LE.View mit Miss Kiddekat
Infos:
Buchungsanfrage: kiddekat@gmx.net (auch über Agentur buchbar)
web: www.facebook.com/MissKiddekat
Lustig ist es, wenn man Menschen aus der virtuellen Welt in live kennenlernt und sie dennoch nie von dem virtuellen Namen wegkommen, man bleibt dann die Kidde, aber Namen sind ja eh Schall und Rauch. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt und ich gehe dazu über mich auch gleich mit Kiddekat vorzustellen, das hat den höheren Wiedererkennungswert.
Seit wann modelst du? Was war für dich der ausschlaggebende Punkt mit dem Modeln anzufangen?
Angefangen habe ich recht spät, mit 26 Jahren im Sommer 2010. Der Grund war nie dies hauptberuflich zu machen oder der Traum von den weltweiten Laufstegen, denn ich bin nun wirklich nicht das „perfekte Model“. Ich habe mich schon immer für Kunst interessiert, sowohl die bildende als auch die darstellende und ich hatte so viele Ideen und Emotionen die aus mir raus wollten. Durch eine Freundin, die seit dem 15. Lebensjahr modelt bin ich auf die Idee gekommen das mal auszuprobieren. Und mal abgesehen davon, hat jede Frau gerne mal schöne Fotos von sich und so dachte ich „so what, jetzt machst du mal so ein Shooting und guckst wie das so ist“. Und es hat Spass gemacht und so fing ich an mir gezielt Fotografen zu suchen, die für die Umsetzung verschiedener Konzepte geeignet schienen.Kannst du dich noch an dein erstes Shooting erinnern? Was hast du damals gefühlt?
Oh ja und ich kann dir sagen, ich war aufgeregt wie zur Abiturprüfung. Es war ein Pinup-Shooting und neben mir waren drei sehr erfahrene Models dabei. Da hatte ich schon Schiss zu versagen, wie bewege ich mich, was mache ich für Pose, hoffentlich entgleitet mir mein Gesicht nicht, wie auf so zahlreichen privaten Schnappschüssen and so on. Aber die Mädels waren sehr nett, haben zumindest so getan und für das erste Shooting sind auch ein paar schöne Sachen entstanden.Was war der beeindruckendste Ort an dem du geshootet hast? Mmmmh, das ist schwierig, da ich sehr unterschiedliche Shootings gemacht habe. Ich versuche vieles auszuprobieren und verschiedene Facetten meiner Persönlichkeit darzustellen, davon hängt auch die location ab. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass ich lieber on-location shoote als im Studio, da diese eher clean sind. On location kann sich alles viel freier entwickelt. Vieles was man als Model macht hängt an der location, man nutzt diese, spielt mit ihr, deswegen sind Posen draußen auch viel abwechslungsreicher als im Studio. Und es gibt nichts was ich mehr hasse als Einheitsbreibilder, hauptsache nett in die Kamera lächeln nein danke. Ok mit sowas kommt man vielleicht in den Ottokatalog, aber wer bestellt den schon noch
Um zur Frage zurück zu kommen, ich zähle einfach mal ein paar interessante Orte auf: eine abgefuckte Garage, Bretterverschlag trifft es wahrscheinlich eher, ein Anglerteich inklusive der bewohnenden Glasscherben, ein altes Leipziger Fabrikgeländes, unheimlich viel Charme und einige Frostbeulen, ein Tagebau inklusive meines orangenen Flurvorhanges als Abendkleid mit riesen Schleppe…
Wie hältst du dich Fit? Hast du ein Trainingsprogramm? Ernährst du dich speziell?
Ich bin generell ein sehr sportlicher Typ, Sport hat schon immer zu meinem Leben gehört und wird es auch immer, ich bekomme schlechte Laune wenn ich keinen machen kann, genauso wie wenn ich Hunger habe. Von daher wäre ich ein schlechtes Model, wenn ich dafür hungern müsste, aber natürlich achte ich vor einem Shooting darauf, dass ich mir den Abend davor nicht eine Pizza reintrommel oder früh das pompöse Frühstück esse, außer ein Blähbauch gehört zum Shootingkonzept. Situps mache ich auch vorm Shooting, sowas machen glaube ich nur Männer oder?
Wir haben eine Kategorie mit dem Namen „Inspiration finden“ auf Farbwolke, aus was ziehst du deine Inspiration?
Meine Inspiration kommt aus meinem Inneren, meinen Gefühlen, meinen Emotionen, die ich so verarbeite, daher gibt es auch Momente, wo mir diese fehlt, wo ich Kraft sammeln muss. Aber mich inspirieren auch andere Fotografen mit ihren Arbeiten. Ich sehe mir gerne verschiedene Arbeiten an und bin immer fasziniert wenn ein Bild überrascht. Auch kommt viel Inspiration aus Gesprächen, man befruchtet sich oft gegenseitig (also im übertragenen Sinne) und dann kann man das nächste Projekt wieder nicht abwarten. Allerdings finde ich Inspiration auch aus anderen künstlerischen Gebieten, insbesondere aus der Malerei, die auch zu meinen großen Leidenschaften gehört.
Gibt es für dich absolute No-Gos als Model?
Langeweile, Ideenlosigkeit, Schamgefühl, schlechte Vorbereitung, Divengehabe und ganz wichtig weniger als 20 Schuhe
Was würdest du als einen deiner besten Modeljobs bezeichnen?
Das ist ähnlich wie mit den Locations, nicht so einfach zu beantworten. Inhaltlich gesehen sind freie Arbeiten, bei denen Chemie und Vorstellung von Fotograf(-in) und Model harmonieren und beide sich darauf einlassen ihren Ideen freien Lauf zu lassen die Schönsten. Da ist es dann auch egal, wenn es kalt und dreckig war und man alles selber machen musste. Aber mit einem Profiteam zusammenzuarbeiten ist auch eine tolle Sache, solange auch hier eine nette Atmosphäre herrscht.
Besondere Shootings waren auf jeden Fall mit Yvonne Jedamzik, die mich das erste Mal sehr pur vor die Kamera gezerrt hat, ohne großes Posing, einfach mal mich so wie ich bin einfangen. Trotz meiner Tätowierungen sind sehr zarte Bilder entstanden, ich liebe den Kontrast. Auch das analoge Shooting mit Johannes Amm war sehr spannend, analog ist einfach nochmal was anderes, man macht keine 300 Bilder, man kann nicht gucken zwischendurch, es hat einen ganz besonderen Charme. Ein sehr lustiges trotz eiskalter Temperaturen war ein Shooting im Dezember 2011 mit Michael Walther und seiner süßen Mopslady. Es sind zahlreiche tolle schwarz-weiß Bilder entstanden, die sehr viel Seele zeigen. Ich kann hier gar nicht alle nennen, mit denen ich tolle Sachen umgesetzt, interessante Gespräche geführt und lustige Stunden verbracht habe. Es ist toll, was ich für Menschen kennenlernen durfte und ich denke diejenigen wissen auch wer gemeint ist. Ich danke euch!
Fotograf: Mirco Przybylinski (DerSchnoerkel)
Mit welchem Fotografen würdest du gerne einmal Zusammenarbeiten und an welchen Projekt würdest du dann mit dieser Person arbeiten wollen?
Es gibt verschiedene Projekte auf die ich seit langem brenne. Zum einen würde ich sehr gerne mal in einem alten Schwimmbad shooten, schön ostig muss es sein, die Haare weiß, die Stimmung eher verstört. Außerdem würde ich gerne mal was ungeschminktes machen, vielleicht im Wald oder in einer Wohnung. Auch ein Unterwassershooting ist geplant. Auch würde ich gerne weiter mit jungen Designern zusammenarbeiten und ich denke es gibt da trotz der „Vorschriften“ in der Modelwelt auch so einige, die gerne mit mir arbeiten. Ach ja und welcher Fotograf…mmmmh also ich shoote ja kein Akt/Teilakt, aber für Pirelli würd ich da eine Ausnahme machen. Und spannend fände ich auch ein Shooting mit Bonnie Strange, ich mag ihre unkonventionelle Art, sie glaubt an das was sie tut, sprüht nur so vor Energie, ich denke wir würden zusammen echt durchdrehen
Es kommt natürlich ganz drauf an, was für ein Model man sein will und welche Ziele man hat. Will man auf den internationalen Laufstegen unterwegs sein, sind gewisse Maße nun mal Pflicht. Ansonsten ist in der Modelwelt viel möglich. Ich finde wichtig einen eigenen Stil zu haben, natürlich ist es wichtig als Model wandelbar zu sein, aber auch in einer gewissen Vielfalt sollte ein Profil erkennbar sein. Man sollte nicht einfach alles machen, nur um es zu machen. Man braucht Leidenschaft und Ideenvielfalt. Und ganz wichtig, man muss sich getrauen Dinge auszuprobieren. Nur so können Bilder entstehen, die einen fesseln. Mut zur „Häßlichkeit“, Mut zur Bewegung, Mut zur Interaktion. Und nicht zuletzt gehört Disziplin dazu, auch wenn man das als Hobby betreibt, denn nichts ist schlimmer als die Zeit aller Beteiligten zu verschwenden.
Dein Motto?
“Wherever you go, go with all your heart.” That´s what I try with all my creativity!












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