

Welche Fotografie-Webseiten kannst du unseren Lesern empfehlen?
Puh, da gibt es hunderte. Ich betrachte es mal praktisch und empfehle die durchaus sehr bekannte und von vielen geschätzte Fotocommunity (http://www.fotocommunity.de/). Dort hat man jede Art von Fotografen mit ihren unterschiedlichsten Stilen in einem Topf und man kann zudem auch über direkte Kontaktaufnahme mit dem Fotografen etwas über die Hintergründe des jeweiligen Fotos erfahren. Zudem kann man in regelmäßigen Fotowettbewerben auch sein können gezielt unter Beweis stellen.

Wenn du Fotos machst, auf was achtest du? Dein inneres Gefühl oder ob technisches alles Perfekt ist?
Eigentlich irgendwie auf beides. Denn ich möchte Fotos machen mit möglichst viel Gefühl aber in einer sehr guten Qualität. Aber, was technisch perfekt und nicht perfekt ist und ob etwas viel Gefühl oder weniger Gefühl aufweist, liegt immer wieder im Auge des Betrachters. Daher achte ich in erster Linie immer darauf, dass ich selber mit dem Foto in erster Linie glücklich bin. Denn dann sind es oft die anderen auch.

Was verbindest du mit Leipzig und wie würdest du die Fotografie-Szene in deiner Stadt beschreiben?
Ich verbinde ziemlich viel mit Leipzig, da ich hier aufgewachsen bin und hier auch viel erlebt habe. An vielen Orten dieser Stadt kommen einen immer wieder persönliche Erinnerungen entgegen, die bis dato sonst stets im Tiefschlaf lagen und schon allein deswegen wird für mich Leipzig auch immer unvergleichlich bleiben.
Die Fotografie-Szene hier direkt in Leipzig würde ich als eine Art Gemeinde betrachten. Sicher nicht die größte im Vergleich zu anderen Städten, aber jeder kennt sich meist irgendwie über zwei oder auch über fünf Ecken. Die „Szene“ betrachte ich als eine, die stets im wachsen ist und eine,  die viele verschiedene Facetten aufweist. Mit manchen Mitgliedern die ihren ganz eigenen Kopf haben, somit  Gedanken und Gefühle über diesen Weg zum Ausdruck bringen wollen und manche die ihre eigenen Vorbilder mit ihren eigenen Augen erneut fotografisch aufleben lassen.

Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Eine gute Frage, aber da gibt es jetzt keinen bestimmten Fotografen wo ich jetzt mal unbedingt dabei sein Möchte. Denn es gibt viele sehr gute Fotografen und irgendwo haben alle ihre Stärken wo man sich durchaus auch mal ein „Scheibschen“ abschneiden kann. Ich würde sagen, das Interesse besteht mehr allgemein bei anderen Fotografen einfach mal so über die Schulter zu schauen oder was zusammen zu machen. Ich stell es mir als Interessant vor mal einen Einblick zu bekommen wie es denn der „andere“ umsetzt und zumal ist es auch ohne Frage recht lehrreich.

Hast du dich auf einen Style festgelegt? Würdest du sagen du bist ein Portrait-Fotograf oder begrenzt du dich nicht?
Vom Stil her habe ich mich sicher schon etwas festgelegt, aber mehr von der Art zu fotografieren und zu bearbeiten. Ansonsten würde ich mich z.B. weder als Portrait-Fotograf betrachten, noch als Landschaftfotograf o.ä. Eher einfach als Fotokünstler.

Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie?
Mir ist persönlich ein Online-Portfolio wichtiger. Man bekommt einen Gesamteinblick von dem was man macht und  man kann dann auch einen Fotografen besser einschätzen. Zudem ist es für alle einsehbar und du kannst gleichzeitig sehr viele Menschen damit erreichen.

Was möchtest du Fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?
Ein genaues Ziel innerhalb eines bestimmten Zeitfensters habe ich so direkt nicht. Alles kommt, wenn es denn kommen soll mit der Zeit! Mein Ziel ist, es gut zu machen. So gut wie es geht und wie es eben in meinen Fähigkeiten liegt. Das Beste aus dem allen zu machen und dann die entsprechende Anerkennung zu bekommen, die ja bekanntermaßen auch die beste Motivation ist. Eben etwas zu schaffen, mit dem man sich ganz persönlich auszeichnen kann.
In diesem Sinne, 1000Dank für all die Unterstützung aller mir geschätzten „Unterstützer“ :)

Web und Contact:
www.facebook.com/theartoftheidea
www.north-pictures.com

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Märchenstadt Leipzig

Es gibt Projekte, da ist man sofort Feuer und Flamme. Als mich Stefanie (Kreatives Leipzig) ansprach, ob ich nicht Lust hätte bei einem Märchenkalender der Stadt Leipzig mitzumachen, war ich total begeistert. 1 Modedesigner, 12 Leipziger Fotografen, 12 Locations in Leipzig und 12 verschiedene Märchen (Grimms Märchen). Ich durfte Rotkäppchen im botanischen Garten der Uni Leipzig fotografieren. Das ganze Projekt zeigt, dass ein Miteinander immer mehr bewirken kann, als ein Gegeneinander. Ich bin mit meinem Bild sehr zufrieden. Natürlich gab es noch mehr Bilder, als dieses eine Kalenderblatt und diese möchte ich euch jetzt zeigen.

Falls ihr noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, schaut euch einfach die Webseite des Kalenders an. Dort habt ihr auch einen Überblick über alle Leipziger Fotografen und Kalenderblätter.

>> http://www.maerchenstadt-leipzig.de/

H&M: Oliver Viehweg
Model: Dörte Anders
Mode: Oliver Viehweg

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LE.View mit André Herrmann

LE.View ist eine Interviewreihe aus der Stadt Leipzig. Ich möchte euch in unregelmäßigen Abständen Menschen aus meiner Heimatstadt Leipzig vorstellen, die für mich kreativ und interessant erscheinen. André kenne ich schon etwas länger, er ist ein begnadeter Texter und Poetry Slamer. Ich hatte ihn auch schon für meine 101 Helden vor der Linse. 


Bild von © Martin Neuhof | Leipzig (http://www.101helden.de) 

Hey André, stell dich doch bitte kurz vor.
Hello, mein Name ist André. Ich wohne seit vier Jahren sehr zufrieden in Leipzig. Genau so lang trete ich bei Poetry Slams, Lesebühnen und anderen Literaturveranstaltungen auf. Mittlerweile bin ich Mitglied der Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, bin Mitveranstalter des livelyriX Poetry Slams und eine Hälfte des Poetry-Slam-Teams Team Totale Zerstörung. Dazu studiere ich an der Uni Politikwissenschaft im Masterstudiengang.

 

Was begeistert Dich zur Zeit? (Musik/Ausstellung/Buch/…)
Seit einer Weile versuche ich mich so ein bisschen durch komische US-Literatur zu lesen, Christopher Moore, Matt Ruff, David Sedaris und so weiter. Die gefallen mir ziemlich gut, weil sie nicht ausschließlich lustig, sondern auch sehr eigen und intelligent schreiben können. Und weil sie eben nicht nur Kurzgeschichtensammlungen (Sedaris mal außen vor) schreiben, sondern wirklich lustige literarische Romane. Positive Nachwehen verspüre ich von der Doku „Gerhard Richter painting“ und dem neusten Houellebecq-Roman „Karte und Gebiet“.

 

Du hast zusammen mit Julius Fischer als Team Totale Zerstörung die 15. deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam gewonnen, beschreib doch mal kurz deine Gefühlslage.
Wahnsinn, nachwievor. Uns weht da gerade für unsere Verhältnisse ziemlich viel Aufmerksamkeit entgegen. Für uns hat beim Slam2011 in Hamburg einfach alles funktioniert, von der Vorrunde im Übel & Gefährlich, übers Halbfinale im Deutschen Schauspielhaus und im Finale in der O2 World natürlich erst recht. Dass letzteres mit über 4.000 Zuschauern gleichzeitig der größte Poetry Slam der Welt war, ist natürlich der absolute Oberhammer. Und wenn einem dann im Anschluss noch viele Leute sagen, das wäre längst überfällig gewesen, ist das wirklich ein sehr schönes Kompliment.


Bild von © Tobias Heyel (http://www.grossraumdichten.de/)

Seit wann kennst du Julius? Wie hat eure Zusammenarbeit angefangen?
Von Julius‘ Existenz weiß ich etwa seit Sommer 2007, als ich noch in einer komfortablen Höhle in der anhaltinischen Provinz lebte und den Guten nebst einigen anderen Slammern beim WDR Poetry Slam bestaunen durfte. Im Oktober 2007 zog ich nach Leipzig, hatte mir schon vorher rausgesucht, wo der lokale Poetry Slam stattfindet und war direkt am ersten Wochenende im Ilses Erika, um mir das mal anzuschauen. Gleich im November hab ich dann mitgemacht (ich hatte eine Wette verloren), gewonnen und weil ich gerade nichts Anderes zu tun hatte, bin ich einfach dabei geblieben. Mit Julius bin ich dann immer mal wieder zu Auftritten gefahren. Und weil wir uns gut verstanden, fragte er Anfang 2008, ob wir nicht mal versuchen wollen, etwas im Team zu machen. Also haben wir für den nächsten Monat zwei Texte geschrieben, mitgemacht, gewonnen und weil wir gerade nichts Anderes zu tun hatten, sind wir einfach dabei geblieben.

 

 Wie bist du zum Texten gekommen?  Beschreib doch einmal deine Anfänge.
 Ich glaube, ich habe so mit 14 angefangen, halbwegs regelmäßig zu schreiben. Keine Geschichten, Gediche oder so etwas, sondern einfach Notizen und kurze Gedankenfetzen. Irgendwann mit 15/16 kamen dann schreckliche Geschichten und Gedichte dazu. So blieb das eine Weile. Als ich fast die Hoffnung aufgegeben hatte, die Welt würde von selbst auf mein mir selbst anerkanntes, überbordendes Talent aufmerksam werden , bekam ich mit, dass es so etwas wie Blogs gab. Also hab ich auch eins eröffnet und kein Mensch las es, was rückblickend auch ganz gut so war. Irgendwann kam dann der Slam, dort konnte niemand weglaufen, wenn ich etwas vorlas und komischerweise kam das auch eher selten vor.

 

Um was drehte sich dein erster Text mit dem du aufgetreten bist? Und wie war die Reaktion des Publikums?
Das waren zwei Texte, einer darüber, dass ich, nur weil ich Politikwissenschaft studiere, nicht gleich alles über Politik weiß, der andere darüber, wie schrecklich es war, eine WG in Leipzig zu finden, die nicht gänzlich von Verrückten bewohnt war. Das ist schon eine ganze Weile her, ich hab die Texte schon lange nicht mehr vorgelesen. Aber die Reaktionen waren super, da ich am Ende sogar den Slam gewonnen habe, unterstelle ich dem Publikum von damals einfach mal, dass es ihm ganz gut gefallen hat.


Bild von © Hendrik Schneller (http://slamfotografie.de/)
Wie entstehen deine Textideen? Im Rausch? Auf dem Klo? Oder sind es eher Zufallsprodukte deines Gehirns?
 Das ist unterschiedlich. Das Einzige, was ich eigentlich immer brauche, ist ein Impuls, sei es nun irgendetwas Erlebtes, etwas, das mir beim Zeitunglesen oder Fernsehgucken aufgefallen ist, ein aufgeschnappter Satz oder etwas, das beim Herumblödeln hängen geblieben ist. Tatsächlich kommen einem auf den Klo aber schon erstaunlich viele Ideen, genau wie kurz vorm Einschlafen. Wie gut, dass sich so ein Studentenleben meistens um genau diese beiden Dinge dreht. Ich habe mal gelesen, dass Smudo von den Fantastischen Vier jeden Morgen auf dem Klo seine Textideen aufschreibt. Vielleicht sollte man das kultivieren und viel mehr Zeit dort verbringen. Vielleicht sollte man aber nur ab und zu mal alle Geräte ausmachen und ohne Ablenkung einfach ein bisschen vor sich hinassoziieren.

 

Was würdest du jemanden raten, der auch Slammer werden möchte?
Ich würde nicht dazu raten, sich mit dem ersten Text, den man geschrieben hat, auf eine Bühne stellen, oder sich wenigstens vorher eine ehrliche Meinung von Freunden dazu holen. Außerdem sollte man man sich darauf gefasst machen, dass das Publikum beim Slam dazu angehalten ist, auf die Texte zu reagieren, d.h. dass auch bei total ernst gemeinten Texten manchmal jemand hysterisch zu lachen anfängt oder ein vorher großartig geglaubter Text beim Publikum völlig durchfällt. Es wäre auch gut, nicht zu glauben, dass man von Slams allein komfortabel leben könnte oder dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis dann doch endlich Suhrkamp und Rowohlt oder andere renommierte Verlage von selbst anrufen.


Bild von © Tanja M. Gleiser (http://poetryslamweimar.wordpress.com/author/thanimara/) 

Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, woraus ziehst du deine Inspiration?
Kaffeesatzlesen, mittelalterliche Rituale bei mir auf dem Dach oder Straßenkampf wäre jetzt eine ziemlich spannende Antwort gewesen. Aber meist inspirieren mich völlig alltägliche Dinge. Da reicht es schon, wenn mir die Bäckersfrau irgendetwas Lustiges sagt oder etwas medial gerade derart präsent ist, dass man gar nicht daran vorbei kommt. Ansonsten natürlich Bücher, Zeitungen, Magazine, Serien, Filme, die eigene Vergangenheit und dieses neumodische Internet. Da gibt es keine Faustregel, manchmal fällt mir absolut gar nichts ein, ein anderes Mal muss ich nur aufschreiben, was mir gerade passiert ist oder woran ich mich erinnert habe. Jedenfalls reicht es zumeist, darüber zu reflektieren, was ich so gemacht und gesehen habe bzw. mir bewusst zu machen, worüber ich nachgedacht habe und was mir so aufgefallen ist. Größtenteils ist dann irgendwann einmal was Brauchbares dabei. Ziemlich langweilig, oder? Ok, Straßenkampf ist auch inspirierend. Wenn man gewinnt.

 

Wie entsteht ein Text bei dir? Fängst du an wie wild drauf los zu schreiben? Oder arbeitest du eher konzeptionell?
Wie gesagt, zuerst muss die Idee da sein. Im Besten Fall ist damit auch gleich eine ganze Geschichte vorhanden, die man nur Stück für Stück aufschreiben muss. Generell versuche ich, zuerst einmal viel aufzuschreiben, egal ob es nun zum Anfang oder zum Ende des Textes gehört, löschen oder ändern kann man später immer noch. Klingt alles ein bisschen nach total mystischer Zauberei, aber irgendwie materialisiert sich dann nach viel Hin- und Hergeschiebe meist etwas halbwegs Stimmiges. Texte, ich für fertig halte, lese ich dann früher oder später bei der Lesebühne vor und ändere sie danach nochmal, weil man beim Vorlesen sehr gut merkt, wo die Leute abschalten, was zu viel oder zu wenig erläutert wurde usw.


Bild von © Hendrik Schneller (http://slamfotografie.de/)

Was verbindest du mit Leipzig und wie würdest du die Kreativ-Szene in deiner Stadt beschreiben?
Auch wenn es offiziell nicht geht, da ich ja auch nur zugezogen bin, würde ich Leipzig als meine Heimatstadt bezeichnen. Ich finde es schön, dass es noch nicht so unübersichtlich wie Berlin ist und trotzdem ziemlich urban wirkt. Über die Kreativ-Szene habe ich nur einen sehr beschränkten Überblick, da gibt es sicher noch viel viel mehr als jenes, womit ich dank Slam und Lesebühne in Berührung komme. Ich glaube aber, da ist auch viel Marketing mit im Spiel, weil in diesem creative-city-Konzept das große Geld gewittert wird. Nichtsdestotrotz ist es natürlich toll, dass so langsam überall durchsickert, dass Leipzig eine große und sehr aktive Freie Szene hat, die sich mehr als gut neben der klassischen Kultur positieren kann und diese Anerkennung auch verdient hat. Und dass viele einfach etwas machen, ohne auf dieses Marketing anzuspringen und sich dabei selbst als unheimlich kreativ zu feiern, finde ich sehr sympathisch.

 

Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal zusammenarbeiten und an welchem Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Hm, keine Ahnung. Ich bin kein großer Freund von so typischen Crossover-Geschichten, z.B. einfach einen Text aufsagen und jemand spielt Klavier dazu, fertig, große Kunst. Was ich aber zum Beispiel sehr toll finde ist, dass es beim Slam mittlerweile Leute gibt, die richtig gute Live-Fotos der Poeten auf und hinter der Bühne machen oder live per Photoshop und Beamer die Poeten und ihre Texte portraierten, also quasi ihre Kunst auf Slams „portieren“. Bei den deutschsprachigen Meisterschaften hat z.B. ein Fotograf alle Teilnehmer fotografiert und bastelt daraus gerade ein riesiges Poster mit den Köpfen aller TeilnehmerInnen. Ansonsten wäre es natürlich ok, wenn sich der Wu Tang Clan mal als Shouter für das Team Totale Zerstörung hergeben würde, während Neo Rauch im Hintergrund ein livepainting anfertigt.

 

 

Was möchtest du noch erreichen? Welche Ziele hast du?
Ich hätte nichts dagegen, eine monatliche Sofortrente zu gewinnen oder von einem anonymen Mäzen dafür bezahlt zu werden, dass ich genau so weitermache wie bisher. Naja, ich wäre schon sehr zufrieden, wenn ich mir in Zukunft einfach meine Zeit frei einteilen könnte und vielleicht nochmal ein Buch schreibe, das nicht direkt in den ewigen Weiten des Buchmarkts verschwindet. Ansonsten beschränke ich mich auf das, was sich wahrscheinlich alle wünschen: Weltruhm, Reichtum, ein Rap-Album und eine Katze.


Bild von © Jens Kassner (http://jens-kassner.de)

Neben fünf anderen AutorInnen bist du Mitglied der Lesebühne Schkeuditzer Kreuz, wie zufrieden bist du mit der monatlichen Resonanz?
Die Resonanz ist super, eigentlich schon seit unseren ersten Auftritt Anfang 2008. Manchmal kommt es mir so vor, als hätten wir 75% Stammpublikum. Seit Jahresanfang 2011 scheint nun endgültig der Knoten geplatzt, es ist immer randvoll und gezwungenermaßen ausverkauft. Dafür, dass wir eigentlich nur eine Literaturveranstaltung machen, bei der die gleichen sechs Menschen monatlich nichts Anderes tun, als ihre neusten Texte vorzutragen, ist das schon enorm schön und dankenswert. Natürlich dürfte von mir aus gern noch ein riesiger Saal an die Wärmehalle Süd angebaut werden, sodass wir endlich auch mehr als die üblichen 100 Zuschauer in den Laden quetschen könnten, aber vielleicht ginge dann etwas von dem schönen Flair verloren. Wir alle freuen uns jedenfalls immer sehr auf die Lesebühnenabende.

 

Erzähl doch mal unseren Lesern, wo man weitere Werke von dir sehen kann und wie man dich erreichen kann.
Wie gesagt lese ich monatlich am dritten Freitag im Monat bei der Lesebühne Schkeuditzer Kreuz in der Wärmehalle Süd (nächster Termin: 18. November). Außerdem bin ich monatlich am ersten Freitag beim livelyriX Poetry Slam in der Distillery (nächster Termin: 04. November) und mache dort entweder selbst mit, moderiere oder kümmere mich um unsere Gastslammer. Nebenher führe ich seit ein paar Jahren ein kleines Blog, in dem ich meistens Quatsch schreibe und meine Wochen in Bildern dokumentiere. Zudem befülle ich seit etwa einem Jahr einen Twitter-Account fahre in der restlichen Zeit solo oder mit dem Team Totale Zerstörung durch die Gegend und trete auf. Ein paar Videos davon gibt es bei Youtube, einfach mal nach meinem Namen oder dem Team suchen.

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Fotografen Facebook Fan Pages aus Leipzig

Man schaut doch immer mal über den eigenen Tellerrand. Manchmal muss man gar nicht in die Ferne schweifen, sondern erstmal vor der eigenen Haustüre kehren. Meine Freundin Linda hat sich eine Fotografen-Liste zusammengestellt und ich hab sie gebeten mir mal nur die Leipziger Fotografen mit einer Facebook-Fanpage herauszusuchen. Gleichzeitig fragte ich in der Leipziger Fotostammtisch-Gruppe einmal nach, wer noch so alles über eine Fanpage verfügt. Dieses “Ranking” soll keine Wertung darstellen, trotzdem sind Fanzahlen eine Richtlinie wonach ich gerne ein Ranking aufstelle. Gerade im regionalen Bezug gibt es einen kleinen Anhaltspunkt, wer wie aktiv Social-Media-Marketing nutzt. Die Fanzahlen haben sicher keinen Einfluss auf die Wertigkeit der Fotos. Vollständig wird diese Liste auch nicht sein. Wer also selbst noch eine Fanpage hat und aus Leipzig kommt, schreibt mir einfach ein Kommentar.

 

Es dürften auch ein paar Fotografen aus dem Leipziger-Umland dabei sein.

  1. 1. Tom Frey Photography & Visagistic 1309 Fans
  2. 2. Martin Neuhof | Fotografie 1231 Fans
  3. 3. Fotostudio Leipzig – S.O.Professional Fotografie Fans 1125
  4. 4. Bildkombinat Wedding & Portrait Photography 1087 Fans
  5. 5. Bildermacher Corwin von Kuhwede 841 Fans
  6. 6. HeldenHaft Fotomanie 818 Fans
  7. 7. Golden Eyes Fotostudio 579 Fans
  8. 8. Art2photo – Photography & Retouching 490 Fans
  9. 9. Antje Kroeger Photographie   433 Fans
  10. 10. Nancy Nobis Photography 410 Fans
  11. 11. Alte Eule Photography 392 Fans
  12. 12. Urbex Leipzig 254 Fans
  13. 13. Fotoatelier-Kunterbunt 247 Fans
  14. 14. THE.ART.OF.THE.IDEA  219 Fans
  15. 15. Plus Minus Photography 216 Fans
  16. 16. Erik Fischer | Werbung & Fotografie 195 Fans
  17. 17. Matthias Frommann | Photographer 194 Fans
  18. 18. rech & friends fotostudio 169 Fans
  19. 19. Julia Oehme Fotografie 168 Fans
  20. 20. pixelrockers photography 150 Fans
  21. 21. Fräulein Zuckerwatte 145 Fans
  22. 22. Alice Fotografie 143 Fans
  23. 23. Tim Müller Photography 133 Fans
  24. 24. Dandelion Milly Photography 132 Fans
  25. 25. Stef-fotografie 111 Fans
  26. 26. SK-PICTURE 97 Fans
  27. 27. Frl. Bischop 92 Fans
  28. 28. ToniKa – fotografie & design 91 Fans
  29. 29. Mellimage 87 Fans
  30. 30. FotoFalk Fotografie 84 Fans
  31. 31. susen mairif fotografie 78 Fans
  32. 32. Bliinkii.Dance.Art 77 Fans
  33. 33. Redok Art Fotografie 74 Fans
  34. 34. Lights of LE – Matthias Binner 68 Fans
  35. 35. Alexander Wätzel Photography 68 Fans
  36. 36. Lichtwerk28 63 Fans
  37. 37. Frau Bella 59 Fans
  38. 38. ESDEO-photography | Leipzig 54 Fans
  39. 39. neonblind fotografie 52 Fans
  40. 40. Artline Photography 47 Fans
  41. 41. Blizzkrieger 46 Fans
  42. 42. Katharina Tischer /// Fotografie 41 Fans
  43. 43. Patrick Schanz l Fotografie 35 Fans
  44. 44. Sandrino Donnhauser Photography 35 Fans
  45. 45. Lando photoGraphix 27 Fans
  46. 46. Kai Bergmann 27 Fans
  47. 47. Michagrafie 26 Fans
  48. 48. HOCH|format Fotografie 22 Fans
  49. 49. Photographie by Katrin Petzoldt 19 Fans
  50. 50. Fotografie & Bildbearbeitung Jens Hille 4 Fans
(Die Fanzahlen können leicht abweichen, da die Liste in einem Zeitraum von 1-2 Wochen entstanden ist.)

Natürlich ist mir klar, dass viele Fotografen aus Leipzig gar keine Fan-Page besitzen und ihre Fotos über ihren normalen Facebook-Account verbreiten. Ich überlege gerade, ob es Sinn machen würde dieses Ranking aller 3 Monate neu zu machen. So sieht man auch eine interessante Entwicklung und man kann auch regionale Newcomer bestaunen. Ich werde die Fanpages im Auge behalten und in ein paar Monaten mal schauen, wie sich die einzelnen Seiten entwickelt haben.

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LE.View mit Christin Berndt

LE.View ist eine Interviewreihe aus der Stadt Leipzig. Ich möchte euch in unregelmäßigen Abständen Menschen aus meiner Heimatstadt Leipzig vorstellen, die für mich kreativ und interessant erscheinen. Christin schießt sehr sinnliche und schöne Portraits. Ich bin über Facebook auf sie aufmerksam geworden.

 Hey Christin, stell Dich doch bitte kurz vor.
Mein Name ist Christin. Meine Wahlheimat seit 2007 ist Leipzig – ursprünglich komme ich jedoch aus Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. In Leipzig hat es mich nach Gohlis verschlagen – ich liebe diesen Stadtteil. Von Beruf bin ich  Büroleiterin in einer Unternehmensberatung für Kommunikationscontrolling und absolviere derzeit nebenberuflich eine Weiterbildung zur Medienfachwirtin / Print. Persönlich bin ich ein sehr lebenslustiger, zielstrebiger und aufgeschlossener Mensch.


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Was begeistert Dich zur Zeit?
Ich bin ein Mensch, den man schnell von Dingen begeistern kann. Wobei ich sagen muss, dass mich auch die kleinsten und eigentlich normalsten Sachen begeistern können. Sei es ein Sternenhimmel, Sonnenuntergang oder auch ein Gewitter. Mich faszinieren die kleinen Dinge des Lebens – ich denke, wenn wir aufhören uns an diesen Dingen zu erfreuen, haben wir unsere Freude am Leben verloren.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Seit wann ich fotografiere? Gute Frage. Eigentlich hat es angefangen wie wahrscheinlich bei so vielen. Man hatte als Kind mal die erste Digitalkamera in der Hand und macht damit belanglose und vor allem viele Bilder. Irgendwann hat mir dann mal jemand gesagt: ,,Mensch deine Bilder sind richtig klasse – du hast echt einen Blick für besondere Momente“.  So wuchs bei mir die Neugier, was daraus werden könnte, wenn ich mich mehr und ernsthaft dahinterklemme. Schnell folgte die eigene erste Spiegelreflex – welche ich übrigens bis heute noch habe.  Großgeworden bin ich in der Office-Branche. Dort brauchte ich einen Ausgleich, um meinen enormen Tatendrang und meine Kreativität ausleben zu können. Ich hatte schon immer den Drang etwas Künstlerisches zu machen – doch habe lange Zeit nicht das Passende für mich gefunden. Zeichnen war nichts für mich, singen kann ich auch nicht – zu mindestens möchte ich das niemanden zumuten müssen – tja und Bücher schreiben war auch nichts für mich. Die Fotografie ist eine schöne Möglichkeit sich auszudrücken und hat dabei auch einen technischen Aspekt (dafür interessiere ich mich schon lange). Seit Januar 2010 bin ich nun als freiberufliche Fotodesignerin unter dem Namen ,,Artline Photography“ in Leipzig unterwegs.


Fotomodel: Beatrice (2011)

Du scheinst deine Bilder ja öfter zu bearbeiten. Was für Software benutzt du und wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?
Tja, wer kennt es nicht, uns strahlt auf dem Bild eine scheinbar ,,perfekte“ Frau an –  Bildbearbeitung, das ist wohl die Art und Weise uns Menschen eine schöne heile Welt einzubläuen. Aber warum nicht? Wir wollen doch nicht immer nur das sehen, was wir jeden Tag auf der Straße erleben. Man will mal abtauchen in eine schöne bunte Welt. Ich bearbeite meine Bilder grundsätzlich mit Photoshop. Achte jedoch immer darauf, dass die Mädels noch so natürlich wie möglich bleiben – mit Ausnahme von surrealen Projekten. Wenn ich meinen Stil beschreiben müsste, würde ich dich fragen ,,Welchen Stil meinst du“? Im Eigentlichen möchte ich mich gar nicht festlegen, sondern mich lieber jedes Mal neu erfinden.

 Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?

Ich finde Inspiration meistens auf der Straße. Gerade beim Spazieren gehen oder im täglichen Gehetze zwischen Arbeit und Privatleben. Manchmal ist es halt nur ein Mädel oder eine Frau, die an mir vorbeiläuft, ein Blick, eine Gestik. Nicht selten kommt es vor, dass ich in der Straßenbahn sitze und in Tagträumen versinke – dabei baut sich vor mir eine Szenerie auf. So was muss man beim Schopf packen und skizzieren. Dann wandert die Idee oft in den Schrank bis ich sie irgendwann ans Tageslicht befördere und umsetze. Manchmal ist es ein Lied, welches man im Radio hört. Es kann auch ein Buch sein. Am meisten inspiriert hat mich in letzter Zeit das Tagebuch von Kat van D.


Fotomodel: Isabell (2011)

Würdest du sagen, es gäbe einen Unterschied, sobald ein Mann oder eine Frau vor der Kamera steht? Fotografieren Frauen “sinnlicher” und Männer “sexistischer”?
Ich denke schon, dass es einen entscheidenden Unterschied macht, ob eine Frau oder ein Mann hinter der Kamera steht. Ich will damit nicht sagen, dass einer der Parteien schlechtere oder bessere Bilder macht. Trotz allem sehen Männer uns Frauen anders und daher entstehen halt auch andere Bilder bzw. sehen Frauen generell anders.Ich würde bei einer Aktfotografie nie das Augenmerk auf die Brust legen, sondern eher davon ablenken. Für mich steht der Mensch an sich im Vordergrund und nicht wie er gebaut ist.  Aber ich finde es gut, dass es diese Unterschiede gibt. So entsteht eine große Vielfalt an Sichtweisen und damit an Bildern.

Auf was achtest du, wenn du Fotos machst? Dein inneres Gefühl oder ob technisch alles perfekt ist?
Klar achte ich auch auf technische und qualitative Gesichtspunkte, aber manchmal sind es gerade die nicht perfekten Aufnahmen, die etwas Besonderes haben. Ich denke man hat ein Recht sie zu zeigen. Manchmal ist intuitives Handeln produktiver – einfach mal den Kopf ausschalten – alle Regeln über Bord werfen und nach Bauchgefühl fotografieren.


Fotomodel: Susanne (2011)

Was verbindest du mit Leipzig und wie würdest du die Fotografie-Szene in deiner Stadt beschreiben?
Leipzig hat einen eigenen, einzigartigen Charme. Ich habe hier alles was ich brauche – wir haben tolle Cafés, Bars, Museen und Kirchen. Geprägt durch einen schönen alten Häuserbestand ist Leipzig auf jeden Fall sehr sehenswert. Fotografisch hat Leipzig, denke ich, auch einiges zu bieten – wobei wir da natürlich lange nicht mit Städten wie Berlin, Hamburg oder München mithalten können. Wiederum weiß ich auch gar nicht, ob wir das wollen und müssen. Wir haben hier eine kleine, aber feine Community von Leuten mit einer unglaublichen Kreativität und Energie.

Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal zusammenarbeiten und an welchem Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Ich liebe die Fotografien der Tattookünstlerin Kat van D. Sie sind so erfrischend und anders. Eine Tattooserie wollte ich schon immer mal machen.


Fotomodel: Jacqeline (2011)

Hast du dich auf einen Style festgelegt? Würdest du sagen, du bist eine Portrait-Fotografin oder begrenzt du dich nicht?
Ich fotografiere mit Vorliebe Portraits. Sie haben diese intensive, ehrliche und offene Art. Es geht um den Menschen so wie er ist und nicht um die Klamotte die er trägt.Für mich sind die Augen das Schönste, was ein Mensch zu bieten hat.Komplett festlegen auf die Portraitfotografie möchte ich mich allerdings nicht – gerne bin ich auch mal im Bereich der Fashionfotografie unterwegs. Vor allem habe ich mich jedoch auf weibliche Wesen spezialisiert.

Was ist dir wichtiger: ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie?
Für mich ist beides wichtig – wobei man wahre Qualität, meiner Meinung nach, nur am Print beurteilen kann. Ich bearbeite meine Bilder immer so, dass sowohl das Web- als auch das Printergebnis zufriedenstellend sind. Es gibt kein schöneres Gefühl als ein Print in der Hand zu haben – das ist die einzige Art und Weise, die Fotografie so richtig greifbar zu machen.


Fotomodel: Josefin (2011)
Was möchtest du fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?
Ein kleines Ziel habe ich bereits erreicht – ich wollte die Menschen mit meinen Bildern erreichen. Ich denke die Fotografie ist ein ewiger, steiniger Weg des Lernens. Ich lasse mich auf dieser Reise überraschen, werde aus Kritik lernen und mich an Erfolgen erfreuen. So kann ich nicht an zu hohen Erwartungen scheitern.

Ganz zum Schluss möchte ich (was mir ganz wichtig ist)  meinen Eltern, meinem Lebensgefährten, der Visagistin Jana Wessel und Strobpixx für den dauerhaften Support und die unendliche Geduld danken – ohne diese Menschen hätte ich wahrscheinlich schon längst aufgegeben.

Kontakt zu Artline Photography

info@artline-photography.de

www.artline-photography.de

https://www.facebook.com/pages/Artline-Photography/208698725819867

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LE.View mit Thomas Wagner

LE.View ist eine Interviewreihe aus der Stadt Leipzig. Ich möchte euch in unregelmäßigen Abständen Menschen aus meiner Heimatstadt Leipzig vorstellen, die für mich kreativ und interessant erscheinen. Thomas ist für den Verein “Kreatives Leipzig” aktiv und betreut sonst eine Micro-Full-Service-Agentur.
Hey Thomas, stell Dich doch bitte kurz vor.
Hey Martin, ich bin der Thomas. Genau genommen bin ich Thomas Wagner und geborener Leipziger. Falls jetzt jemand gerade Google anwirft und nachschaut, ich bin NICHT der von Unister, habe aber trotzdem mit Internet und Medien zu tun. Seit 1999 bin ich mit meinem Geschäftspartner Dietmar Klabes selbstständig und unter der Firma mi-service.de (Abkürzung für Marketing Internet Service) tätig. So tolle Begriffe wie Online Marketing, Social Media, SEO, etc. waren damals noch nicht so in, aber genau in dem Bereich bewegen wir uns als „Micro-Full-Service-Agentur“ (der Begriff kommt nicht von mir, sondern ist letztens bei einer Grillrunde unter lauter Online-Marketing-Leuten in Berlin entstanden).

“iwazaru” – Fotografin: Neustil

Was begeistert Dich zur Zeit?
Das ist mal eine gute Frage. Ich bin gar nicht so leicht für neues zu begeistern, da ich mit dem ganzen „alten“ was mich begeistert genug zu tun habe. Spaß bei Seite. In Sachen Musik, Kunst und Kultur bin ich wirklich sehr eingefahren. Ich selber zähle mich als Musikkonsument in den Bereich EBM, Elektro und (natürlich) dem Leipziger Intelektro (Jetzt dürft Ihr mal nach „intelektro leipzig“ googlen). Als Bücher lese ich alles was mir vom Klappentext her spannend erscheint. Aktuell habe ich da Daemon von Daniel Suarez in der Hand. In dem Buch geht es um Computer, Hacker, Künstlicher Intelligenz. Das Buch wird gerade ein wenig von der Realität begleitet und erhält durch den Bundestrojaner eine interessante Beifärbung. Ein Lesetipp für alle Computernerds. Sonst noch? Na das Internet. Das begeistert mich immer. Alles neue, verspielte, Interessante. Sowohl beruflich auch als privat verbringe ich viel Zeit damit. Und wenn dann noch Zeit ist, widme ich mich einem meiner Lieblingshobbies: dem historischen Fechten. Ja, so richtig mit Schwertern aus Metall.

“Brückenschlag” – Fotograf: Wanderburg, 2007

Seit wann bist du im Internet aktiv und wie hast du es geschafft dir dort deine Existenz aufzubauen?
Wie schon oben vorweggenommen bin ich seit 1999 mit dem Internet verheiratet. Meine ersten Schritte mit Computern habe ich mit aus Robotron-Ersatzteilen gebauten Computern gemacht. Das muss Mitte der 80ziger Jahre gewesen sein. Meine erste Internetseite habe ich 1997 programmiert. Das war damals schon ein Shopsystem. Da bin ich heute noch stolz drauf. Meine Existenz habe ich mit durch Hartnäckigkeit, Ehrlichkeit und eine Portion Naivität aufgebaut. Dabei hat mir mein Studium natürlich geholfen. So als Diplomwirtschaftsingenieur (FH) bekommt man einfach die unternehmerischen Basics mit. Der Rest ist harte Arbeit und viel Glück, gute Kunden und (vor allem) gute Arbeit.

Sobald man sich mit der Leipziger Kreativszene auseinandersetzt kommt man um den Verein “Kreatives Leipzig” nicht herum, was macht dieser Verein und was ist dort deine Funktion?
Ich fange mal mit meiner Funktion an. Ich bin dort der Mensch für‘s Geld, auch Kassenwart genannt. Ich sorge dafür, dass wir als Verein nicht über die Stränge leben. Als Vorstand helfe ich mit, dem Verein die richtige Richtung zu geben. Und da wären wir beim „was macht dieser Verein“. Kurz und bündig gesagt, bündelt er Kräfte um der sehr kleinteiligen Leipziger Kreativwirtschaft eine Stimme zu geben. Sowohl gegenüber der Stadt und den Ämtern, aber auch gegenüber potentiellen Auftraggebern. Wer mehr wissen will, schaut doch mal unter www.kreatives-leipzig.de, besucht uns beim Klub Analog oder mich beim WebMontag.

Was für weitere Projekte betreust du?
Wie wichtig ist dir dabei die Gestaltung der Webseiten?

Wir betreuen ein Portfolio von Kundenwebseiten. Angefangen bei gemeinnützigen Projekten wie die Schmetterlingskids (www.rt-schmetterlingskids.de) bis hin zu Onlineshops und ganzen Warenwirtschaftsystemen. Dies Kunden betreuen wir nicht nur in Bezug auf Programmierung sondern kümmern uns auch um die Einbindung in vorhandene Marketingkanäle und Aktionen. Auch wenn wir selber nicht Layouten (das können Mediengestalter und Grafiker viel besser), haben wir natürlich ständig mit Layout zu tun. Und hier ist der Geschmack sehr verschieden. Wir achten darauf das Layout und Benutzbarkeit (oder Usability in Neudeutsch) Hand in Hand gehen. Da bremsen wir Grafiker auch schon mal aus.

Was würdest du einem Kreativen vorschlagen der sich im Web positionieren möchte? Auf was würdest du Wert legen?
An einer Internetseite kommt man im Internet wohl nie vorbei. Also empfehle ich die auf jeden Fall. Ob das ein Blog, eine klassische Seite, eine Facebookpräsenz oder sonst was ist, mache ich vom Mensch und vom Thema abhängig.
Grundsätzlich zählt nur Ehrlichkeit, Echtheit und Vertrauen. Kann ich das nicht transportieren, funktioniert es auf Dauer nicht.

Du betreust ja auch den monatlich stattfindenden Webmontag in Leipzig. Was behandelt ihr dort für Themen und worum geht es bei einem Webmontag überhaupt?
Der Webmontag ist eine tolle städteübergreifende Veranstaltung, die 2005 in Köln ihren Anfang genommen hat. Ziel ist es Menschen zu verbinden, die das Internet gestalten und die, die es konsumieren. Seit Oktober 2010 kümmere ich mich im Auftrag des „Kreativen Leipzig“ darum und versuche regionale Internetthemen auf den Tisch zu bekommen (Upps. Dann haben wir ja am 17.10.2011 einjähriges). Wir wollen also nicht die große weite Welt, sondern das regionale Netz zeigen. So geben wir aktuell Leipziger Bloggern die Chance sich der „echten“ Welt zu stellen und ihre Blogs und ihre Intentionen und Beweggründe vorzustellen. Wer also Lust hat, meldet sich bei mir!

“Leben in der DDR 2009″ – Fotograf: Dirk Förster
Was verbindest du mit Leipzig und wie würdest du die Web-Szene in deiner Stadt beschreiben?
Zwei komplett unterschiedliche Dinge in einer Frage. Ich fange mal mit dem leichtesten Teil an: Leipzig = Heimat! Punkt. Ich liebe diese Stadt, die Menschen, das Flair. Die Web-Szene ist kompliziert, vernetzt, verstritten, kleinteilig, großartig, kleingeistig. Irgendwie alles. Es gibt viele viele kleine Unternehmen und ein paar Große. Die Preise macht sich die Szene selber kaputt und jammert laut oder auch leise. Ich würde sagen, die Szene ist ganz normales „Business as usual”.

Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“ auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Aus meiner Umwelt. Aus meiner Familie, meiner Freundin, meinen Freunden. Aus Menschen mit denen ich mich umgebe, die mir ehrlich sagen wie Scheiße oder wie gut ich bin. Ich freue mich über das Lob meiner Kunden und auch über Kritik.
Und natürlich ist das Internet ein stetiger inspirierender Begleiter.

Was für Menschen beeinflussen dich und mit welcher Persönlichkeit würdest du gerne einmal zusammen arbeiten?
Ich glaube Menschen beeinflussen mich eher unbewusst. Ich habe in dem Sinn kein Vorbild. Ich sehe zu Menschen auf, von denen ich lernen kann, die mich Vordern. Ich brauche Reflektion und Widerspruch. Ich denke das bringt mich weiter. Ein Projekt an dem ich gerne und unbedingt mitarbeiten würde, hätte bestimmt was mit „Beamen“ zu tun, denn das nervige herumfahren und herumlaufen nervt! :)

Kontakt zu Thomas Wagner?
www.mi-service.de
twitter.com/miservice
facebook.com/thomaswagnerleipzig

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