Zwischen Zwei Welten…

Vor 72 Stunden habe ich noch mit Waisenkindern in Uganda gespielt, heute sitze ich wieder im Arbeitszimmer und arbeite an Fotos, Hochzeitaufträgen und Porträts. Sobald mein Kopf für ein paar Minuten ruhe findet, begibt er sich zurück nach Afrika. Die Gedanken kreisen umher, gerade nach der Nachricht das Entebbe derzeit kein Wasser hat, schockiert mich im Nachhinein sehr. Da Wasser, die einzige konstante war, auf die man sich in den letzten 14 Tagen verlassen konnte. Aber was machen die Kinder, die wir dort hinterlassen haben? Denken sie noch an einen oder ist es wie so oft: “Aus den Augen aus dem Sinn?”

Gestern wollte ich in die benachbarte Stadt über die Autobahn fahren, die Auffahrt war gesperrt, ich fluchte im Auto und einen kurzen Moment später dachte ich mir: “Es kann doch nicht sein, da bist du 2 Tage in Deutschland und schon regst du dich wieder nur über alles auf…” So ist es eben, alles geht viel zu schnell. Eben noch den afrikanischen Matsch am Schuhwerk und 9 Flugstunden später schließt du einen neuen Handyvertrag ab. Es ist schwer klarzukommen, weil man das Gesehene noch lange nicht verarbeitet hat und dieser Prozess erst einmal einsetzen muss. Dann noch diese eigene Angst, die Erlebnisse viel zu schnell zu vergessen, die Angst vor dem erblassen der Gedanken. Schwer zu beschreiben. Am liebsten würde ich die eigene Seele vom Stand 4. November 2012 in einem Glas konservieren und immer rausholen, sobald ich mich über die kleinen Sorgen des Alltags aufrege.

Nun gilt es sich, wieder zu fixieren. Hier in Deutschland die Projekte, die man in Uganda fest im Kopf hatte, auch umzusetzen. Dabei sieht man den eigenen Terminkalender und schüttelt ständig mit dem Kopf … Wie soll das alles in der kurzen Zeit machbar sein? Irgendwie wird es gehen, es geht immer, man muss es nur durchziehen.

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Der Wert eines Fotos…

Es nimmt überhand. Ich fotografiere viel, viel mehr, seitdem ich selbstständig bin. Ich setze mich dadurch aber auch viel mehr mit der Kreativität eines Fotos auseinander. Die Angst sich zu wiederholen, die Angst nur die Blaupause von jemanden zu benutzen. Der Wert eines von mir gemachten Fotos ist eigentlich nicht bezifferbar. Für das Brautpaar wird das Foto in 20 Jahren unbezahlbar sein, gerade wenn sie für die eigenen Enkel die Bilder hervorkramen.  Für jemand der das Foto nur mal kurz auf meinem Portfolio oder auf Facebook sieht ist entweder ein Like oder eine Sehverschwendung von maximal 2 Sekunden.


Wie kommt man aber als Fotograf dahin, einen Mehrwert für viele Menschen zu schaffen? Nicht nur für mich oder des Auftraggebers? Ich glaube es hat was mit den Instinkten der Menschen zu tun. Bilde ich ein Foto von meiner Heimat “Leipzig” ab, kann ich mir fast sicher sein das Es besser ankommt als ein normales Porträtfoto, weil die meisten Menschen die sich meine Fotos anschauen, nun einmal aus dieser Stadt kommen. Vielleicht waren sie selbst schon an der Ecke und erkennen sich auf diesen Foto wieder. Andersherum ist es genauso, fahre ich an einen vollkommen fremden Ort für viele Einheimische (z.B. Kuba) dann macht der Reiz des fremden die Bildgewalt aus.  Entweder wir als Fotoheinis wecken Emotionen oder man entführt in eine neuartige Welt.

Klar gibt es auch die andere Seite, die dunkle Seite der “Macht”. Wo es um große Auftragsproduktionen geht, wo es darum mit möglich wenig Aufwand viel Geld zu verdienen. Sind diese Leute noch mit dem Herz in der Fotografie dabei? Kann man ein guter Fotograf sein, wenn man die Fotografie nur als Gelderwerb sieht? Meiner Meinung nach gibt es ein Problem von mir, von vielen, irgendwann merkt man, was gut ankommt, was den Leuten da draußen gefällt. Ein für mich enorm gefährlicher Moment, ein Moment, wo man anfängt, sich ständig selbst zu wiederholen, dass zu machen was immer funktioniert, funktioniert vielleicht für diesen Moment, bringt dich nur in deiner eigenen Entwicklung leider nicht weiter.

Ein Kunststück im Jahr 2012:  Sich frei von allen zu machen. Mal die Augen schließen und diese Bilder vor dem geistigen Auge umsetzen, ohne Inspiration. Nicht schaffbar? Ich probiere es.

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LE.View mit Eric Kemnitz

LE.View ist eine Interviewreihe aus der Stadt Leipzig. Ich möchte euch in unregelmäßigen Abständen Menschen aus meiner Heimatstadt Leipzig vorstellen, die für mich Kreativ und Interessant erscheinen. Eric beobachte ich bestimmt schon 8 Jahre… Er ein unkomplizierter kreativer Typ, den man in Leipzig auf dem Zettel haben sollte. 

Hey Eric, stell Dich doch bitte kurz vor.

Hallo Martin,deine Anfrage für ein Interview hat mich ein wenig überrascht und ich freue mich sehr darüber. Jetzt muss ich erst einmal die richtigen Worte finden, also wo fang ich an…Seit 2004 betreibe ich meine Seite sk-picture.com. Davor war es mal sk-designz. Ach.  ist das lang her.Auf meiner Seite habe ich schon immer hauptsächlich meine Fotografien präsentiert, aber auch andere Projekte, die zum Großteil mit guten Freunden realisiert wurden, wie zum Beispiel  aus dem Bereich Graffiti. Gerade arbeite ich an ein paar grundlegenden Änderungen an meiner Seite, aber das wird noch ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen.Was man auf der Seite sehen kann, gibt einen Einblick in das, was ich so den ganzen Tag treibe. Denn, so wie du, verdiene ich mit Fotografie und Werbung meine Brötchen und bin damit aktuell auch sehr zufrieden.

 
Was begeistert Dich zurzeit?
Musik begeistert mich immer und so tanze ich gern mal auf meinem Stuhl im Büro oder singe wild irgendwelche Lieder vor mich hin. Natürlich kann ich weder singen noch kenne ich den Text ;) und wenn du Namen hören willst, ich freue mich gerade auf die neue Scheibe von Max Herre und das Live-Album von Philipp Poisel. Ansonsten plane ich gerade ein paar Ausstellungen für diesen Herbst/Winter. Ständig ergibt sich da gerade etwas Neues und das begeistert mich.


Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Dazu habe ich eben erst einmal meine Eltern angerufen. Irgendwann habe ich mir eine analoge Spiegelreflex gewünscht und zum Geburtstag und zu Weihnachten auch bekommen. Es muss wohl zu meinem 11. oder 12. gewesen sein. So fing alles an, auch wenn die Kamera zunächst viele Phasen nur rumlag.

 

Du scheinst deine Bilder ja öfters zu bearbeiten, was für Software benutzt du und wie würdest du deinen eigenen Stil beschreiben?
Ja, ohne geht bei mir irgendwie nicht. Ein bisschen dran drehen will ich immer! Ich glaube ich habe mit 13 mal mit PaintshopPro erste Erfahrungen gesammelt, aber nach meinem ersten Praktikum in einem Grafikbüro war klar, dass das neue Spielzeug Photoshop 7 heißt. Einen eigenen Stil? Ja sicher, aber ich glaube er ist für den Betrachter besser erkennbar, als ihn selber zu beschreiben. Allerdings probiere ich gern und viel aus, somit sollte es kein Einheitsbrei sein.

 
 Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Ich muss gestehen, dass ich dieser Kategorie bei dir noch nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt habe.- So habe es mir angeschaut. Na genau auf solchen Seiten! Wenn ich ein bisschen abschalten möchte, blättere ich oft wahllos durch Fotoforen oder Blogs und erfreue mich an schönen Dingen, ob dabei wirklich was hängen bleibt halte ich allerdings für fraglich. In meinem Chrome habe ich unzählige Favoriten gesetzt von super Fotografen und Designern, aber wirklich ein zweites Mal schaue ich es kaum an.

 

Wenn du Fotos machst, auf was achtest du? Dein inneres Gefühl oder ob technisches alles perfekt ist?
Technisch perfekt war für mich noch nie eine Maßgabe. Ich lege los wie es mir gefällt. Natürlich änderte sich im Laufe der Zeit mit neuen technischen Erkenntnissen auch die Herangehensweise.

 
Was verbindest du mit Leipzig und wie würdest du die Fotografie-Szene in deiner Stadt beschreiben?
Ach, ich bin auch so ein Leipzig-Liebender, der nie hier weg will. Die Verbindung ist klar: Geburtsort, Heimat und noch vieles mehr. Was in der Fotografie-Szene so passiert, lässt mich eigentlich weitestgehend unberührt. Ich freue mich, wenn ich mal wieder ein schönes Bild von altbekannten Fotografen finde oder mir ein “neuer” Fotograf positiv auffällt, den es am Ende schon ewig gibt und das einfach wieder an mir vorbei gegangen ist. Natürlich gibt es auch die andere Seite, wo man sich immer wieder fragt WTF? Aber auch diese brauchen wir sicherlich und da wird der Markt das schon regeln.


Mit welchem Künstler würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Momentan stehen für dieses Jahr so viele Sachen an Da ist schon viel dabei von dem, was ich schon immer mal machen wollte. Einfach mal überraschen lassen.

 
Hast du dich auf einen Style festgelegt? Würdest du sagen du bist ein Portrait-Fotograf oder begrenzt du dich nicht?
Einerseits denke ich, dass es immer wieder verwerflich oder billig klingt sich nicht zu spezialisieren, aber andererseits ist doch gerade die Herausforderung an neuen Projekten und Bereichen das, was Spaß macht!


Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie?
Was zählt ist nur das Projekt =) Nein, ich erfreue mich gern an einzelnen Bildern, aber wenn ich eins schon immer hatte, dann meine Website als Online-Galerie. Natürlich nicht immer ordentlich gepflegt, aber sie war da und hat den Leuten einen Einblick gegeben in das, was ich mache. Das war mir schon immer wichtiger.

 

Was war bisher dein schönstes Projekt?
Da möchte ich mich jetzt gar nicht auf ein bestimmtes festlegen. Schön finde ich es immer, wenn ich meine Kunden von Anfang an komplett betreue und miterleben kann, wie sie wachsen. Ein kleines Highlight zuletzt war der Auftrag in 24h zwei Festivals zu fotografieren und dabei 1000 km zurück zulegen. Am Ende ist das Projekt an dem man gerade arbeitet immer das schönste Projekt, sonst würde man sich nicht so darauf freuen.

Was möchtest du fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?
 Ach, ich bleibe hier einfach auf meinem Balkon liegen und fotografiere, wie schön es hier ist.
Nebenbei erobere ich von hier aus die Welt. Nein, also momentan zieht es mich fotografisch ein bisschen in die Welt. Dazu muss ich nur einfach mal losgehen. Momentan wachse ich von Projekt zu Projekt. Das finde ich gut und bin glücklich, dass ich davon leben kann.

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Hochzeiten fotografieren…

Da gab es diesen einen Moment, ich sitze mit der Braut, alleine im Vorbereitungsraum. Ich als fast fremder Mensch und die Braut in ihrem intimsten Moment. Wir reden kurz, ich sprech ihr Mut zu. Vor uns ein Spiegel, sie sitzt auf einen Drehhocker. Sie atmet schwer, noch 5 Minuten, dann wird der zukünftige Ehemann sie das erste Mal im Brautkleid sehen.

Ein Schritt, der Angst macht, ein Schritt, der das Herz hüpfen lässt.Dann fährt ein Auto vor, die beste Freundin schaut aus dem Fenster. Die Gewissheit, die “Männer” sind da. Nun kommt der Brautzeuge des baldigen Ehemannes die Treppe hinauf, er sieht zum ersten Mal die Braut – bei ihm gibt es kaum ein Halten. Jetzt vermischt sich bei mir alles, die eigenen Gedanken, der Job, die Nähe des Brautpaares, die Gedanken an die eigene Freundin.

Es ist eine Ehre, Menschen bei solchen Momenten zu begleiten. Das sind Momente, die mir selbst kurz dem Atem nehmen, in diesem Augenblick, gibt es für mich nur eine Devise: Selbst ruhig bleiben, die Kamera im Anschlag haben, abwarten, abdrücken. Nur so kann ich mir sicher sein, gute Momente abzufassen. Nach einer fotografierten Hochzeit fällt meine innere Abspannung komplett ab.

Hochzeiten in Leipzig fotografieren

Es ist eben nicht nur ein Job, es ist mit das Wichtigste, was ein Fotograf im “Alltag” fotografieren kann. Die Paare überlegen sich Monate im Voraus, wie alles ablaufen soll. Ich hab in dem Moment, wo ich die Ringübergabe fotografiere, eine enorme Verantwortung, versaue ich die Fotos, hat das Paar für ihr ganzes Leben von diesen hoffentlich einzigartigen Augenblick kein Foto. Also sollte man sich der Verantwortung bewusst sein und trotzdem mit genügend Hingabe arbeiten.

 

Vielleicht sollte man als Fotograf auch nicht 30 Hochzeiten im Jahr fotografieren, vielleicht nur 10 oder 15, sonst stumpft man ab, man geht nach seinem eigenen Schema vor, durchbricht es nicht mehr und bleibt stehen. Ja ich weiß, mit Hochzeiten verdient man das meiste Geld, aber nur des Geldes willen Qualitätseinbußen hinnehmen?

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LE.View mit Alte Eule / Sarah Storch

LE.View ist eine Interviewreihe aus der Stadt Leipzig. Ich möchte euch in unregelmäßigen Abständen Menschen aus meiner Heimatstadt Leipzig vorstellen, die für mich Kreativ und Interessant erscheinen. Sarah ist mir durch die tollen Fashionbilder aufgefallen die sie in und um Leipzig macht.

Hey Sarah, stell Dich doch bitte kurz vor.

Ahoi! Mein Name ist Sarah Storch, wahlweise auch Eule genannt, wohnhaft im schönen Leipzig und nun ganz frisch selbstständig, hauptsächlich im Bereich Portrait – und Modefotografie.
Kannst du mir ein bisschen von Dir erzählen, wo bist Du aufgewachsen und was hat Dich beeinflusst?
Ursprünglich komme ich aus der Provinzstadt Gotha bei Erfurt, habe mich dann entschieden meine Ausbildung als Fotografin aus privaten Gründen in Leipzig zu beginnen und nun bleibe ich hier :)

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?
Wie ich so richtig damit begonnen habe zu fotografieren ist eigentlich eine gute Frage.
Ich denke ich war damals in meiner Heimatstadt ein wenig frustriert und gelangweilt und habe nach einer neuen Aufgabe gesucht. Ich habe mich dann entschieden mir über Ebay eine analoge Spiegelreflexkamera zu kaufen und bin dann einfach losgezogen und habe damals nur auf Film fotografiert. Später entschied ich mich mir eine digitale Spiegelreflexkamera zu kaufen, um auch mehr über die digitale Bildbearbeitung zu erfahren. Eigentlich habe ich von Anfang an immer Personen fotografiert und inszeniert, damals wie so ziemlich jeder in alten Industriegeländen,was mich aber mittlerweile überhaupt nicht mehr reizt. Ich hatte immer genug Freunde die sich auf meine Schandtaten eingelassen haben, an dieser Stelle nochmal ein Danke dafür :)

Wie bist du auf den Namen Alte Eule Photography gekommen? Faszinieren dich diese Tierchen?
Das bleibt mein kleines Geheimnis, ist allerdings unspektakulärer als man denkt ;)

Du bist eine wahnsinnig gute Fashionfotografin, woher kommt diese Passion und was fasziniert dich selber daran?
Oh danke für die Blumen, aber für mich bin ich noch Meilensteine von einer “wahnsinnig guten Fashionfotografin” entfernt. Ich bin ein wirklich sehr selbstkritischer Mensch und mit meinen aktuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten eher unzufrieden ;)
Ich glaube am meisten fasziniert mich daran, dass man gerade im Fashionbereich unglaublich viel inszenieren kann, gerade mit außergewöhnlichem Makeup, Kostümen und Licht. Ja, ich glaube deswegen ist das so.

Gib doch unseren Lesern doch mal 1-2 Tipps wie man zu so guten Aufnahmen kommt…
Ich denke das wichtigste überhaupt ist, dass man Licht in allen seinen Facetten verstehen lernt ;)
dann kommt lange Zeit nichts..

….


dann vielleicht noch eine schicke Festbrennweite mit guter Lichtstärke und los gehts!

Mit was bearbeitest du deine Bilder? Kannst du uns ein wenig in deinen Workflow entführen?
Hauptsächlich mit Photoshop CS5, hier und da mal Lightroom und andere Programme für Analogfilter oder ähnliches.

Fotografierst du auch andere Dinge? Wenn ja was und warum?
Wie schon oben erwähnt, habe ich eigentlich schon immer Personen fotografiert,
damals noch abgelegene Industriehallen und Stillleben, aber das reizt mich momentan überhaupt nicht mehr, aber da gibt es andere super Fotografen für ;)

Was sagst du zum derzeitigen Trend “zurück in die analoge Fotografie” ? Reizt dich das Thema?
Mich reizt das Thema nach wie vor sehr sogar, allerdings habe auch Ich zu wenig Zeit mich ausgiebig mit der analogen Fotografie zu beschäftigen. Eigentlich hatte ich vor hier in Leipzig an der HGB Fotografie zu studieren, habe auch ein Jahr an der Abendakademie gelernt und in dieser Zeit habe ich fast ausschließlich analog fotografiert und beispielsweise auch ungewöhnliche Dinge ausprobiert wie zb auf Strumpfhosen oder ähnliche Stoffe belichtet :) Bemerke gerade während des Schreibens, dass ich mich wieder öfter an solche Sachen wagen sollte, mein Belichter staubt schon ein :)

Du wurdest ja in dem bekannten Stadtmagazin “Leipzig Exklusiv” abgedruckt, wie wahr bisher das Feedback über diese kleine Auszeichnung?
Sehr positiv muss ich sagen, musste die Hefte natürlich auch überall hinschicken, damit auch die Nicht-Leipziger teilhaben dürfen :) Hat auch echt eine Menge Spaß gemacht und das wertvollste war eigentlich, dass ich keinerlei Auflagen hatte und meiner Kreativität freien Lauf lassen konnte. Das Feedback auf die farbigen Rauchbomben war auch hoch :D


Was war bisher dein größter fotografischer Erfolg?
Das ist irgendwie eine wirklich für mich eine schwer zu beantwortende Frage, in erster Linie bin ich schon glücklich, wenn der Kunde mit mir und meiner Arbeit zufrieden ist,
ich denke aber die erste Printversion in einem Magazin, in dem Falle dem Leipzig Exklusiv Magazin, bleibt schon etwas ganz besonderes :)
An dieser Stelle nochmal Danke an alle Beteiligten!

Mit welcher Person würdest du gerne einmal ein Bier/Wein trinken gehen und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Ich glaube am meisten geprägt hat mich der englische Fotograf Tim Walker, weil er so wunderbar Kind geblieben ist und das auch in seinen aufwendig gestalteten Fotos zum Ausdruck bringt. Am tollsten sind die Möglichkeiten die er hat, unglaublich faszinierende Kulissen auf die Beine zu stellen, ja da wäre ich gern dabei und würde staunend neben ihm stellen wollen :)


Hast du ein Onlineportfolio was du unseren Lesern empfehlen würdest? Fotografen, die dich beeinflusst haben?
Wie schon erwähnt, der unglaubliche Tim Walker, Bruno Dayan, Kristian Schuller, Monika Menez, und und und…

Du bist gerade in und um Leipzig stark vertreten. Was verbindest du mit der “Heldenstadt” und wie siehst du die dortige Kreativ-Szene?
Bin ich das :) ? In erster Linie verbinde ich mit Leipzig das es zu meiner Heimat geworden ist, was ich so vermutlich nicht erwartet hätte. Des weiteren viele tolle emotionale Erinnerungen, Momente und Menschen die mich geprägt haben. Gerade in Bezug auf meine Branche fehlt es hier an Modelagenturen, Visagisten bzw. Maskenbildnern.


Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Definitiv auch von anderen Fotografen, (Fashion) Blogs, Designern, Büchern, Magazinen usw.
Oft ist es aber auch so, dass mir mitten in der Nacht irgendwelche Szenierien einfallen, die ich dann später umsetze :)

Noch ein paar abschließende Worte an unsere Leser?
Ich bedanke mich an dieser Stelle nochmal rechtherzlich an all die tollen Menschen,
die mich von Anfang an unterstützt haben bzw. unterstützen, prägen und helfen
(dieser Part kommt immer viel zu kurz,so.) Ansonsten stöbert auf meiner Website, bombardiert mich mit Anfragen, ich freu mich darauf! Und ein Danke Martin auch an dich für die Möglichkeit mich der Welt vorzustellen :)

Kontaktdaten :

http://www.alteeule.com/

ALTE EULE PHOTOGRAPHY I Sarah Storch
- based in Leipzig –
info@alteeule.com
I PORTAIT I Einzel I Best Friends I Family
I BUSINESS IMAGES I
I FASHION I
I BEAUTY I
I EDITORIAL I
I SEDCARD I
I MUSICANS I ARTISTS

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LE.View mit Dominik Hüttenrauch

LE.View ist eine Interviewreihe aus der Stadt Leipzig. Ich möchte euch in unregelmäßigen Abständen Menschen aus meiner Heimatstadt Leipzig vorstellen, die für mich Kreativ und Interessant erscheinen. Dominik portraitiert Menschen auf eine lockere Art, dabei wechselt er zwischen Studio und Outdoor. 
Mehr über Dominik: Facebook  & Web
Hey Dominik, stell Dich doch bitte kurz vor.Hello, wie du ja schon richtig sagst ist mein Name Dominik, ich bin Baujahr 1983. Ich bin ein Leipziger Jung und interessiere mich vor allem für die Hochzeits- & Portraitfotografie.

Kannst du mir ein bisschen von Dir erzählen, wo bist Du aufgewachsen und was hat Dich beeinflusst?
Also aufgewachsen bin ich in Leipzig. Genauer gesagt im Stadtteil Grünau und ja ich habe es überlebt und ich lebe bis heute in der Platte.

Seit wann fotografierst du? Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Ich fotografiere nun seit ca. 7 Jahren. Wie ich zu der Fotografie gekommen bin ist eigentlich eine lustige Geschichte. Ich war mit meiner Frau und einem befreundeten Pärchen im Urlaub in der Türkei. Und wie es viele Verliebte machen, lässt man sich natürlich vom total schlechten Hotelfotografen bei Sonnenuntergang am Strand fotografieren und anschließend über den Tisch ziehen. Ich fand die Bilder damals so unfassbar schlecht, dass ich zu meiner Frau gesagt hab: „Nach dem Urlaub kaufe ich mir eine Spiegelreflex Kamera und mach das besser.“ So war es dann auch. Ich habe mir die 350d von Canon besorgt und angefangen zu fotografieren. 3 Fotos haben wir damals trotzdem vom türkischen Hotelfotografen gekauft für unschlagbare 15 Euro, die hängen jetzt als Mahnmal und zur Belustigung unserer Gäste bei uns zu Hause.Was möchtest du Fotografisch noch erreichen? Welche Ziele hast du?
Naja das was die Meisten von Fotografen denken:  Zwei,  drei Bilder knipsen, am Pool liegen und im Geld schwimmen. Nein Quatsch. Ich möchte mich einfach stetig weiterentwickeln, habe dabei  aber kein konkretes Ziel.  Ich möchte in ein paar Jahren auf meine Bilder zurück schauen und sehen,  dass ein Fortschritt zu erkennen ist.
Ein ganz großes Ziel hab ich vielleicht doch: in den nächsten Jahren einmal eine Hochzeit in Amerika zu fotografieren.
Mit was bearbeitest du deine Bilder? Kannst du uns ein wenig in deinen Workflow entführen?
Also zu 95% bearbeite ich meine Bilder im Lightroom. Um das ein oder andere Bild nach zu schärfen benutze ich noch Photoshop. Mein Workflow sieht ungefähr so aus, dass ich nach dem Import der Bilder ins Lightroom laute elektronische Musik anmache und dann die Bilder einzeln durch gehe. Ich markiere mir meine Favoriten und beginne danach mein absolutes Lieblingsbild vom Shooting zu bearbeiten. Dabei sind die ersten zwei, drei Entwürfe für den Papierkorb. Bin ich mit dem Entwurf zufrieden, schaut meine Frau über das Bild und gibt mir Feedback, denn sie ist meine größte Kritikerin.Was sagst du zum derzeitigen Trend “zurück in die analoge Fotografie”? Reizt dich das Thema?
Mhhhhh, wenn ich ehrlich bin reizt mich das Thema analoge Fotografie überhaupt nicht. Es gibt sicher sehr viele fantastische Bilder aus der analogen Fotografie, aber ich glaube wir sind nun im 21. Jahrhundert angekommen. Mit der Polaroid verhält es sich ja nicht anders. Ich denke so was kann eine witzige Abwechslung sein, aber zurück zur analogen Fotografie möchte ich nicht.

Du wohnst ja in Leipzig, wie siehst du die lokale Fotografie Szene und hast du lokale “Helden”?

Dich natürlich Martin hab ich als „Helden!!!“ Also einen direkten „Helden“ hier aus Leipzig habe ich nicht. Die Szene aus Leipzig halte ich für sehr kreativ. Aber im Vergleich zu Berlin, Hamburg oder München fehlt doch noch ein ganzes Stück. Dennoch habe ich über die Jahre viele nette Kollegen/Freunde kennenlernen dürfen, mit denen es immer wieder Spaß macht sich auf einen Kaffee zu treffen oder gemeinsame Projekte zu planen. Unseren monatlichen Stammtisch finde ich ein sehr gutes Beispiel dafür. Dennoch muss ich sagen, könnte der Austausch unter den einzelnen Fotografen doch ein Tick intensiver sein.

Was war bisher dein größter fotografischer Erfolg?

Das ich das Plattencover für den Elektro DJ MarcDepulse fotografieren durfte. Das war ein wirklich tolles Projekt. Was mich ebenfalls sehr gefreut hat, dass ich letztes Jahr beim Fotowettbewerb von der ComputerBild in der Kategorie „Ästhetischer Akt“ von einer unabhängigen Jury eine Wildcard bekommen habe und unter die Top100 gekommen bin. Sicher keine spektakulären Erfolge, doch es hat mich dennoch gefreut und das gibt immer wieder neue Antriebskraft.

Mit welcher Person würdest du gerne einmal ein Bier trinken gehen und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Ich hab drei Personen mit denen ich gerne mal ein Bier trinken gehen würde und mit denen ich dann gerne Projekte angehen würde. Ich würde sehr gerne einmal mit Brandon Kidd zusammen eine Hochzeit fotografieren. Seine Bilder sind einfach unglaublich genial. Mit Marco Rothenburger würde ich gerne mal eine Fashion Shooting machen. Seine Bearbeitung und seine Beauty Retusche ist wirklich großartig. Und die dritte Person ist Joe Simons, der wohl beste Hochzeitsvideograf der gesamten Erde. Seine Filme sind unglaublich faszinierend. Ihm würde ich ebenfalls gerne einmal über die Schulter schauen.Was ist dir wichtiger, ein schönes Online-Portfolio oder eine Foto-Serie?
Ein Online-Portfolio, denn ich denke da erkennt man am besten die Weiterentwicklung des Einzelnen.
Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Zum einen ziehe ich meine Inspirationen aus Musikvideos, wie zum Beispiel für mein neues Projekt „Glücklich sein.“ Dafür war das Musikvideo von Silbermond „Himmel auf“ die Inspiration. Ich bin wirklich total überrascht wie viele Leute mich auf dieses Projekt angesprochen haben und dabei sein wollen, weil sie es für eine wirklich tolle Sache halten.
Und zum anderen ziehe ich meine Inspiration aus der amerikanischen Hochzeitfotografie. Leute wie Brandon Kidd oder die zwei Mädels von Simply Bloom sind eine riesige Inspiration für mich. Ich mag diesen amerikanischen Vintage Stil unglaublich gerne.

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LE.View mit Miss Kiddekat

LE.View ist eine Interviewreihe aus der Stadt Leipzig. Ich möchte euch in unregelmäßigen Abständen Menschen aus meiner Heimatstadt Leipzig vorstellen, die für mich kreativ und interessant erscheinen. Miss Kiddekat ist ein Model aus Leipzig, was sich durch Aussagekraft und Ideenreichtum abhebt. Sie stand schon für etliche Fotografen Model und hat eine ganz spezielle Ausdrucksweise. 

Infos:
Buchungsanfrage: kiddekat@gmx.net (auch über Agentur buchbar)
web: www.facebook.com/MissKiddekat
Foto: Yvonne Jedamzik Photography
Stell Dich doch bitte kurz vor.

Hey ich bin Miss Kiddekat aus Leipzig, eigentlich Kathleen, aber im Modelbereich, vor allem im alternativeren, dem man mich zuordnen würde, ist es üblich mit einem Künstlernamen aufzutreten. Ich überlege immer, wie ich mich selber als Model beschreibe?  Den Begriff „Tattoomodel“ mag ich nicht, da es bei meinen Arbeiten nicht in erster Linie um meine Tätowierungen geht. Aber ich bin eben auch kein klassisches Mode-Model, daher falle ich immer wieder auf den Begriff des „alternative model“ zurück, obwohl dies oft suggeriert, dass man nur in speziellen Ecken unterwegs ist. Generell, sowohl als Model als auch als Mensch lasse ich mich nicht in irgendwelche Schubladen stecken. Wenn man sich meine Arbeiten anschaut oder auch einen Tag mit mir verbringt wird man feststellen, das in mir in mir verschiedene Facetten stecken, daher sehe ich auch meine Wandlungsfähigkeit als größte Stärke.
Lustig ist es, wenn man Menschen aus der virtuellen Welt in live kennenlernt und sie dennoch nie von dem virtuellen Namen wegkommen, man bleibt dann die Kidde, aber Namen sind ja eh Schall und Rauch. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und ich gehe dazu über mich auch gleich mit Kiddekat vorzustellen, das hat den höheren Wiedererkennungswert.

Seit wann modelst du? Was war für dich der ausschlaggebende Punkt mit dem Modeln anzufangen?

Angefangen habe ich recht spät, mit 26 Jahren im Sommer 2010. Der Grund war nie dies hauptberuflich zu machen oder der Traum von den weltweiten Laufstegen, denn ich bin nun wirklich nicht das „perfekte Model“. Ich habe mich schon immer für Kunst interessiert, sowohl die bildende als auch die darstellende und ich hatte so viele Ideen und Emotionen die aus mir raus wollten. Durch eine Freundin, die seit dem 15. Lebensjahr modelt bin ich auf die Idee gekommen das mal auszuprobieren. Und mal abgesehen davon, hat jede Frau gerne mal schöne Fotos von sich und so dachte ich „so what, jetzt machst du mal so ein Shooting und guckst wie das so ist“. Und es hat Spass gemacht und so fing ich an mir gezielt Fotografen zu suchen, die für die Umsetzung verschiedener Konzepte geeignet schienen.

Kannst du dich noch an dein erstes Shooting erinnern? Was hast du damals gefühlt?

Oh ja und ich kann dir sagen, ich war aufgeregt wie zur Abiturprüfung. Es war ein Pinup-Shooting und neben mir waren drei sehr erfahrene Models dabei. Da hatte ich schon Schiss zu versagen, wie bewege ich mich, was mache ich für Pose, hoffentlich entgleitet mir mein Gesicht nicht, wie auf so zahlreichen privaten Schnappschüssen and so on. Aber die Mädels waren sehr nett, haben zumindest so getan  und für das erste Shooting sind auch ein paar schöne Sachen entstanden.

Foto: Johannes Amm

Was war der beeindruckendste Ort an dem du geshootet hast?

Mmmmh, das  ist schwierig, da ich sehr unterschiedliche Shootings gemacht habe. Ich versuche vieles auszuprobieren und verschiedene Facetten meiner Persönlichkeit darzustellen, davon hängt auch die location ab. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich lieber on-location shoote als im Studio, da diese eher clean sind. On location kann sich alles viel freier entwickelt. Vieles was man als Model macht hängt an der location, man nutzt diese, spielt mit ihr, deswegen sind Posen draußen auch viel abwechslungsreicher als im Studio. Und es gibt nichts was ich mehr hasse als Einheitsbreibilder, hauptsache nett in die Kamera lächeln nein danke. Ok mit sowas kommt man vielleicht in den Ottokatalog, aber wer bestellt den schon noch ;)

Um zur Frage zurück zu kommen, ich zähle einfach mal ein paar interessante Orte auf: eine abgefuckte Garage, Bretterverschlag trifft es wahrscheinlich eher, ein Anglerteich inklusive der bewohnenden Glasscherben, ein altes Leipziger Fabrikgeländes, unheimlich viel Charme und einige Frostbeulen, ein Tagebau inklusive meines orangenen Flurvorhanges als Abendkleid mit riesen Schleppe…

Wie hältst du dich Fit? Hast du ein Trainingsprogramm? Ernährst du dich speziell?

Ich bin generell ein sehr sportlicher Typ, Sport hat schon immer zu meinem Leben gehört und wird es auch immer, ich bekomme schlechte Laune wenn ich keinen machen kann, genauso wie wenn ich Hunger habe. Von daher wäre ich ein schlechtes Model, wenn ich dafür hungern müsste, aber natürlich achte ich vor einem Shooting darauf, dass ich mir den Abend davor nicht eine Pizza reintrommel oder früh das pompöse Frühstück esse, außer ein Blähbauch gehört zum Shootingkonzept. Situps mache ich auch vorm Shooting, sowas machen glaube ich nur Männer oder?

Foto: Ernst Alexander

Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“  auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?

Meine Inspiration kommt aus meinem Inneren, meinen Gefühlen, meinen Emotionen, die ich so verarbeite, daher gibt es auch Momente, wo mir diese fehlt, wo ich Kraft sammeln muss. Aber mich inspirieren auch andere Fotografen mit ihren Arbeiten. Ich sehe mir gerne verschiedene Arbeiten an und bin immer fasziniert wenn ein Bild überrascht. Auch kommt viel Inspiration aus Gesprächen, man befruchtet sich oft gegenseitig (also im übertragenen Sinne) und dann kann man das nächste Projekt wieder nicht abwarten. Allerdings finde ich Inspiration auch aus anderen künstlerischen Gebieten, insbesondere aus der Malerei, die auch zu meinen großen Leidenschaften gehört.

Gibt es für dich absolute No-Gos als Model?

Langeweile, Ideenlosigkeit, Schamgefühl, schlechte Vorbereitung, Divengehabe und ganz wichtig weniger als 20 Schuhe

Was würdest du als einen deiner besten Modeljobs bezeichnen?

Das ist ähnlich wie mit den Locations, nicht so einfach zu beantworten. Inhaltlich gesehen sind freie Arbeiten, bei denen Chemie und Vorstellung von Fotograf(-in) und Model harmonieren und beide sich darauf einlassen ihren Ideen freien Lauf zu lassen die Schönsten. Da ist es dann auch egal, wenn es kalt und dreckig war und man alles selber machen musste. Aber mit einem Profiteam zusammenzuarbeiten ist auch eine tolle Sache, solange auch hier eine nette Atmosphäre herrscht.

Besondere Shootings waren auf jeden Fall mit Yvonne Jedamzik, die mich das erste Mal sehr pur vor die Kamera gezerrt hat, ohne großes Posing, einfach mal mich so wie ich bin einfangen. Trotz meiner Tätowierungen sind sehr zarte Bilder entstanden, ich liebe den Kontrast. Auch das analoge Shooting mit Johannes Amm war sehr spannend, analog ist einfach nochmal was anderes, man macht keine 300 Bilder, man kann nicht gucken zwischendurch, es hat einen ganz besonderen Charme. Ein sehr lustiges trotz eiskalter Temperaturen war ein Shooting im Dezember 2011 mit Michael Walther und seiner süßen Mopslady. Es sind zahlreiche tolle schwarz-weiß Bilder entstanden, die sehr viel Seele zeigen. Ich kann hier gar nicht alle nennen, mit denen ich tolle Sachen umgesetzt, interessante Gespräche geführt und lustige Stunden verbracht habe. Es ist toll, was ich für Menschen kennenlernen durfte und ich denke diejenigen wissen auch wer gemeint ist.  Ich danke euch!

Fotograf: Mirco Przybylinski (DerSchnoerkel)

  


Mit welchem Fotografen würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?

Es gibt verschiedene Projekte auf die ich seit langem brenne. Zum einen würde ich sehr gerne mal in einem alten Schwimmbad shooten, schön ostig muss es sein, die Haare weiß, die Stimmung eher verstört. Außerdem würde ich gerne mal was ungeschminktes machen, vielleicht im Wald oder in einer Wohnung. Auch ein Unterwassershooting ist geplant. Auch würde ich gerne weiter mit jungen Designern zusammenarbeiten und ich denke es gibt da trotz der „Vorschriften“ in der Modelwelt auch so einige, die gerne mit mir arbeiten. Ach ja und welcher Fotograf…mmmmh also ich shoote ja kein Akt/Teilakt, aber für Pirelli würd ich da eine Ausnahme machen. Und spannend fände ich auch ein Shooting mit Bonnie Strange, ich mag ihre unkonventionelle Art, sie glaubt an das was sie tut, sprüht nur so vor Energie, ich denke wir würden zusammen echt durchdrehen :D

Fotograf: Frank Müller
 Es gibt sicherlich viele Menschen die gerne Model wären, kannst du diesen Leuten für den Einstieg in das Modelgeschäft einen Tipp geben? 

Es kommt natürlich ganz drauf an, was für ein Model man sein will und welche Ziele man hat. Will man auf den internationalen Laufstegen unterwegs sein, sind gewisse Maße nun mal Pflicht. Ansonsten ist in der Modelwelt viel möglich. Ich finde wichtig einen eigenen Stil zu haben, natürlich ist es wichtig als Model wandelbar zu sein, aber auch in einer gewissen Vielfalt sollte ein Profil erkennbar sein. Man sollte nicht einfach alles machen, nur um es zu machen. Man braucht Leidenschaft und Ideenvielfalt. Und ganz wichtig, man muss sich getrauen Dinge auszuprobieren. Nur so können Bilder entstehen, die einen fesseln. Mut zur „Häßlichkeit“, Mut zur Bewegung, Mut zur Interaktion. Und nicht zuletzt gehört Disziplin dazu, auch wenn man das als Hobby betreibt, denn nichts ist schlimmer als die Zeit aller Beteiligten zu verschwenden.

Dein Motto?

“Wherever you go, go with all your heart.” That´s what I try with all my creativity!

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